Rekorde purzelten beim 24-Stunden-Schwimmen in Furth – Alexander Engert schafft 55 Kilometer

Von Mittelbayerische Zeitung · 13. Januar 2025 um 11:00

Neben dem Triathlon-Wochenende im Sommer, ist ihm Winter das Highlight der TV Triathlon-Abteilung das 24 Stunden-Schwimmen. Es hat am Wochenende im Further Hallenbad stattgefunden und dort purzelten die Rekorde.

Schon der Startschuss gestaltete sich in diesem Jahr besonders: Sportreferent Franz Stoiber ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und eröffnete das Schwimmen, indem er am Anfang selbst ein paar Bahnen zog, denn: Als Sportreferent liegt es ihm am Herzen, nicht nur seinen Lieblingssportarten nachzukommen, sondern auch in andere Sportrichtungen hinein zu schnuppern.

Stoiber lobt das Engagement der TV-Abteilung. „Durch solche Veranstaltung wird der Sport neu belebt und die Kinder dafür begeistert, sich sportlich zu betätigen.“ Diesen Worten schloss sich der TV-Vorsitzende Erwin Lamecker an, der gemeinsam mit seiner Frau nachmittags etliche Bahnen schwamm.

Danach war das Becken freigegeben. Insgesamt gingen sechs Staffeln an den Start: TV Furth im Wald, ASV Cham, Bayronman, Wasserwacht Waldmünchen, Wasserwacht Cham und die DLRG Furth im Wald. Auch Kinder hatten die Möglichkeit ihr Können zu zeigen und fleißig Kilometer zu sammeln. Von 10 bis 15 Uhr stand ihnen eine gesonderte Bahn zur Verfügung. Neben der Kinderabteilung des Triathlons (5. Sieger mit 16 100 Metern) gingen noch der ASV Cham (1. Platz mit 21 400 Metern), die Kids der DLRG (2. Platz mit 20 500 Metern), die Wasserwacht Waldmünchen (4. Sieger mit 16 950 Metern) sowie gemeinsam die Kinder der Grundschulen Weiding und Runding (3. Sieger mit 19 400 Metern) an den Start.

Einzigartige Rekorde

Danach war die Bahn freigegeben für Einzelstarter, welche individuell Bahnen sammeln und somit Spenden erschwimmen. Die Bahn konnte stundenweise gebucht werden, auch Mehrfachbuchungen waren möglich. Vier Schwimmer der Universität Regensburg buchten über einen längeren Zeitraum die Bahn und schwammen gemeinsam 100,60 Kilometer. Auch die SK Technology war hier fleißig unterwegs und erkämpfte sich 19,90 Kilometer.

In gewohnter souveräner Manier moderierte Uwe Neumann dieses Super-Event. Während tagsüber viele Zuschauer für eine bomben Stimmung sorgten, war in der Nacht dafür fetzige Musik zuständig. Diese ging von Rock, Pop, Schlager bis hin zu Opernstücke. Für jeden Geschmack war also etwas dabei. Tolles Ambiente war nachts geboten und auf allen Bahnen herrschte reger Betrieb. Es war ein Event der Superlative, bei dem Rekorde über Rekorde gebrochen wurden.

1300 Euro Spenden

Viele Fragen über die Leistungen der Schwimmer hatte man sich vor dem Event gestellt. Schafft der ASV Cham dieses Mal erneut die magischen 100 Kilometer oder kann er diese sogar überbieten? Wird eine andere Staffel die 100 Kilometer-Marke knacken können? Wird ein Soloschwimmer die 50 Kilometer überbieten können, die 2024 Alexander Engert geschwommen ist oder übertrifft er selbst seinen Rekord? Viele Rekorde purzelten hierbei.

Alexander Engert übertraf sich selbst. 55 Kilometer schwamm er alleine in den 24 Stunden. Ein Rekord, den wahrscheinlich keiner so schnell brechen wird. Auch die Damen stellten neue Bestleistungen auf. Sowohl Maria Reichl als auch Julia Stoiber konnten ihre Kilometeranzahl von den vorherigen Jahren überbieten und erzielten zusammen den 1. Platz bei den Damen. Gemeinsam schwammen sie einen Marathon, also 42,2 Kilometer. So konnten die beiden lachend sagen: „Einen Marathon laufen können wir nicht, aber schwimmen!“

Magische 100 Kilometer Marke nicht gebrochen

Die magische 100 Kilometer Marke konnte in diesem Jahr leider nicht gebrochen werden. Tobias Kupfer schwamm stolze 737 Bahnen – das sind umgerechnet 36,85 Kilometer. Nur dicht dahinter landete auf dem 3. Platz bei den Herren Peter Bareuther mit 36,50 Kilometer. Während sich die Mädels einen Marathon als Ziel setzten, nahm sich Jürgen Probst vom Bayronman e. V. einen Halbmarathon vor. Stolze 21,65 Kilometer schwamm er. Die Solisten kämpften um jeden Meter. Die Schultermuskeln brannten, alles tat weh und dennoch gaben sie nicht auf. So konnten sie diese Topleistungen erzielen.

24 Stunden später stand die Siegerehrung an. Moderator Uwe Neumann bedankte sich bei allen Sponsoren, bei den Stadtwerken, die das Hallenbad kostenlos zur Verfügung stellten, sowie bei Wolfgang Braun, dem Organisationsleiter, und Jürgen Winter, der für gute Musik sorgte und stündlich die geschwommenen Kilometer erfragte und somit die Zwischenergebnisse erneuerte.

Neumann lobte alle Schwimmerinnen und Schwimmer für deren tollen Leistungen. Für die beste Staffel, den ASV Cham, sowie für die Solisten gab es kleines Präsente.

Das 24 Stunden-Schwimmen ist als Veranstaltung für den guten Zweck gedacht. Während bei den Erwachsenen pro Kilometer ein Euro gespendet wurden, waren es bei den Kindern zwei Euro pro Kilometer. Die fleißigen Schwimmerinnen und Schwimmer sammelten 1020 Euro. Der Betrag wurde durch etliche Spenden (Zuschauer, Einzelschwimmer und Bayronman e. V. 70 Euro) auf 1300 Euro aufgerundet. Diese Summe geht an Bürger helfen Bürgern.

Die Ergebnisse

Staffeln: 1. Platz ASV Cham 97,20 Kilometer; 2. Platz TV Furth im Wald 93,70 Kilometer; 3. Platz Wasserwacht Waldmünchen 93,55 Kilometer; 4. Platz Wasserwacht Cham 77,60 Kilometer; 5. Platz Bayronman 65,40 Kilometer; 6. Platz De junga DLRG ́ler 60,25 Kilometer

Solisten männlich: 1. Platz Alexander Engert 55 Kilometer; 2. Platz Tobias Kupfer 36,85 Kilometer 3. Platz Peter Bareuther 36,50 Kilometer; 4. Platz Jürgen Probst 21,65 Kilometer

Solisten weiblich: Julia Stoiber und Maria Reichl teilen sich den ersten Platz mit jeweils 42,2 Kilometer

Franz Stoiber eröffnete als Sportreferent das Schwimmen
Die Kids vor ihrem Start
Alexander Engert erkämpfte sich bei den Herren der Solisten den 1. Platz und die beiden Freundinnen Maria Reichl und Julia Stoiber teilten sich gerne bei den Damen den 1. Platz.
Das Siegerteam des ASV Cham verpasste knapp die 100 Kilometer-Marke.
Maria Reichl zieht ihre Bahnen und wird Erste.