Jetzt ist es amtlich: Aus für Ferienpark beim Further Drachensee ist endgültig

Jetzt ist es amtlich: Aus dem Feriendorf beim Drachensee in Furth im Wald (Landkreis Cham) wird nichts. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend aus ursprünglich möglichem Bauland landwirtschaftliche Flächen gemacht.
Die Anfänge des ehrgeizigen Vorhabens liegen lange zurück. Am 22. März 1976 hat der damalige Stadtrat per Beschluss den Weg für die „Errichtung einer Ferienhaussiedlung am künftigen Stausee durch die Ferienpark GmbH Furth i. W.“ gefasst.
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Der sollte wirksam werden, wenn sich die Verantwortlichen verpflichtet haben, alle anfallenden Kosten zu übernehmen. „Dies ist bis zum heutigen Tage nicht erfolgt“, heißt es in der Sitzungsvorlage. In der vorausgegangenen Sitzung hatte der Stadtrat das jüngst vorgestellte Projekt bereits abgelehnt. Jetzt hat das Gremium den Aufstellungsbeschluss aufgehoben und das Verfahren eingestellt.
Flächen für die Landwirtschaft
Gleichzeitig wurde mit vier Gegenstimmen ein erneuter Aufstellungsbeschluss gefasst, der das bisherige „Sondergebiet Ferienhäuser“ zu „Flächen für die Landwirtschaft“ umwidmet. Auf Anregung von Stadtrat Oskar Mühlbauer wurden weitere Flächen einbezogen, auf denen unter anderem ein Hotel, Parkplätze und ein Spielplatz hätten geplant werden können.
Bürgermeister Sandro Bauer betonte, dass man zu einhundert Prozent pro touristischer Entwicklung sei. Aber nicht an dieser Stelle. Der Drachensee und seine Landschaft darum herum hätten sich in ihrer jetzigen Form zu einem beliebten Erholungsgebiet entwickelt das man nicht gefährden wolle. „Ich möchte an der Stelle, an der die Menschen die Natur genießen, die intensive Nutzung nicht. Auf der anderen Seite des Hügels hätte ich gar nichts dagegen.“
Kritik von der SPD
Kritik an der Vorgehensweise äußerte für die SPD Stadträtin Jennifer Dietl. Sie sah keine Notwendigkeit den Flächennutzungsplan zu ändern, da er ohnehin zu nichts verpflichten würde.
Könne man sich wirklich nicht vorstellen, ein Projekt in irgendeiner anderen Form doch zu befürworten?, fragte sie in die Runde. Stadtrat Anton Schmidt, der wie die Mehrheit des Gremiums gegen das Projekt stimmte , sagte: „Wenn ein Projekt kommt, das uns umhaut, dann kann man immer noch Ja sagen.“