Bodenwöhr spart bei Schulbau rund 1,5 Millionen Euro ein

Von Randolf Alesch · 31. März 2024 um 15:00

Fährt man durch Bodenwöhr, fällt einem in der Weihersiedlung sofort der mehr als 30 Meter hohe Turmdrehkran mit einem rund 65 Meter langen Ausleger auf. Die Gemeinde baut dort eine moderne, zukunftsfähige und umweltfreundliche Grundschule.

Das alte Schulgebäude genügte nicht mehr den geforderten Ansprüchen. Bis Mitte September 2023 war die Abbruchfirma Hierold aus Moosbach damit beschäftigt, die alte Schule abzureißen. Anschließend hat die Firma Steininger aus Neunburg mit den Baumeisterarbeiten angefangen und unterlegte als erstes den bereits vorhandenen Übergang von der Hammerseehalle in das neue Schulgebäude mit nachträglich eingebauten Fundamenten.

Danach wurden Kanal, Bodenplatte, Decke sowie Außen- und Innenwände für das künftig 1250 Quadratmeter große Untergeschoss errichtet. Hier sind die Schulverwaltung, das Rektorat, mehrere Büros, Lehrerzimmer, Bücherei, Technik, Lehrmittel-, Werk-, Musik-, Seminar- und ein Ausweichraum untergebracht.

Bereits Mitte März wurde die Kellerdecke aufgebracht

Die Firma Steininger war schneller als geplant, denn bereits Mitte März wurde die Kellerdecke aufgebracht, was eigentlich erst Anfang April vorgesehen war. Nun ist man noch dabei, das Bauwerk abzudichten, zu isolieren und wieder einzufüllen. Man geht davon aus, dass diese Arbeiten Mitte April abgeschlossen sind, so dass die Zimmerei Kainz, die bereits alles vorproduziert, mit den Zimmerer-, Holzbau- und Dachstuhlarbeiten zur Errichtung des Obergeschosses, in dem die Unterrichtsräume untergebracht sind, beginnen kann.

Zwischenzeitlich wurden durch den Gemeinderat bereits die Aufträge für die Elektroarbeiten sowie Heizung, Lüftung und Sanitär vergeben. Ursprünglich lag die Kostenberechnung für den Neubau mal bei 10,6 Millionen Euro. Bereits bei den Abbruch-, (minus 145000 Euro), den Baumeister- (minus 285000 Euro) und den Zimmererarbeiten (minus 585000 Euro) konnte man insgesamt etwas über eine Million Euro einsparen. Auch die Angebote für die Elektroarbeiten (minus 210000 Euro) sowie Heizung, Lüftung und Sanitär (minus 300000 Euro) liegen rund 510000 Euro unter der ursprünglichen Berechnung. Damit dürften sich die Kosten für den Bau der Schule um über 1,5 Millionen Euro reduzieren und sich derzeit auf knapp 9,1 Millionen belaufen.

Sehr hohe Förderung von rund 5,5 Millionen Euro

Dadurch, dass die neue Schule in einem ausgesprochen hohen und deutlich überdurchschnittlichen Standard in Hybridbauweise gebaut werde, das Untergeschoss und die Decke aus Ziegel und Beton und das Obergeschoss aus Holz, ist eine sehr hohe Förderung von rund 5,5 Millionen Euro zu erwarten.

Die Schule soll bis spätestens Sommer 2025 fertiggestellt werden, so dass der Unterricht ab dem Schuljahr 2025/26 in den neuen Klassenzimmern laufen kann.