Tod von Mutter und Tochter (2) nach Anschlag in München sorgt für große Bestürzung

Von Passauer Neue Presse · 15. Februar 2025 um 19:58

Zwei Tage nach dem Anschlag auf eine Demonstration in München sind eine Mutter und ihre kleine Tochter an ihren schweren Verletzungen gestorben. Erste Reaktionen und Forderungen.

Tief berührt zeigte sich die Gewerkschaft Verdi, deren Demonstration Ziel des Anschlags war. „Die Trauer über das Leid der Opfer des Anschlags von München wird so schier unermesslich“, schrieb der Vorsitzende Frank Werneke. „Wir trauern mit den Angehörigen und der gesamten Familie, sind in Gedanken bei ihnen und wünschen ihnen so viel Kraft, wie sie nun dringend brauchen.“

Ähnliche Worte wählte die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf: „Ich bin in Gedanken bei der Familie des kleinen Kindes und seiner Mutter. Keine Worte können helfen oder gar trösten.“

Frau war städtische Mitarbeiterin

Nach Angaben von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter war die Frau eine städtische Mitarbeiterin. „Sie und ihre Tochter wurden ermordet, als sie für ihre gewerkschaftlichen Rechte auf die Straße gegangen ist. Der Schmerz ist nicht in Worte zu fassen“, erklärte Reiter.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder erklärte: „Ganz Bayern trauert.“ „Eine Mutter und ein kleines Kind haben ihr Leben verloren. All das tut so weh und ist so sinnlos“, erklärte Söder. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen - und wir hoffen und beten für alle weiteren Verletzten“, fügte er auf X hinzu.

Hier finden Sie einen zum Thema passenden Inhalt von X. Klicken Sie auf "Beitrag ansehen", um den Inhalt anzuzeigen.

Mit dem Klick auf "Beitrag ansehen" erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an den Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Infos finden Sie unter www.mittelbayerische.de /datenschutzerklärung

Bundeskanzler Olaf Scholz äußerte sich „tief erschüttert und traurig“. Scholz sprach den Hinterbliebenen der beiden Todesopfer sein „tief empfundenes Beileid“ aus. „Das Land trauert mit ihnen“, schrieb er auf X. Außerdem kündigte der Bundeskanzler die Abschiebung des mutmaßlichen Täters an: „Er wird nach dem Verbüßen seiner Strafe auch in das Land zurückgeführt, wo er herkommt“, sagte der Politiker bei einer Wahlkampfveranstaltung in München. Wer eine derartige Tat begehe, könne sich „auf gar nichts mehr berufen“. Der 24-jährige Afghane müsse für seine „unverzeihliche Tat“ verurteilt werden.

Hier finden Sie einen zum Thema passenden Inhalt von X. Klicken Sie auf "Beitrag ansehen", um den Inhalt anzuzeigen.

Mit dem Klick auf "Beitrag ansehen" erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an den Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Infos finden Sie unter www.mittelbayerische.de /datenschutzerklärung

Vor dem Bekanntwerden des Todes des kleinen Mädchens und seiner Mutter hatte Scholz am Samstag zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Reiter den Anschlagsort besucht. Dabei forderte Scholz, zusammenzustehen „und dafür sorgen, dass unser Land zusammenhält“. Wer eine solche Tat begehe, müsse „mit den härtesten Strafen rechnen“.