Strengere Nutzungsbedingungen für das Chamer ASV-Stadion seit 2023 – Wie ist die Lage heute?

Von David Salimi · 14. Januar 2025 um 11:00

Skateboards, Roller, Inline-Skates und sogar wendende Autos auf der Tartanbahn haben die Stadt Cham dazu veranlasst, bei der Nutzung des ASV-Stadions an der Further Straße härter durchzugreifen. 2023 wurden strengere Nutzungsregeln erlassen. Im September vergangenen Jahres gingen die Stadtverantwortlichen noch einen Schritt weiter: Mittlerweile ist das Tor zum Sportgelände komplett geschlossen. Wie hat sich die Situation seitdem entwickelt?

Die Lage habe sich mittlerweile wieder beruhigt. „Das Problem hat sich glücklicherweise in Wohlgefallen aufgelöst“, sagt ASV-Geschäftsstellenleiterin Ingrid Lommer auf Nachfrage. Nachdem das große Tor zum Sportplatz inzwischen durchgehend verschlossen ist, haben Unbefugte außerhalb der Trainingszeiten keine Gelegenheit mehr, das Gelände zu betreten.

Hinweis auf Alternativen

Früher habe sie regelmäßig spielende Kinder und Jugendliche auf die geltenden Regeln im Stadionbereich hinweisen müssen. Das gehört nun der Vergangenheit an. Den Kindern und Jugendlichen, Lommers Vermutung nach aus dem nahen Stadtteil Nunsting, wurde etwa die Quadfeldmühle als Alternative für die Freizeit nahegelegt. Weiterhin weist eine Tafel am Eingangstor des Platzes auf weitere Freizeitflächen im Stadtgebiet hin. Die Entscheidung, den Bereich dichtzumachen, war die richtige, ist Lommer überzeugt. „Es hat auf jeden Fall nicht geschadet, dass es da draußen stiller geworden ist“, sagt sie rückblickend.

Dem stimmt auch Sigrid Stebe-Hoffmann, Geschäftsleitende Beamtin der Stadt Cham, zu. Sie berichtet auch davon, dass Eltern ihre Kinder zwischen eigens mitgebrachten Mini-Toren kicken ließen, während sie auf einer Picknickdecke Siesta hielten. Laut Stebe-Hoffmann ist das Stadion dafür nicht der richtige Ort. Gegen richtigen Freizeitsport in der Anlage sei hingegen nichts einzuwenden. Daher sei zeitweise zumindest das kleine Zugangstor zur Anlage offen. Vor allem aber der Rasen sollte nur für den Vereinssport genutzt werden.

Eltern, die ihre Kinder zum Training bringen oder von dort abholen, seien dazu angehalten, alternative Parkmöglichkeiten rund um das Stadion zu nutzen. Dabei sei die Stadt ihnen entgegengekommen, etwa indem die Durchfahrzeit in die Tiefgarage der benachbarten Stadthalle verlängert wurde.

Kontrolliert wieder Security?

Zu bestimmten Trainingszeiten dürften Eltern außerdem vor dem Stadion halten. Ansonsten biete sich noch der nahe gelegene Volksfestplatz an. Dieser wird laut Stebe-Hoffmann jedoch aufgrund der zu querenden Rachelstraße eher ungern von Eltern benutzt.

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Ob die Stadtverwaltung noch einmal eine Security zur Überwachung des Stadionbereiches engagiert, das hält sich Stebe-Hoffmann derzeit noch offen. „Ab Oktober ist die Lage dort ohnehin entspannter“, sagt sie. Wenngleich das Beauftragen einer Sicherheitsfirma laut Stebe-Hoffmann zweifelsohne einen finanziellen Kraftakt für die Stadt darstellt, wolle sie abwarten, was der Sommer bringt.

Eine der Alternativen zur Freizeitbeschäftigung für Kinder aber auch Jugendliche im Chamer Stadtgebiet ist das Freizeitgelände an der Quadfeldmühle.