Anstoß durch Chateaubriand: Waldmünchner Tribüne soll auch jenseits des Trenckspiels genutzt werden

Mit ihrer Nachfrage Waldmünchner im Kultur- und Tourismusausschuss traf Stadträtin Martina Mathes auf offene Ohren. Sie hatte in Erinnerung an die Chateaubriand-Aufführungen angeregt, die neue Tribüne auch über das Trenck-Festspiel hinaus zu nutzen. Zum Beispiel dadurch, dass das in der Nordoberpfalz ansässige LTO-Theater Stücke hier aufführt. Auch diese Theatergruppe setze Stücke des Waldmünchner Autors Bernhard Setzwein um.
Kulturreferentin Heike Dannerbeck erklärte daraufhin, dass bereits zwei Flyer in Bearbeitung seien, mit denen man überregionale Veranstalter auf die neuen Möglichkeiten der Festspielbühne aufmerksam mache wolle. Allerdings seien die noch in Bearbeitung. Bürgermeister Markus Ackermann wisse zwar von der Idee, die Umsetzung habe man aber noch nicht besprochen.
Ackermann nahm den Faden auf, indem er sagte: „Es ist wichtig, die Bühne in Wert zu setzen. Wir wollen sie zu einem kulturellen Leuchtturm machen.“
Dass dafür alle technischen Voraussetzungen gegeben seien, bestätigte Stadtrat Alfons Gruber, der das Veranstaltungstechnik-Unternehmen ACG betreibt. So sei das Polizeiorchester bei seinem Auftritt in Waldmünchen von der Konzerttechnik begeistert gewesen.
Ackermann bedankte sich für diesen Hinweis. Mit dem Umbau, dem Foyer und den sanitären Anlagen der neuen Bühne habe man eine „ideale Situation“ auf der Festspieltribüne.
Chateaubriand-Stück wichtig für Image der Stadt
Dass aber dennoch eine Kleinigkeit fehlt, darauf hatte Stadtrat Christian Lommer aufmerksam gemacht. Er hatte selbst im Chateaubriand-Stück mitgespielt. Im Foyer unter der Tribüne sei noch Platz für einige Bilder von den Chateaubriand-Aufführungen. Die Trenckspieler sähen im Chateaubriand nämlich keine Konkurrenz, wie manche glaubten. Im Gegenteil – bei den Festspielen habe man immer kräftig Werbung für die Chateaubriand-Aufführung gemacht, um vor möglichst vollen Rängen zu spielen.
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Ackermann sagte zu, Bilder des Stückes im Foyer unter der Tribüne anbringen zu lassen. Auch das Chateaubriand-Stück werde nicht in der Schublade verschwinden. Man überlege derzeit noch, wann und in welcher Form man es wieder aufführen könne. Das sei auch wichtig für das Image der Stadt: Er persönlich werde immer wieder auf das Stück angesprochen.
Der Ausblick und Rückblick auf das Kulturjahr gehört zur Kulturausschusssitzung im letzten Jahresquartal. Dannerbeck erinnerte an die 32 Veranstaltungen des Jahres mit Heimatfest und Trenckspiel. Sehr gelungen seien auch die zwölf Kultursommerveranstaltungen. Zwei habe man wegen schlechten Wetters absagen müssen.
Dannerbeck wies auf die anstehenden Christkindlmärkte in Geigant und Waldmünchen hin, sagte, dass man schon ein Christkindl gekürt habe und dass mit dem Weihnachtskonzert des Max-Reger-Gymnasiums aus Amberg wieder ein Kulturhighlight in Waldmünchen bevorstehe.
Auch die Termine für 2025 seien schon geplant. Ein Höhepunkt des Jahres werde neben den regelmäßigen Veranstaltungen wie Trenck-Festspiel und Heimatfest, das Drachenbootrennen werden. Da es diesmal auf dem Perlsee stattfinde, liefen schon die Ideensammlungen.
„Hoffentlich spielt das Wetter mit“, sagte Ackermann. Das Drachenbootrennen sei eine „unkomplizierte Gelegenheit“, etwas für die bayerisch-böhmische Freundschaft zu tun.
Wichtig sei 2025 die Präsentation Waldmünchens bei der Landesgartenschau in Furth im Wald. Hier sei man als Stadt im Juni, im Juli und im Oktober vertreten.