Viele Besucher: Ein himmlischer Christkindlmarkt in Rötz, auf dem abends „die Hölle los“ war

Wenn Glühweinduft über den Spitalplatz zieht, dann ist es wieder soweit: Der Rötzer Christkindlmarkt – heuer der 34. – hat seine Pforten geöffnet.
Ab zehn Uhr kamen die ersten Besucher, um in Ruhe durch die verschiedenen Stände zu bummeln und Deko, Bastelarbeiten und filigranes Handwerk zu bestaunen oder sich allerlei Leckereien von süß bis herzhaft schmecken zu lassen. Dazu gehört selbstverständlich eine heiße Tasse Punsch, die in zahlreichen Variationen an den Ständen angeboten wurde.
In seiner Begrüßung bedankte sich Bürgermeister Dr. Stefan Spindler bei den Vereinen und Ausstellern, die die Marktstände hergerichtet hatten und bei den Mitarbeitern von Stadtbauhof und Tourismusbüro für die Organisation und Vorbereitung, nicht nur am Markttag selbst, sondern bereits Wochen zuvor.
Einstimmung auf Advent
Spindler stellte das abwechslungsreiche Rahmenprogramm vor und lud ein, sich die musikalischen Darbietungen des Kirchenchores, der Grundschule, der Blaskapelle St. Nikolaus und der Jagdhornbläser anzuhören. Außerdem dankte er der Reservistenkameradschaft für die Durchführung der Nikolaus-Aktion, die wieder ein beliebter Höhepunkt und äußerst gut besucht war.
Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt des Rötzer Christkinds, das der Bürgermeister vorstellte. In diesem Jahr hat Helena Kaiser (14) aus Steegen die Ehre. Begleitet wird sie von den zwei Engeln Julia Ruhland (9) aus Rötz und Marie Schnellbögl (9) aus Saxlmühl. Nachdem das Christkind den Prolog vorgetragen und die Besucher willkommen geheißen hatte, eröffnete Spindler den Christkindlmarkt 2024 offiziell.
Die vorweihnachtlichen Klänge, die über den Markt schallten, verbreiteten Weihnachtsstimmung, ebenso der Tanz der ersten Klasse der Grundschule Rötz und die Lieder und Geschichten, die von der vierten Klasse vorgetragen wurden. Die Kinder verteilten im Anschluss an ihren Auftritt kleine Kärtchen mit freudigen Sprüchen als „Glücksmomente“.
Den ganzen Tag über herrschte ein reges Treiben auf dem Spitalplatz, und die Besucher verbrachten schöne Stunden auf dem Markt und stimmten sich auf die Adventszeit ein.
Begehrtes Fotomotiv
Vor allem am Abend war im positiven Sinn „die Hölle los“. Und das lag nicht nur an den begeisterten Besuchermassen, sondern auch an den schaurigen Gestalten der Krampus-Gruppe Rabenstein, die erstmals auf dem Rötzer Christkindlmarkt vertreten waren, sich in der Dunkelheit unter das Volk mischten und zum begehrten Fotomotiv wurden.
Als der Markt am späten Abend seine Stände wieder schloss, waren sich alle einig, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung war.
wbg















