So beliebt sind die Freibäder im Landkreis: Schwandorf schafft es unter die Top 100

Nach einem verhaltenen Start der Badesaison zog es im Sommer viele Gäste in die Freibäder im Landkreis. Wie beliebt die Einrichtungen sind, zeigen auch die Bewertungen bei Google. Das Vergleichsportal Testberichte.de hat auf Basis der Rezensionen ein deutschlandweites Ranking erstellt. So haben die hiesigen Freibäder abgeschnitten.
Ausgewertet wurden von dem Vergleichsportal mehr als 860 000 Bewertungen (Stand: 23. Juli) zu insgesamt 1741 Freibädern. Die sieben Freibäder im Landkreis, von denen viele mehr Besucher als im Vorjahr gezählt haben, schneiden bei diesem Ranking sehr unterschiedlich ab.
Für das Erlebnisbad Schwandorf war es eine gute Saison
Das Schwandorfer Bad ist das beliebteste Freibad im Landkreis. Bei den Google-Bewertungen schneidet es mit 4,7 Sternen am besten ab. Die Gäste können die Freibäder mit bis zu fünf Sternen bewerten. Dieser Wert reicht für einen Platz in der Top 100 – das Freibad kommt auf Rang 93. Wobei das Vergleichsportal das Schwandorfer Bad fälschlicherweise zweimal auflistet – einmal als Freibad und einmal als Erlebnisbad. Aber auch das Erlebnisbad schafft es auf Rang 161 – und schneidet damit besser ab als die anderen Bäder.
Unabhängig von der doppelten Auflistung finden viele Gäste, dass es sich um ein „schönes Freibad“ handelt und „die Anlage sehr sauber und gepflegt“ sei. Wie Schwandorfs Pressesprecherin Lara Schmaus erklärt, wird die Anlage von den Badangestellten selbst gepflegt.
Es gebe vielfältige Möglichkeiten zum Entspannen und Schwimmen, so der Tenor. „Da können sich die Regensburger Bäder verstecken“, findet eine Besucherin. Bei mehr als 80 Prozent aller Bewertungen erhält das Erlebnisbad fünf von fünf Sternen.
Auch die Besucherzahlen zeigen, dass heuer eine gute Saison war: Laut Stadtverwaltung kamen gut 220 000 Gäste, deutlich mehr als im Vorjahr. Das Erlebnisbad ziehe dabei auch überregional Besucher an, weiß die Pressesprecherin.
Panoramabad Wackersdorf blickt auf Besucherplus zurück
Die Bilanz im Panoramabad fällt positiv aus: Mit knapp 22 900 Badegäste kamen etwa 3000 Besucher mehr als in der Saison 2023. Bei den Google-Bewertungen erreicht das Panoramabad einen Schnitt von 4,6 Sternen und schafft es damit auf Rang 336 – liegt also im vorderen Drittel. „Bedenkt man die Größe unseres Bads, freuen wir uns sehr über das positive Ergebnis – das ist ein Verdienst des gesamten Panoramabad-Teams“, sagt der Wackersdorfer Pressesprecher Michael Weiß.
Gelobt wird immer wieder, dass das Bad „sauber und gepflegt“ sei. Laut Weiß kümmert sich ein Mitarbeiter um den Betrieb und die Instandhaltung des Bades und wird dabei von Reinigungspersonal und bedarfsweise von weiteren Angestellten des Bauhofs unterstützt.
Die Eintrittspreise im Panoramabad werden als „fair“ bezeichnet. Zuletzt wurden sie laut Weiß zum Saisonbeginn 2022 leicht angehoben – nachdem die letzte Erhöhung zuvor im Jahr 2004 erfolgte. Seit der Preisanpassung 2022 kostet beispielsweise das Tagesticket für Erwachsene drei statt 2,50 Euro. Und es gibt sogar einen Feierabendtarif: Ab 17.30 Uhr kostet der Eintritt nur noch zwei statt drei Euro.
Bulmare Burglengenfeld ist wieder länger offen
Auch das Bulmare findet sich im Ranking wieder, weil es neben dem Hallenbad über ein eigenes Außenbecken verfügt. 2023 besuchten mehr als 276 000 Gäste das Bulmare, erklärt Geschäftsführer Reiner Beck. Heuer seien bisher 216 000 Gäste gekommen (Stand 24. September). Beck rechnet damit, dass die Vorjahreszahl noch erreicht und übertroffen werde.
In den Google-Bewertungen werden das „freundliche Personal“, die „saubere“ Anlage und die „ausgezeichnete Gastronomie“ gelobt. „Das Bulmare ist einfach perfekt“, so das Resümee eines Gastes. Das Bulmare kommt auf eine Bewertung von 4,4 Sternen und landet im Mittelfeld auf Rang 712. Es liegt immer noch über dem bundesweiten Durchschnitt (4,38 Sterne). Den einen oder anderen Wunsch hat das Bulmare bereits erfüllt – so nach längeren Öffnungszeiten. Seit Anfang Juni ist das Bad eine Stunde länger bis 22 Uhr geöffnet. Damit kann auch die Gastronomie länger genutzt werden, so Beck.
Auch der Forderung nach mehr Umkleidekabinen mit Wickelplatz kam man nach. Die Zahl wurde schrittweise von zwei auf sechs erhöht. Das reiche bei Normalbetrieb aus, meint Beck. Nur beim Babyschwimmen könne es vorkommen, dass die Wickelplätze nicht reichen. Die Eltern würden sich dann mit Wickelauflagen behelfen, sagt Beck.
Nachdem es viele Jahre keine Erhöhung gegeben habe, seien die Preise nun moderat angepasst worden – Erwachsene zahlen zum Beispiel einen Euro mehr für die Eintrittskarte.
Freizeit- und Erholungszentrum Perschen lockt mehr als 100000 Gäste an
Heuer wurden mehr als 117 000 Besucher im Freizeit- und Erholungszentrum Perschen in Nabburg gezählt. Damit habe man das Ziel von 100 000 Besuchern überschritten, heißt es vonseiten der Betreiber. Im Freibad-Ranking kommen die Nabburger mit 4,4 Sternen und 314 Google-Bewertungen auf Rang 869. Bei gleichem Bewertungsschnitt (wie das Bulmare) wurde nach der Anzahl der Rezensionen gewichtet – je mehr, desto besser. Nur deshalb landet das Bad in Perschen deutlich hinterm dem von Burglengenfeld, das 2180 Bewertungen bekommen hat.
In diesem Jahr wurden die Sanitäranlagen im Außenbereich grundlegend saniert. Der Zustand der Duschen und Toiletten wurde zuvor von einigen Gästen kritisiert.
Besucherzahl steigt im Erlebnisbad Neunburg um drei Prozent an
Das Erlebnisbad Neunburg erreicht ebenfalls einen Bewertungsschnitt von 4,4 Sternen, hat aber nur 166 Bewertungen. Das reicht für Rang 980. Positiver sehen da die Besucherzahlen aus: Mit 33 500 Badegästen gab es einen Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor dieser Saison wurde der Kiosk durch den Food Express Neunburg wiederbelebt – und damit ein noch im Vorjahr oft angesprochenes Problem behoben.
Nittenau: Gäste äußern sich lobend über gepflegtes und sauberes Bad
Das Freizeit- und Erholungsbad Nittenau kommt auf 4,3 Sterne und belegt damit Rang 1268. Dennoch gibt es auch immer wieder Lob über das gepflegte und saubere Bad. Kritisiert werden die „in die Jahre gekommenen Sanitäranlagen“. Auch wird der Wunsch nach mehr Duschen geäußert.
Freibad Oberviechtach landet nur auf einem der hinteren Ränge
Am schlechtesten von den Freibädern im Landkreis Schwandorf schneidet das in Oberviechtach ab: Mit 4,1 Sternen erreicht es nur Rang 1600 von insgesamt 1741 Bädern. Der Bewertungsschnitt von 4,1 Sternen liegt auch unter dem bundesweiten Durchschnitt (4,38 Sterne). In dieser Saison konnte das Bad wegen fehlendem Personal erst um 13 statt 10 Uhr öffnen. Es seien zu wenig Bademeister dagewesen, um länger öffnen zu können. Oberviechtachs Bürgermeister Rudolf Teplitzky versprach aber, dass das Problem bis zur nächsten Badesaison geklärt sein soll.
Die kürzeren Öffnungszeiten haben sich auf die Besucherzahl ausgewirkt: Mit gut 15 000 kamen heuer etwas weniger Gäste als in den Vorjahren.

