Stadt Nittenau setzt trotz Sparkurs weiter auf ihr Freibad

Das Nittenauer Freibad ist auch in finanziell schwierigen Zeiten ein Aushängeschild für die Stadt – das wurde bei der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstagabend klar. Kleinere Verbesserungsmaßnahmen sollen deshalb auch in Angriff genommen werden.
Marina Brückner, Geschäftsleiterin im Rathaus, berichtete den Ausschussmitgliedern über den Saisonverlauf im Freibad. Vom 10. Mai bis zum 10.September und damit 134Tage lang sei heuer geöffnet gewesen. In Summe habe man 37.430 Badegäste verzeichnet, was einen Tagesschnitt von 281 Besuchern bedeute. Am Spitzentag, dem 9.Juli, waren es sogar 1203 Gäste. Hervorragend angekommen sei auch die nach mehreren Jahren Pause wieder ins Leben gerufene Beachparty.
Kupferdach wurde erneuert
Wie Brückner weiter erklärte, konnte das Freibad heuer Einnahmen von 84.269Euro erzielen. Der mit 22.048 Euro größte Anteil ließ sich dabei durch den Verkauf von Erwachsenen-Tagestickets erwirtschaften. Die Ausgaben für das Freibad übertrafen die Einnahmen allerdings bei Weitem: Rund 247.000 Euro musste die Stadt hier investieren. Allein 20.984 Euro Stromkosten sind laut Brückner angefallen, außerdem 18.409Euro für das Beheizen der Becken. Fällig wurden laut Brückner heuer auch einige kleinere Sanierungsmaßnahmen, zum Beispiel die Erneuerung des Kupferdachs, die Reparatur der geplatzten Boilerleitung sowie die Erneuerung der Durchschreitebecken und der Küche.
Nur notwendige Projekte
Auch 2024 müsse man ein paar kleinere Maßnahmen in Angriff nehmen, zum Beispiel den Austausch der Nachtspeicheröfen und die sukzessive Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik. Allerdings sei man wegen den Plänen zur Haushaltskonsolidierung verpflichtet, vorsichtig zu sein und wirklich nur notwenige Projekte anzugehen. Bürgermeister Benjamin Boml (FW) betonte, das Nittenauer Freibad sei nach wie vor sehr beliebt und mache die Stadt attraktiver, weshalb die Ausgaben der vergangenen Saison gut investiertes Geld seien.
Darüber hinaus erfuhren die Mitglieder des Hauptausschusses einiges über die Arbeit des Seniorenbeirats der Stadt. Als dessen Vorsitzende gab CSU-Stadträtin Dorit Schwarzfischer den Jahresbericht ab. Ziel des Gremiums sei, die Interessen und Forderungen älterer Menschen in Nittenau zu bündeln, eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt zu pflegen und Veranstaltungen für die Senioren zu organisieren. „Wir waren sehr fleißig“, sagte Schwarzfischer.
Mediennachmittag war ein Erfolg
Einmal pro Monat halte man beispielsweise eine Sitzung im Rathaus oder in einer Gaststätte in einem Nittenauer Ortsteil ab. Darüber hinaus habe man Veranstaltungen wie das Seniorenkino, Ausflüge oder Vorträge organisiert – zum Beispiel den Mediennachmittag zusammen mit Mitgliedern des Jugendparlaments. „Da haben die Senioren viel gelernt“, freute sich Schwarzfischer.
Sie versprach, der Seniorenbeirat werde seine Arbeit auch in Zukunft auf diese Weise fortsetzen. Aufgrund der demografischen Entwicklung steige der Anteil der älteren Menschen in der Bevölkerung immer mehr. „Sie sollen nicht im Abseits stehen, sondern in kommunalpolitische Entscheidungen mit einbezogen werden“, so Schwarzfischer. Der Seniorenbeirat wolle auch eine Brücke zu den jüngeren Generationen schlagen.
Dank von Nittenaus Bürgermeister
Bürgermeister Boml bedankte sich bei Schwarzfischer für das große Engagement der Seniorenbeiratsmitglieder. Die zahlreichen, gut besuchten Veranstaltungen seien ein Zeichen dafür, dass das Gremium alles richtig mache, lobte er.
Einstimmig sprach sich der Hauptausschuss außerdem für den vorgeschlagenen Termin für das nächste Volksfest aus: Es soll von 14. bis 17. Juni stattfinden. Weil an diesem Wochenende die Fußball-EM eröffnet wird, könne der Festwirt eventuell Public Viewing anbieten, so Boml.