Neuer Festwirt steht fest: Stefan Fichtl (50) wird beim Rodinger Volksfest Regie führen

Von Bastian Schreiner · 10. Oktober 2024 um 14:45

Für das 70. Jubiläum des Rodinger Volksfestes im kommenden Jahr ist der Stadt eine Überraschung gelungen: Mit Stefan Fichtl wird wieder ein Festwirt aus Roding Regie am Esper führen. Sein Vertrag läuft drei Jahre. Der 50-Jährige möchte die Traditionen bewahren, kündigt aber bereits einige Veränderungen an.

Bis Ende September lief die Ausschreibung. Insgesamt vier Bewerber hatten ihr Interesse bekundet und Unterlagen bei der Stadtverwaltung eingereicht. Am Montagabend tagte der Ausschuss für Kultur, Sport, Jugend und Soziales und entschied sich in nichtöffentlicher Sitzung laut Bürgermeisterin Alexandra Riedl einstimmig für Stefan Fichtl. Am Dienstag wurde der Rodinger informiert. Und am Donnerstag erfolgte nun die offizielle Bekanntgabe im Rathaus.

Tradition und neue Akzente

Die Personalie bringt einige Besonderheiten mit sich: Fichtl ist nicht nur Rodinger, sondern entstammt der Brauereifamilie Greiner, die das Volksfest bis zur Jahrtausendwende abwechselnd mit der Brauerei Brantl belieferte. Zunächst im jährlichen Turnus, wegen der beiden jeweils zur Volksfestzeit stattfindenden großen Fußballturniere EM und WM wurde später auf einen Zwei-Jahres-Rhythmus umgestellt. Fichtl war 2001 und 2002 bereits selbst Festwirt.

Von 2003 bis 2016 hatte Jupp Brantl die Funktion inne, ehe 2017 bis 2019 Wolfgang Rasel von der Schlossbrauerei Naabeck die Aufgabe übernahm. Nach der Corona-Zeit – von 2022 bis 2024 – war Matthias Strauß vom Dimpfl-Bräu Festwirt. Der Further hatte sich aber nicht erneut für den Posten beworben.

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„Das Volksfest liegt uns sehr am Herzen“, sagte die Bürgermeisterin. Deshalb sei die Stadt nun froh, hinter dieses wichtige Thema einen Haken setzen zu können. „Wir haben einige Gespräche geführt und beim Austausch mit Stefan Fichtl gemerkt, dass er sich viele Gedanken über das Rodinger Fest gemacht hat“, erzählte die Rathaus-Chefin. Mit dem 50-Jährigen, der Geschäftsführer der Brauerei Greiner war und seit 2003 einen Getränkemarkt in der Schulstraße betreibt, könne man ein Original mit Roding-Erfahrung und guten Partnern an der Hand präsentieren, so Riedl.

„Beim 70. Jubiläum des Volksfestes werden wir neue Ideen umsetzen, aber auch bekannte Traditionen hochleben lassen“, sagte sie. Die Stadt freue sich, nach dem erfolgreichen Fest in diesem Jahr voll in die Planungen für 2025 einsteigen zu können. Um dem Festwirt den Start zu erleichtern, hat die Stadt im Vorfeld schon Termine bei Musikkapellen und Bands reserviert. Im nächsten Schritt geht es darum, Schausteller und Fieranten zu finden.

Es gibt Greiner-Bier

Als die Stadt mit der Anfrage auf ihn zugekommen ist, habe sich Fichtl entschlossen, eine Bewerbung abzugeben, weil er in den vergangenen Jahren selbst immer wieder ein paar Dinge kritisiert hatte, wie er sagte. Nun möchte er es mit Unterstützung seiner Familie und Freunden selbst richten. Überzeugt hat er bereits Braumeister Anton Eberl, eigens für das Rodinger Volksfest wieder das originale Greiner-Festbier einzubrauen. Umgesetzt wird der Plan in der Schlossbrauerei Naabeck im Landkreis Schwandorf, wo das Rodinger Bier seit mehr als 20 Jahren gebraut wird.

Änderungen möchte Fichtl am Festplatz vornehmen. Seit der Umgestaltung aufgrund des Hochwasserschutzes vermisst er am Rodinger Volksfest, das voraussichtlich von 28. Juni bis 6. Juli 2025 stattfinden wird, einen echten Rundgang zwischen Fahrgeschäften und Buden. In Zusammenarbeit mit der Stadt will er wieder einen solchen schaffen und auch den Biergarten vergrößern.