Großeinsatz nach Gas-Austritt in Bad Kötzting: Anwohner in Teilen der Innenstadt evakuiert

Großeinsatz in der Kötztinger Innenstadt am Mittwochvormittag. Auf der Baustelle des Parkhauses zwischen Gehring- und Holzapfelstraße wurde bei Befestigungsarbeiten versehentlich eine erdgasführende Hauptleitung beschädigt. Die Folge: ein großflächiger Gasaustritt, zu dem gegen 9 Uhr Polizei und Feuerwehr alarmiert worden sind.
Arbeiter auf der Baustelle informierten die Polizei, nachdem der Schaden an der Leitung sichtbar wurde. In der Folge strömte sichtbar Erdgas aus der Schadstelle, in der Luft war deutlicher Gasgeruch wahrnehmbar.
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Wie Thomas Schmidt von der Polizeiinspektion Bad Kötzting vor Ort mitteilte, wurde umgehend rund um die Baustelle ein Gefahrenbereich mit hundert Metern Radius eingerichtet. Dieser umfasste Teile der Holzapfelstraße, die gesamte Gehringstraße sowie die angrenzende Metzstraße. Die Feuerwehren Arndorf und Gehstorf sperrten die Straßenzugänge großräumig ab.
ABC-Zug angefordert
Neben der Feuerwehr Bad Kötzting wurden die Einsatzkräfte des ABC-Zugs der Feuerwehr Cham zum Einsatz hinzugerufen. Diese pumpten Luft in die Gasleitung, um die Gaskonzentration zu reduzieren. Gleichzeitig überprüften sie fortlaufend die Luftwerte. Um kurzzeitig für Abhilfe zu sorgen, installierten die Einsatzkräfte der Feuerwehr ein explosionsgeschütztes Belüftungsgerät.
Etwa 40 Anwohner aus den betroffenen Straßenzügen mussten ihre Häuser verlassen. Sie wurden entweder in eigenen Unterkünften untergebracht oder im Saal des Hotels zur Post versorgt. Dort erhielten rund 30 Personen Unterstützung vom Bayerischen Roten Kreuz, das unter der Leitung von Tobias Muhr die Evakuierten betreute.
Bewohner im Postsaal evakuiert
Die Feuerwehr stellte sich auf einen langwierigen Einsatz ein, da die Reparatur der beschädigten Leitung nicht allein durch den Energieversorger Bayernwerk durchgeführt werden konnte. Letztlich wurde eine Baufirma hinzugezogen, um den Schaden zu beheben.
Gegen 13 Uhr konnte die betroffene Leitung laut Polizei freigelegt und geklemmt werden, sodass kein Gas mehr austreten konnte. Der ursprüngliche Plan, die Straße aufwendig aufzubaggern, blieb allen Beteiligten somit erspart.
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Nachdem die Einsatzkräfte die umliegenden Wohnungen kontrolliert hatten, konnten die Bewohner am frühen Nachmittag wieder zurück in ihre Häuser kehren. Den Anliegern wurde laut Polizei vorsorglich empfohlen, ihre Räumlichkeiten zu lüften. Eine Gesundheitsgefahr besteht nicht.




