Kampf um Bürgermeisteramt in Berching: Freie Wähler schicken einen Kandidaten ins Rennen

Die Bundestagswahl überschattet die Kommunalwahlen 2026 zwar noch sehr deutlich. In Berching arbeiten im Hintergrund nach der Bürgerliste nun auch die Freien Wähler daran, eine schlagkräftige Mannschaft für die Wahlen auf Gemeindeebene zusammen zu stellen.
Die Freien Wähler haben sich deshalb am Mittwochabend im Gasthof Winkler in Berching getroffen, um Bürgern ihre Ziele näherzubringen. Laut Vorsitzendem Lothar Bierschneider planen die Freien Wähler bei der Kommunalwahl eine offene Liste. Jeder, der möchte, könne sich einbringen. Mitglied der Freien Wähler müsse man dafür nicht sein. „Wir sind für jeden Mitstreiter dankbar“, sagt Bierschneider.
Das Ziel sei nun, eine „möglichst starke Liste“ zusammenzubekommen, um nach der Wahl im März 2026 mit mehr als drei Personen im Stadtrat vertreten zu sein. Aktuell halten Dritte Bürgermeister Petra Merkert, Sieglinde Hollweck und Bierschneider die Fahne der Freien Wähler im Berchinger Gremium hoch.
Wenn es nach den Freien Wählern geht, besetzt einer aus ihren Reihen nach der Kommunalwahl in Berching auch den Posten des Bürgermeisters. „Wir gehen auf jeden Fall mit einem eigenen Kandidaten ins Rennen“, sagt Bierschneider. Den Namen des Kandidaten lässt er sich aber noch nicht entlocken. Diesen werde man auf der Nominierungsversammlung kundtun.
Bis dahin und auch danach wollen die Freien Wähler mit „bürgernaher und transparenter Politik“ punkten, wie es Bierschneider ausdrückt. Großes Ziel sei es, die Bürger mit einzubinden. „Und man muss ihnen auch ehrlich sagen, was wir uns leisten können – und was nicht.“
Bierschneider fordert, dass die Beschlüsse in den Berchinger Gremien schneller gefasst und umgesetzt werden müssten. Bis etwas passiere, dauere es oft zu lange: Stichwort Kindergarten und Schule.
Zudem müsse man eine vorausschauende Politik betreiben und nicht nur auf Einzelprojekte ein Auge haben. „Bei Neubaugebieten müssen wir zum Beispiel auch immer daran denken, wo die zu erwartenden Kinder in den Kindergarten gehen können.“
Trotz der anstehenden Großprojekte und der finanziellen Entlastung wollen die Freien Wähler „gestalten statt verwalten“. Man dürfe wegen der Schule nicht den Kopf in den Sand stecken. „Wir müssen trotzdem etwas weiterbringen“, fordert Bierschneider.