Kelheimer Kirchenstiftung und Orgelverein erneut vor Gericht: So lief Gütetermin zur Räumungsklage

Seit fast zwei Jahren streiten sich die Kelheimer Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt und der Förderverein Orgelmuseum in der Franziskanerkirche. Am Freitag stand ein Gütetermin zur Räumungsklage am Regensburger Landgericht an.
Viele Zuhörer aus der Kreisstadt – Pfarrangehörige wie Vereinsmitglieder – wollte diese mitverfolgen. Der Sitzungssaal konnte aber nur einen Teil von ihnen fassen.
Nach einer Verständigungspause wurde in einen größeren Saal gewechselt. Doch auch hier fanden nicht alle Interessierten Platz.
Richterlicher Rat: Vergangenes Abhaken, in die Zukunft blicken
Zuvor hatte der zuständige Richter gut zwei Stunden lang beiden Parteien, vertreten durch Pfarrer Reinhard Röhrner und Vereinsvorsitzenden Christian Hopfner und ihren Anwälten, nahegelegt, dass sie den Blick in die Zukunft richten und in „kleinen Schritten“ aufeinander zugehen müssten, wolle man die verfahrene Situation lösen und die kulturelle Institution erhalten. Wenn dies nicht passiere, würden am Ende „beide Seiten verlieren“.
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„Beide Seiten werden verlieren“
Allein – zu einer gütlichen Einigung kam es nicht. Nach kurzer Hauptverhandlung fiel am späten Freitagmittag das Urteil. Die Klage der Kirchenstiftung wurde abgewiesen, die Kosten zahlt der Kläger. Der Regensburger Richterspruch verschafft dem Orgelverein aber wohl nur etwas Luft.