Furth im Wald: 120 Teilnehmer beim 24-Stunden-Schwimmen

Wolfgang Braun von der Abteilung Triathlon des TV Furth im Wald strahlt über das ganze Gesicht. Das 24-Stunden-Schwimmen im Hallenbad der Drachenstichstadt war ein voller Erfolg. Mehr als 120 Schwimmer haben unermüdlich für den guten Zweck gekrault.
Als am Sonntagmorgen um neun Uhr die große Goldene Glocke geläutet und somit die letzte Stunde des 24-Stunden-Schwimmens angekündigt wurde, hatten Maria Stöberl (22) und Alexander Engert (32) schon jeweils etwa die Strecke Furth im Wald-Cham zurückgelegt. Wohlgemerkt nicht auf dem Fahrrad oder im Auto, sondern im 50-Meter-Becken des Further Hallenbades. Zum Vergleich: Bei einem Triathlon beträgt die Schwimmstrecke 3,8 Kilometer. Die beiden Wasserratten sind für die Mannschaft des DLRG ins Becken gestiegen und haben die besten Einzelweiten erzielt.
Fünf Mannschaften am Start
Insgesamt haben fünf Mannschaften mit jeweils zehn Schwimmern, 25 Einzelschwimmer und 50 Kinder an dem Wettbewerb teilgenommen. Obwohl, Wettbewerb ist eigentlich das falsche Wort. „Es geht nicht um Medaillen und Pokale, sondern um das Gemeinschaftserlebnis und den guten Zweck“, erklärt Braun. Pro Kilometer , der geschwommen wurde, wandert ein Euro in die Stiftung „Bürger helfen Bürgern“. 668 Euro sind so mit Sponsorenhilfe erkrault worden, die Triathlon-Abteilung wird den Betrag dann noch auf 800 Euro aufstocken.
Sieger sind sowieso alle, die teilgenommen haben. Besonders freuen sich Braun und das zehnköpfige Team auch darüber, dass die Kids von sieben bis 13 Jahre stolze 55,9 km geschwommen sind. Um das Beispiel noch einmal zu bemühen, dass ist mehr als die Strecke Furth im Wald-Cham hin- und zurück. Braun würde sich freuen, wenn das Engagement der Kinder auch ein Zeichen für Altersgenossen wäre. Immer weniger Kinder lernen schwimmen.
Keine Pause in der Nacht
„Deswegen haben wir die Kinder mit dazu genommen.“ Auch wenn der Verein selbst keinen Schwimmunterricht gibt, vielleicht sind ja einige Kids beeindruckt von den eigenen und den Leistungen der anderen und finden zum Verein.
Selbst in der Nacht zwischen zwei und sechs Uhr morgens, wenn die allermeisten friedlich schlummern, wurde fleißig geschwommen. Apropos, wann haben die Ausdauersportler geschlafen? Maria Stöberl sagt, so circa eine Stunde im Ruheraum des Saunabereichs, freut sich jetzt aber schon auf ihr Bett. Braun hat sich auch eine kleine Pause gegönnt, aber: „Eine Nacht ohne Schlaf, das geht schon mal.“ Was die Ausdauersportler zu sich nehmen, um den Kalorienverbrauch wieder aufzufüllen, ist individuell verschieden.
Am Beckenrand allerdings sind nur Trinkflaschen erlaubt. Schließlich möchte der TV das Hallenbad so zurückgeben, wie man es von den Stadtwerken übernommen hat.
Ergebnisse des 24-Stunden-Schwimmens
Unterstützung:Die Triathlon-Abteilung dankt Stadtwerke-Geschäftsführer Marcus Hanff und Betriebsleiter Thomas Roßmann für die kostenlose Nutzung und die eintägige Schließung für die Öffentlichkeit. Dank gilt auch Bademeister Georg Buhl, der die technische Kontrolle übernommen hat.
Kinderteams:ASV Cham: 17,9 km, DLRG Furth: 16,4 km, weitere: 21,6 km.
Erwachsenenteams:ASV Cham: 98,7 km, Bayronman e. V.: 64,9 km, TV Furth im Wald, Triathlon: 91,7 km, De oldn DLRGler: 72,3 km , De junga DLRGler: 65,25 km, Einzelschwimmer: 81,8 km
Einzelschwimmer:Maria Stöberl, 24 km, Alexander Engert 20 km

