Stadt Cham reagiert auf Elternbeschwerden wegen querender Lastwagen auf dem Pausenhof

Von Tanja Fenzl · 12. Dezember 2024 um 05:00

Neue Baumaßnahmen und eine verstärkte Kontrolle der parkenden Fahrzeuge rund ums Schulgelände – damit wollen die Stadt Cham und die Polizei die Grundschule in der Kreisstadt sicherer machen.

Fast ein dreiviertel Jahr haben Eltern und Kinder darauf warten müssen: Erst jetzt wurde eine weitere Schranke bei der Grundschule installiert. Lieferschwierigkeiten, erklärt Sigrid Stebe-Hoffmann, geschäftsführende Beamtin der Stadt Cham, die Verzögerung.

Zufahrt beschränkt

Mit der Schranke und neu installierten Pfosten bei der Einfahrt an der Bürgermeister-Vogel-Straße sollen künftig Lastwagen nur noch sehr beschränkte Zufahrt zum Pausenhof haben. Wie berichtet, hatten sich in der Vergangenheit mehrfach Eltern über die Gefahrensituation auf dem Schulgelände beschwert.

Im März wäre sogar beinahe ein kleines Mädchen unter die Räder eines großen 7,5-Tonners geraten, der auf den Pausenhof einfahren wollte. Nur das schnelle und beherzte Eingreifen einer Mutter hatte damals das Schlimmste verhindert, ein Weckruf, der Elternvertreter und Verantwortliche aufrüttelte. Das Problem: Lieferverkehr, der von der Pipette bis zum Chlor vor die Hallenbadtür transportierte, Postautos, Cateringfahrzeuge und Lieferanten für die Schule querten manchmal mehrmals täglich das Pausenhofgelände. Frustiert räumte damals Stebe-Hoffmann ein: „Wir sind in einer misslichen Lage mit dem Alleinstellungsmerkmal in Bayern, dass wir eine geteilte Zufahrt Hallenbad und Pausenhof haben.“ Eine Lösung, wie man die Lieferanten dazu bringen könnte, Zeiten außerhalb des Schulbetriebs einzuhalten, hatte auch sie nicht parat.

Eine neue Verkehrsführung soll helfen

Nun der Versuch, über eine neue Verkehrsführung über den Lehrerparkplatz das unkalkulierbare Queren des Pausenhofs zu verhindern. Außerdem, betont Stebe-Hoffmann: „Alle Lieferanten mit Auftrag bekommen ein Schreiben, wann sie liefern können.“ Die Fahrer hielten sich nur oft nicht daran,

Am Lehrerparkplatz wurden Teile des Geländers zur Bürgermeister-Vogl-Straße hin entfernt, um hier eine neue Zufahrt zu ermöglichen. Gleichzeitig wurde eine weitere Schranke zum Schulgelände hin installiert. Die alte Schranke, die nur allzu oft geöffnet war, steht immer noch. Die alte Zufahrt zum Schulgelände und zum Lehrerparkplatz wurde mit Pfosten verbaut.

„Derzeit kann man noch nicht beurteilen, ob das alles hilft“, sagt Elternbeiratssprecher Wolfgang Bernhard, der selbst ein Kind an der Schule hat. Dass die Polizei zumindest die vielen parkenden und anhaltenden Fahrzeuge rund um die Schule öfters kontrolliert, findet er wichtig. „Die Hol- und Bringdienste der Schüler haben teilweise alles zugestellt. Viele haben sich sogar auf den Lehrerparkplatz gestellt und alles blockiert“, kritisiert Bernhard.

Kritik auch an Elterntaxis

Dabei sei die Verkehrssituation zu Schulbeginn und Unterrichtsende am Chamer Schulberg wegen der Elterntaxis ohnehin schlimm genug. Auch Stebe-Hoffmann betonte in der Vergangenheit: „Das kann nicht dauerhaft die Lösung sein, dass alle auf einmal ihre Kinder nur noch abholen.“

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Dass es so lange gedauert habe, bis jetzt zumindest eine weitere Schranke gebaut wurde, stößt dem Elternvertreter ebenfalls sauer auf. Ob sich die Situation mit der neuen Schrankenlösung bessere, müsse man nun erst noch abwarten, so Bernhard.

Auch mit diesem Schild wollen die Verantwortlichen den Lieferverkehr über das Schulgelände kanalisieren.