Gibt es auch Pläne für das Möbelhaus Wanninger in Bad Kötzting?

Von Stefan Weber · 30. November 2024 um 11:00

Wenn Franz Wanninger im Möbelhaus in Straubing von einer „Bombe“ für das Unternehmen spricht, dann schließt das natürlich auch das Haus in Bad Kötzting mit ein – zumindest mit Blick auf das Unternehmen an sich.

Der Standort selbst werde nämlich erst einmal belassen, wie er ist, sagt der Firmen-Chef auf Nachfrage unseres Medienhauses beim Termin zur Bekanntgabe, dass Decathlon rund 2000 Quadratmeter Fläche im Haus in Straubing anmiete. Dabei habe das Möbelhaus im Gäuboden rund 30 000 Quadratmeter Fläche. Das sei alleine schon rund doppelt so viel wie im Haus in Bad Kötzting zur Verfügung stünden, sagt Wanninger. Zudem sei auf knapp 2000 Quadratmetern ohnehin schon seit Jahren die Firma Kappenberger und Braun vertreten.

Darüber hinaus geht Wanninger nicht davon aus, dass die großen Filialisten im Moment an einen Standort gelockt werden könnten, der deutlich unter 50 000 Einwohnern hätte. Selbst in Straubing sei die Entscheidung kein Selbstläufer gewesen. Dass es in Straubing nun Decathlon und nicht die von seinem Bruder Anton Wanninger in Bad Kötzting, Cham und Deggendorf vertretene Verbundgruppe für Sportartikel Intersport geworden ist, erklärt Franz Wanninger so: Zum einen hätten sich die vor einigen Jahren gefassten Pläne, Intersport „über die Donau“ – also nach Straubing – auszuweiten, aus verschiedenen Gründen derart in die Länge gezogen, dass sie schließlich verworfen worden waren.

Zum anderen verfolge sein Bruder zwischenzeitlich eher die Strategie, das Geschäft im Bayerischen Wald, auch im Online-Bereich, weiter auszubauen. Gerade im Netz stecke sehr viel „Man-Power“, die gestemmt werden müsste.

Umgekehrt sehe er für das Familienunternehmen bei einem so großen Filialisten wie Decathlon auch die Chance, vielleicht noch etwas zu lernen, auch im Bereich Sportartikel, sagt Franz Wanninger, und das sei ja auch nicht schlecht.