Rodinger „Schimmelschock“ ist der erfolgreichste Deal bisher überhaupt in der „Höhle der Löwen“

Von Oliver Hausladen · 12. September 2024 um 11:00

„Wir wussten, dass wir ein gutes Produkt haben und es einen riesigen Markt gibt. Aber mit diesem Erfolg haben wir nicht gerechnet“, freut sich Sandro Heindl.

Vor knapp einem Jahr hat der Rodinger gemeinsam mit Peter Richter den von ihm entwickelten „Tonis Schimmelschock“ in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ präsentiert, mit Ralf Dümmel einen Investor gefunden – und das Produkt ging durch die Decke.

Rund 500.000 Einheiten wurden nach dem TV-Auftritt innerhalb von elf Monaten verkauft, was einen Umsatz von 14 Millionen Euro bedeutet. „Wir haben damit das umsatzstärkste Produkt, das bisher in der Höhle der Löwen vorgestellt worden ist“, erläutert Heindl.

„Schimmelschock“ wirke einfach und unkompliziert und sei deshalb auch von jedem zu handhaben, erläutert der Maler- und Lackierermeister die Gründe für den Verkaufs-Erfolg. Die antimikrobielle Farbe decke den Schimmel nicht nur ab, sondern binde ihn ein und verhindere so das Auskeimen weiterer Sporen.

Hürden genommen

Einige Hürden mussten mit dem innovativen Produkt aber genommen werden, sagt der Rodinger. So dürfte der „Schimmelschock“ nach geändertem EU-Recht ab 2025 nicht mehr frei etwa in Discountern oder beim Teleshopping abgegeben werden, sondern nur noch nach Beratung, wie Investor Dümmel in der Sendung am Montagabend erläuterte. Durch eine neue Biozid-Verordnung fiel die Antischimmelfarbe unter das Selbstbedienungsverbot.

Nach monatelanger Forschungsarbeit umging man das Verbot durch eine kleine Änderung der Rezeptur, das Einholen von neuen Gutachten und die Umbenennung im „Tonis Schimmelschock 5.1“, berichtet der Rodinger. Viel bürokratischer Aufwand, der sich aber gelohnt habe. „An der Qualität hat sich nichts geändert“, betont Heindl, Das Mittel habe zu 99,999 Prozent antibakterielle Wirkung, damit dürfe auch geworben werden.

Die große Menge, die gebraucht wird, lässt Heindls Firma von PCI produzieren, vor Ort wäre das nicht möglich. „Entwicklung und Verwaltung finden aber weiterhin in Roding statt“, erläutert er.

Expansion ins Ausland

Geplant ist nun eine weitere Expansion. Nachdem es „Tonis Schimmelschock“ neben Deutschland auch schon in Österreich und der Schweiz gibt, wurden exklusive Verträge mit weiteren Ländern geschlossen, informiert Heindl. Dort warteten noch weitere Märkte, die erschlossen werden können, ist er überzeugt.

Ohne den erfolgreichen Pitch in der „Höhle der Löwen“ und den Deal mit Dümmel wäre der Erfolg nicht möglich gewesen, betont er, denn: „Man muss erst einmal in die Märkte reinkommen, egal, wie gut das Produkt ist.“ Dank „Regal-König“ Dümmel, der viele Türen geöffnet habe, gibt es den nach Heindls Vater Anton benannten „Tonis Schimmelschock“ bei vielen Märkten, Discountern und Fachmärkten zu kaufen.

„Sehr gute Zusammenarbeit“

Die Zusammenarbeit zwischen dem Team von PCI in Roding und dem „Team Dümmel“ sei sehr gut, berichtet der Rodinger, „alle sind sehr nett und arbeiten lösungsorientiert“. Auch die Werbung für das Produkt laufe dank des Investors auf vielen Kanälen, selbst im Kino wird mittlerweile für das Mittel gegen Schimmel geworben.