Lebenswerter Landkreis: Neuer Imagefilm der Gesundheitsregion plus soll Ärzte nach Cham locken

Der Landkreis Cham hat einen Imagefilm entwickelt, um junge Mediziner für die Region zu gewinnen. Das Video mit heimischen Protagonisten soll vermitteln: Es muss nicht immer eine Großstadt sein. Auch der Landkreis Cham ist ein guter Arbeits- und Lebensmittelpunkt für Ärzte und deren Familien.
Hupende Autos, ein Schnellzug, der über die Gleise donnert und eine Großstadt mit Häusern und Bauwerken, so weit das Auge reicht. Im Gegensatz dazu blauer Himmel über Cham und der Naturfluss Regen, der an der Stadt entlang fließt. Daneben befinden sich grüne Wiesen und Felder. Im Hintergrund sind kleine Berge zu erkennen.
In Zeiten des Ärztemangels müssen besondere Maßnahmen ergriffen werden. Deswegen hat die Koordinierungsstelle Ärzteversorgung des Landkreises Cham in Zusammenarbeit mit mehreren lokalen Partnern einen Imagefilm entwickelt, um junge Mediziner für die Region zu gewinnen. Das Video mit heimischen Protagonisten soll vermitteln: Es muss nicht immer eine Großstadt sein. Vielmehr ist auch der Landkreis Cham ein guter Arbeits- und Lebensmittelpunkt für Ärzte.
„Ein richtig gutes Leben“
„Kein Großstadtlärm, sondern ein richtig gutes Leben“, sagt eine Sprecherstimme, und Dr. Stefan Enderlein von den Further Hausärzten, der im Film mit einem Geländewagen heranfährt, fügt hinzu: „Das kriegst du nur hier bei uns im Landkreis Cham.“ Die Botschaft ist eindeutig: Auf dem Land, speziell im Landkreis Cham, ist es schön und lebenswert – für Ärzte.
Durch die Koordinierungsstelle Ärzteversorgung, die Landrat Franz Löffler 2020 ins Leben gerufen hat, soll es ermöglicht werden, „sich aktiv dafür einzusetzen, junge Ärzte für den Landkreis zu gewinnen. Dabei gibt es eine Vielzahl an passgenauen Maßnahmen für verschiedene relevante Zielgruppen und ihre Lebensabschnitte und Bedürfnisse“, teilt Eva Liedtke auf Nachfrage mit.
Sie ist Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion plus des Landkreises Cham, die für den Imageclip Ärztegewinnung verantwortlich ist.
Der kurze Film „soll jungen Ärzten und Medizinstudierenden, aber auch deren Umfeld, zeigen: Wir sind ein lebenswerter Landkreis für Ärzte und ihre Familien. Wir können stolz darauf sein, wo wir leben. Schwerpunkt ist, dass man im Landkreis viele Entfaltungsmöglichkeiten hat für die fachliche Ausgestaltung seines ärztlichen Berufes, aber auch für die Familie. Nachwuchsärzte werden bei uns individuell gefordert und gefördert, man ist keine ,Nummer’“, so Liedtke.
Um das zu zeigen, hat sich der Landkreis mit heimischen Ärzten und der Videografie-Agentur QXXQ aus Waldmünchen zusammengetan. Die Produktion des Imagefilms habe etwa ein Jahr gedauert, denn schließlich mussten unter anderem die sprechstundenfreien Zeiten der beteiligten Ärzte und auch das Wetter passen, teilt Liedtke mit. Seit Ende September ist der Clip zum Beispiel auf der Internetseite der Sana Kliniken des Landkreises Cham oder auf YouTube und Social Media zu sehen. Zudem soll das Video bei Veranstaltungen gezeigt werden, die laut Liedtke relevant für Ärzte sind.
„Es ist toll, das Ergebnis nun als Clip zu sehen. Alle Akteure sind sehr stolz auf das, was uns da gelungen ist. Der Clip feierte seine Premiere beim Besuch von Staatsministerin Judith Gerlach im Mai. Hier haben wir ein sehr großes Lob erhalten. Auch die beteiligten Ärzte berichteten uns, dass sie positive Rückmeldungen von den Patienten erhalten“, teilt Liedtke mit.
Dennoch bleiben die Macher des Films realistisch: „Der Clip alleine wird keinen Arzt überzeugen, sich bei uns in der Region niederzulassen. Aber vielleicht bewegt er doch den einen oder anderen zum Nachdenken und zur Kontaktaufnahme. Das wäre ein realistischer Erfolg“, so Liedtke.
Eine Alternative zu Flyern
Und wieso sollte es überhaupt ein Film sein? Eva Liedtke sagt dazu: „Der Clip stellt ein zeitgemäßes Format dar, das als Alternative für einen klassischen Flyer zu sehen ist und gut in die Schnelllebigkeit von Social Media passt. Gerade aufgrund der anspruchsvollen Erreichbarkeit und für eine neue, jüngere Generation an Nachwuchsärzten sind digitale Formate gut geeignet. Diese können orts- und zeitunabhängig verbreitet und verwendet werden.“
