Dekotrends der Weihnachtssaison: Einzelhändler im Landkreis Cham verraten was beliebt ist

Von Bernd Hofmann · 2. Dezember 2024 um 05:00

Es weihnachtet im Landkreis Cham. Der erste Schnee ist gefallen, und die erste Kerze auf dem Kranz brennt. Doch nicht jeder Adventskranz ist gleich. Es gibt viele Variationen, aber was kaufen Kunden? Wir haben bei den Gärtnereien und Deko-Geschäften nachgefragt.

Manche Kränze sind grün und rot, andere weiß dekoriert. Manchmal ist der Kranz kunstvoll und verspielt, manchmal schlicht und simpel. Rund muss die Dekoration auch nicht unbedingt sein.

Bei Blumen Hofmann in Furth im Wald ist der beliebteste Kranz ganz klassisch. Rot-grüne Adventskränze werden laut Floristin Eva Hofmann immer noch am meisten verkauft. „Wir arbeiten sehr viel mit Naturmaterialien und haben dieses Jahr vor allem viel mit Lerche gemacht“, sagt sie. Dabei seien viele Braun- und Grüntöne in die Gestecke eingeflossen.

Zwei Pflanzen sind beliebt

Die Amaryllis ist bei Floristin Eva Hofmann der Renner im Geschäft: „Die Blume wird immer beliebter. Entweder als Knolle im Topf oder in Gläsern als gewachste Amarylliszwiebel.“ So eine Zwiebel brauche dann kein Wasser, und eine Blume wachse von alleine. „Sie entwickeln riesengroße Blüten, das ist wirklich wunderschön“, schwärmt die Floristin.

Eine Trendfarbe für die Adventskränze gibt es auch. Als kleine Variation vom traditionellen Rotton ist dieses Jahr das ins Violett gehende Bordeauxrot beliebt: „Wir haben uns dieses Jahr auf das Bordeaux eingeschworen, das auch Trendfarbe bei Kleidung ist, in Verbindung mit Gold“, so Eva Hofmann.

Was Weihnachtsschmuck angeht, ist eine Pflanze für die stade Zeit des Jahres prädestiniert. Der Weihnachtsstern ist ein Dauerbrenner. „Weihnachtssterne kauft eher die ältere Generation“, berichtet Anna Riedl-Baumann. Sie ist Inhaberin des Blumengeschäfts und Concept Stores Alchemilla in Bad Kötzting: „Wir verkaufen aber auch viele Illex-Beeren oder Amaryllis.“ Auch bei Alchemilla wird rote Weihnachtsdeko gerne gekauft. „Das ist einfach Weihnachten für unsere Kunden“, so Riedl-Baumann. Außerdem seien bei ihr gerade Creme, Anthrazit und Schwarz gefragt. Alchemilla verkaufe generell viele Trockenkränze mit Kerzen. „Die kann man aufheben oder fürs Frühjahr anderweitig nutzen“, sagt die Inhaberin.

Schmale Kerzen auf Adventskränzen sind beliebt

Heuer sind vor allem hohe, schmale Kerzen auf den Adventskränzen beliebt, sagt Floristin Eva Hofmann. Solche Stabkerzen schmücken bei Blumen Hofmann meistens runde Kränze: „Die sind nach wie vor der Klassiker, aber wir machen auch sehr viele längliche Adventskränze.“

„Amaryllis in Wachs haben wir in verschiedenen Farben, wie Rot und Weiß, oder mit Steinen im Wachs oder mit Mustern“, sagt Floristin Anja Schmelzing. Sie ist Juniorchefin bei Blumen Bucher in Chammünster. Jedes Jahr gebe es bei den Amaryllis-Zwiebeln etwas Neues.

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Anja Schmelzing sieht bei ihren Kunden zwei Lager: „Die eine Gruppe will es echt modern und die andere echt traditionell.“ So wollen zum Beispiel junge Familien, die frisch ein Haus gebaut haben, öfter etwas Modernes und Schlichtes und weniger Traditionelles. „Bei modernen Häusern werden Weiß und Schwarz in die Deko integriert“, weiß die Expertin, „das traditionelle Rot ist aber immer noch am beliebtesten“.

Faltbäume und Minihäuser

Ganz andere Dekorationen für die Weihnachtszeit gibt es bei Frey Wohnen in Cham-Süd. Evi Winklmeier, Abteilungsleitung für Dekorationsartikel, weiß ganz genau, was dieses Jahr viel gekauft wird. „Häuserlandschaften laufen bei uns sehr gut“, sagt sie.

Damit meint Winklmeier kleine Häuschen aus Keramik, Porzellan oder Filz und dazu nutzbare verschneite Tannenbäume. Die eher modern wirkenden Minihäuser seien auch im Frühling noch gut als Dekoration zu verwenden.

Außerdem sind bei Frey Wohnen Papier-Weihnachtsbäume in Akkordeonfaltung beliebt. „Die Tannenbäume haben sich sehr gut verkauft“, so Evi Winklmeier.

Solche Anthrazitkerzen auf den Weihnachtskränzen sind bei Alchemilla gefragt. Foto: Anna Riedl-Baumann
Naturmaterialien und Stabkerzenwerden bei der Gärtnerei Hofmann benutzt. Foto: Melanie Hofmann