Gute Auftragslage: Intertec investiert Millionensumme in Standort Neustadt

Wieder einmal sind Baufahrzeuge auf dem Gelände der Firma Intertec zu sehen. Das Unternehmen investiert laut geschäftsführendem Gesellschafter Martin Hess eine Millionensumme in Neustadt a. d. Donau. Das müsse sein, um den bereits existierenden Aufträgen nachkommen zu können.
Hess, dessen Vater das Unternehmen nach seiner Beschreibung einst in der eigenen Garage gründete, macht ein zufriedenes Gesicht. Seine Firma, die Schutzgehäuse etwa gegen Hitze, Kälte, Feuer und Regen, in den Größen „vom Werkzeugkasten bis zum Einfamilienhaus“ herstellt, trage einen Bauch von Aufträgen vor sich her, den es jetzt abzuarbeiten gilt.
Mittlerweile gibt es nach seinen Worten mehrere Produktionslinien, um die aus mit Fasern verstärktem Kunststoff bestehenden Gehäuse zu fertigen. In den bisherigen Hallen des Unternehmens werde es deshalb mittlerweile eng. Eine neues Fabrikationsgebäude, das erstmals ganz und gar nach den Bedürfnissen der geforderten Produktionslinien gebaut werde, soll für mehr Raum sorgen. Die bisherigen Hallen seine mehr oder weniger Multifunktionshallen. Der Neubau soll im kommenden Jahr fertig werden.
Firmenchef nennt Gründe
In den Augen von Hess gebe es mehrere Gründe für die positive Entwicklung des Gehäuseherstellers, von der er sicher ist, dass sie anhalten werde. Die Energiewende sei da ein Grund. Wenn etwa bei großen Firmen die Energiequelle aus Klimaschutzgründen gewechselt wird, etwa von Gas hin zu Strom, werden mehr Schaltkästen, für die es Schutzgehäuse braucht, notwendig als zuvor.
Wenn in Raffinerien angeschoben werde, Wasserstofftechnologien umzusetzen, gelte Ähnliches. Der Trend, als Unternehmen Energie sparen zu wollen, werde wohl anhalten – und damit auch weitere Aufträge hereinkommen, glaubt er.
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Mehr und mehr werden nach den Worten von Hess Eisenbahnunternehmen, die für Schalt- und elektrische Anlagen Lösungen suchen, zu Kunden. Da macht sich dann nach und nach bemerkbar, dass das Neustädter Unternehmen in den Augen seines Chefs das Prädikat Weltmarktführer bei Schutzgehäusen tragen dürfe.
Campus in Neustadt a. d. Donau bringt Vorteile
Das Herstellungsverfahren mit faservertärktem Kunststoff gepaart mit der Tatsache, dass man in Neustadt wie beschrieben verschiedenste Größen anbiete, gebe es in dieser Kombination nirgends. Es gebe zwar Firmen, die bestimmte Größen anböten, andere bauen Schutzgehäuse aus Metall.
Ein wenig könnte es wohl auch helfen, dass sich mittlerweile ein Campus der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) auf dem Firmengelände befindet. Hess bringt ein Beispiel. Derzeit gebe es ein Forschungsprojekt, bei dem es um Schutzgehäuse geht, die auf Flughäfen zum Einsatz kommen. Die müssen genauso robust und widerstandsfähig sein wie bei anderen Einsatzorten, sollten aber bei einer möglichen Kollision mit einem Flugzeug selbst zu Bruch gehen – und nicht etwa den Flieger beschädigen.
Sicherlich könne man Untersuchungen, wie genau so eine Schutzhülle zusammengesetzt sein sollte, um das zu bewerkstelligen, auch selbst in Auftrag geben. Wenn aber Experten vor Ort sind, mit denen man sich auf dem kurzen Dienstweg austauschen kann, sei das sicherlich hilfreich. Gerade erst habe man zwei Schutzcontainer für den Flughafen in Frankfurt fertiggestellt.
Ein Blick hinter die Kulissen
Beim genauen Design für die neue Halle nimmt Hess bewusst das Wort Transparenz in den Mund. Seit 1947 stünden am Standort in der Raffineriestraße Werkshallen, ohne das die Neustädter sehen könnten, was darin genau vor sich gehe. Bei der neuen Halle soll das anders sein, weil eine breite Glasfront auf der Seite zur nahen Bahnstrecke hin Einblicke liefern soll. Man könne also dann von außen den Mitarbeitern beim Arbeiten zusehen.
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Aufs Dach komme eine Photovoltaikanlage, um so den für die Fabrikationsanlagen notwendigen Strom in Zukunft selbst erzeugen zu können. Einen deutlichen Anstieg der 220 Köpfe zählenden Belegschaft werde es laut Hess zwar nach dem Hallenbau nicht geben, allerdings geht Hess davon aus, dass sich die Mitarbeiterzahl schon leicht erhöhen werde. Zahlen nennte er aber keine

