Drei Wochen nach dem Brand im Sportheim geht es beim SV Schwaig wieder aufwärts

Der SV Schwaig (Stadt Neustadt, Landkreis Kelheim) schien vor dem sportlichen Aus zu stehen, nachdem es vor drei Wochen im SV-Sportheim gebrannt hatte. Doch jetzt gibt es für die Mitglieder des Sportvereins eine erste gute Nachricht.
„Am Mittwoch war der Gutachter von der Versicherung da und hat sich den Schaden angesehen“, sagt Walter Gabler, Vorsitzender des SV Schwaig. Auf diesen Besuch hatten Gabler und die Mitglieder sehnsüchtig gewartet, denn es war klar, dass erst nach der Feststellung des Schadens mit den Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Feuer begonnen werden konnte.
Das Feuer hatte nicht nur die Veranda des Sportheims zerstört, sondern auch das daran angrenzende Vereinslokal und das Dach über der Gaststätte. Außerdem waren Rauch und Ruß durch alle Räume des Gebäudes gezogen, weshalb das Anwesen bisher nicht mehr nutzbar war und der Sportbetrieb abgesagt wurde.
Schaden noch höher
Fest steht nach dem Besuch des Gutachters, dass der Schaden für den SV Schwaig nochmals deutlich höher ist, als zunächst angenommen wurde. Ging man am Anfang von 40.000 Euro und kurz danach, nach Auskunft des Polizeipräsidiums in Straubing, von 100.000 Euro aus, liegt die Schadenshöhe jetzt nochmals höher. „Wir sind jetzt bei weit über 100.000 Euro“, sagt Gabler. Realistisch sei ein Betrag etwa um die 150.000 Euro.
So wichtig wie die Schadensregulierung ist aus Sicht des Vorsitzenden, dass der Sportbetrieb wieder aufgenommen wird. „Dabei ist das wichtigste für uns, dass wir die Turnhalle frei bekommen“, stellt Gabler fest. „Um die Turnhalle können wir uns selbst kümmern. Die Umkleidekabinen lassen wir wahrscheinlich von professionellen Kräften reinigen.“ Damit allein ist es jedoch nicht getan.
Das Dach über dem Vereinslokal ist zerstört. Es wurde zwar nach dem Brand notdürftig mit einer Plane geschlossen, doch ist vor allem aufgrund des bevorstehenden Winters ein festes Dach erforderlich. „Es ist deshalb ganz wichtig, dass das Dach dicht wird“, betont der Vorsitzende. Das bedeutet auch, dass die Eternitplatten des bisherigen Daches entsorgt werden und die Brandstelle, insbesondere die Veranda, aufgeräumt werden.
Am Samstag geh es los
An diesem Wochenende soll mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Gabler ist optimistisch. „Wir haben eine Gruppe, die packt an. Am Samstag um 9 Uhr geht es los.“ Sollte die Gruppe zügig vorankommen, könnte in der nächsten Woche mit den Zimmermannsarbeiten begonnen werden.
Damit rückt die Wiederaufnahme des Sportbetriebs fast schon in greifbare Nähe. Bestand kurz nach dem Brand die Befürchtung, dass der Betrieb über Monate nicht stattfinden könnte, ist Gabler jetzt – zumindest verhalten – optimistisch. „Wir versuchen vorerst die Sporthalle zu reinigen, so dass man sie wieder nutzen kann. Unsere Turnkinder könnten wir dann schon reinlassen“, sagte er. „Das soll noch vor Weihnachten klappen, eventuell schon in zwei Wochen.“
Unterdessen sind die Ermittlungen zu dem Brand im Sportheim aus polizeilicher Sicht noch nicht abgeschlossen. Insbesondere zur Ursache für das Feuer gibt es noch Fragen.

