Gruber Holzbau: Bisher kein Investor gefunden, Insolvenzverfahren offiziell eingeleitet

Aus dem vorläufigen Insolvenzverfahren für die finanziell angeschlagene Gruber-Firmengruppe mit Stammsitz in Bernried bei Rötz und einer großen Holzbau-Fertigungshalle in Roding-Altenkreith ist ein offizielles geworden. Es wurde am Mittwoch am Regensburger Amtsgericht eröffnet, wie auf dessen Homepage einzusehen ist.
Was die Folgen unter anderem für die rund 270 Mitarbeiter sind, soll im Lauf der Woche bei einer Betriebsversammlung erläutert werden.
Die Zahlungsunfähigkeit des bekannten Bauträgers, der auf individuell gefertigte Gebäude aus Holz spezialisiert ist, wurde im November vergangenen Jahres bekannt. Ein vorläufiges Insolvenzverfahren wurde nach und nach für alle Firmen in der Gruppe in die Wege geleitet.
Gespräche mit Investoren bisher erfolglos
Die auf Insolvenzen spezialisierte Kanzlei Lehner und Wagner war seitdem unter anderem auf der Suche nach einem möglichen Investor, es gab Gerüchte um verschiedene Namen großer Firmen in der Region und darüber hinaus. Bislang hat sich jedoch kein Erfolg ergeben – kein neuer Eigentümer oder Geldgeber wurde gefunden, so dass der Gang zum Insolvenzgericht nicht zu vermeiden war.
Die betroffenen Unternehmen stehen auf der Homepage des Insolvenzgerichts Regensburg, dabei sind auch die Gründe für die Insolvenz angegeben. Bei der Gruber Holzwerke GmbH Roding ist etwa erläutert, dass „voraussichtlich Masseunzulänglichkeit vorliegt“, was bedeutet, dass die Kosten des Insolvenzverfahrens zwar wahrscheinlich abgedeckt sind, jedoch nicht alle sonstigen fälligen Verbindlichkeiten aus der Insolvenzmasse abgedeckt werden können. Bei der Gruber Holzbau GmbH Roding heißt es, dass das Insolvenzverfahren wegen „Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ eingeleitet wurde.
Gläubiger müssen Ansprüche anmelden
Insolvenzverwalter Hans-Peter Lehner hat nun unter anderem die Aufgabe, die Forderungen der Gläubiger möglichst weitgehend zu befriedigen. Er hat deshalb alle Gläubiger der betroffenen Firmen der Gruppe angeschrieben und aufgefordert, ihre Forderungen anzumelden. Ein Berichts- und Prüfungstermin am Insolvenzgericht Regensburg ist für 23. April angesetzt.