Mesner-Suche: Bis Vollzeit-Stelle besetzt ist, sollen Ehrenamtliche Aufgaben im Team übernehmen

Möglichst schnell soll die Mesner-Stelle der Rodinger Pfarrei wieder besetzt werden, erläutert Stadtpfarrer Matthias Kienberger. Der bisherige Amtsinhaber Alexander Gabler, der Pfarrer werden möchte, war kürzlich verabschiedet worden.
Da es aber eine Übergangsphase geben wird, bis die Vollzeitstelle wieder vergeben werden kann, hofft Kienberger auf ein möglichst großes Team von ehrenamtlichen Helfern, das die Tätigkeiten bis dahin mit übernimmt. Die ersten Personen sind auch schon gefunden, freut sich der Geistliche.
Viele Telefonate hat Kienberger schon geführt, der sich zuversichtlich zeigt, dass die Mesner-Stelle bald wieder besetzt werden kann, auch wenn das in andern Pfarreien oft sehr lange dauere. „Ich hoffe, dass sich schon bald jemand hervortut“, sagt der Stadtpfarrer. Dieser könnte das Amt aber dann wahrscheinlich aufgrund von Kündigungsfristen oder anderer Verpflichtungen nicht sofort übernehmen.
„Jede Hilfe ist wichtig“
Für die Phase des Übergangs gelte es daher, ein Team zu finden, dass die Aufgaben übernimmt. „Jede Hilfe, auch wenn sie klein ist, ist dabei wichtig“, betont der Geistliche. Je mehr Helfer sich finden würden, desto kleiner werde das jeweilige Aufgabengebiet.
Erste Schritte sind bereits gemacht, freut sich Kienberger. So haben sich für die Freitagsmesse, die Ruhestandspfarrer Josef Schmaderer hält, da der Stadtpfarrer und Kaplan Bastian Neumann in dieser Zeit Schulunterricht geben, drei Damen und ein Herr gefunden, die abwechselnd den Mesner-Dienst übernehmen. „Es freut mich, dass sie gleich zugesagt haben“, sagt der Stadtpfarrer. Für die weiteren Aufgaben habe er ebenfalls schon mit Pfarrangehörigen gesprochen, die mit einspringen wollen. Jeder Interessierte könne sich aber auch gerne von selbst im Pfarrbüro melden.
Vorkenntnisse seien keine nötig, betont der Stadtpfarrer, nur eine Beziehung zu Glaube und Kirche sollte vorhanden sein, „aber sonst würde man sich ohnehin nicht für so ein Amt bewerben.“ Es werde auch nicht immer der große Zeitaufwand benötigt: „Es ist auch schon geholfen, wenn jemand nur einen bestimmten Dienst übernehmen kann.“
Es werde zudem niemand im Regen stehengelassen. Kienberger gibt gerne „Crashkurse“ für die Mesnertätigkeiten, ebenso gibt es eine „Checkliste“, in der alle Aufgaben abgehakt werden können. „Vor allem am Anfang ist das eine gute Hilfe, um nichts zu vergessen, aber man kommt da auch schnell rein“, betont Kienberger.
Vielfältige Aufgaben
Die Aufgaben eines Mesners sind vielfältig, erklärt der Stadtpfarrer. Sie reichen vom Auf- und Zusperren der Kirche, dem Herrichten und Wegbringen aller benötigten Gegenstände für die Gottesdienste über die Reinigung der Stadtpfarrkirche und der Wallfahrtskirche am Heilbrünnl sowie der Messgewänder, der Betreuung von Wallfahrern bis zum Einzahlen der Kollekte bei der Bank oder dem Herrichten der Opferkerzen. In Kürze werde auch eine ausführliche Stellenbeschreibung auf der Homepage der Pfarrei veröffentlicht, ebenso wird es einen Newsletter geben, in dem um die Beteiligung am ehrenamtlichen Mesner-Team geworben wird.
„Es ist auch ein schöner Beruf“, betont Kienberger, neben der Abwechslung könnten etwa die Arbeitszeiten mit Ausnahme der Gottesdienste frei eingeteilt werden. „Menschen mit einem Bezug zur Kirche können darin auch eine Art Berufung finden.“
Die Tätigkeiten, die in der Übergangsphase nicht vom Mesner-Team übernommen werden könnten, bleiben bei Kienberger und Kaplan Neumann. „Da müssen wir durch“, sagt der Stadtpfarrer, der aber zuversichtlich ist, dass diese Zeit gut gemeistert werden kann.