Einblick in die Baustelle: Die Europahalle in Berching bekommt einen neuen Sportboden

Von Bernhard Neumayer · 14. Februar 2025 um 15:00

Acht Monate haben Sportler in Berching gewartet, jetzt ist langsam ein Ende in Sicht. Nach dem Wasserschaden Ende Juni laufen die Arbeiten für den neuen Boden in der Europahalle mittlerweile auf Hochtouren. Wie die Baustelle derzeit aussieht und wann Vereine die Halle wieder nutzen können, zeigt Edeltraud Grow vom Bauamt bei einer Besichtigung der Baustelle.

Die gute Nachricht für alle, die sehnsüchtig darauf warten, wieder in der Halle zu trainieren: „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Grow, lobt Bauleiter sowie Handwerker und blickt in den Innenraum der 44 mal 23 Meter großen Europahalle.

Europahalle in Berching: Neuer Boden soll etwas federn

Dort bereiten Mitarbeiter der Firma Hoppe Sportbodenbau gerade die Holzlattenkonstruktion vor, auf der später der neue Linoleum-Belag befestigt wird. Auf diesem werden in ein paar Wochen noch die farbigen Linien angebracht, die die Spielfelder der verschiedenen Sportarten markieren. Wie viele Linien wo genau gesetzt werden, werde derzeit noch abgesprochen, so Grow. Vereine hatten zuvor die Möglichkeit, ihre Wünsche zu äußern.

Bevor die Linien gezogen werden, kümmern sich unter anderem Mihail Botez (v.l.) und Ion Arsenii aus Moldawien darum, dass die Konstruktion darunter sitzt. Die Mitarbeiter der Firma Hoppe arbeiten gerade daran, die Holzlatten, Klötzchen und Filz-Vierecke so auszurichten, dass der Boden später etwas federt. Das soll die Gelenke schonen, zum Beispiel, wenn die Handball-Damen der HSG Berching-Pollanten zu einem Sprungwurf ansetzen oder der Nachwuchs-Torwart der TSV-Fußballer nach einem Ball hechtet.

Europahalle Berching: 1000 Quadratmeter Boden

Unter den Holzlatten haben die Mitarbeiter auf den gut 1000 Quadratmetern in der Halle bereits eine schwarze Kaltschweißbahn ausgelegt, um den Boden abzudichten. Darauf wurden Leerrohre verlegt, um bei Veranstaltungen die Elektroversorgung sicherzustellen.

Während Botez und Arsenii am Donnerstagnachmittag im vorderen Teil der Halle Richtung Sportheim mit einem Lasergerät messen, ob sie die Holzlatten gerade angebracht haben, dämmt ihr Kollege im hinteren Bereich (Richtung Kanal) den Boden bereits mit Mineralwolle.

Diese wird unter die Holzlattenkonstruktion gelegt. „Danach kommen Spanplatten auf die Holzkonstruktion“, erklärt Botez. Danach wird der Linoleum-Belag auf der gesamten Fläche ausgelegt. Vier Millimeter dick ist der graue Oberbelag, den viele Hobbysportler im Kopf haben, wenn sie an einen Hallenboden denken.

„Dann werden noch die Sockelleisten montiert und die Fugen gespachtelt“, sagt Botez. Laut Zeitplan sollen in der Woche ab dem 17. März die Spielfelder mit den Linien markiert werden.

Für den neuen Boden werden nach Angaben der Stadt 135.000 Euro fällig. Wie viel die Versicherung nach dem Wasserschaden davon tatsächlich übernimmt, sei noch unklar.

So oder so: Für die Sportler ist ohnehin am wichtigsten, wann sie den Boden wieder betreten dürfen. Ein genaues Datum könne die Stadt heute noch nicht sagen. Angepeilt ist laut Zeitplan Ende März, wenn der Linoleum-Belag gereinigt und eingepflegt ist.

Mihail Botez (v.l.) und Ion Arsenii von der Firma Hoppe zeigen die Holzlattenkonstruktion, Edeltraud Grow vom Bauamt der Stadt Berching präsentiert den Linoleumbelag, der später angebracht wird. Foto: Bernhard Neumayer
So sieht die Holzlattenkonstruktion in der Europahalle Berching aus. Foto: Bernhard Neumayer
So sah es am Donnerstagnachmittag in der Europahalle Berching aus. Foto: Bernhard Neumayer