Stabiler Geschäftsbetrieb bei Flabeg: Vorläufiger Insolvenzverwalter möchte Investor an Bord holen

Nach 2020 hat das Further Unternehmen Flabeg Automotive Germany im Juli erneut Insolvenz angemeldet. Wie im Moment der Stand der Dinge ist, wollten wir vom Insolvenzverwalter wissen.
„Der Geschäftsbetrieb läuft stabil“, sagt Matthias Braun, Sprecher der Kanzlei Schultze & Braun und ergänzt: „Die Lieferanten liefern und die Kunden halten die Treue.“ Auch die Belegschaft ist demnach nach wie vor an Bord und engagiert, es gebe keine Entlassungen und auch keine Kündigungen. Die Bindung zum Arbeitgeber sei sehr groß: „Alle ziehen an einem Strang.“
In der vergangenen Woche herrschte demnach turnusgemäß Betriebsruhe. „Das gehört bei Flabeg zum Standard.“ Derzeit sei Volker Böhm, Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht, auf der Suche nach Investoren, die in das Unternehmen einsteigen möchten. Dabei gibt es laut Braun verschiedene Möglichkeiten. Entweder übernimmt jemand komplett, es kann aber auch sein, dass nur Anteile den Besitzer wechseln. Auf jeden Fall braucht es jemanden, der frisches Geld mit in die Grenzstadt bringt. Grund für die finanzielle Schieflage ist demnach unter anderem die herausfordernde wirtschaftliche Situation im Automotivebereich. Die Auswirkungen – etwa durch niedrigere Verkaufszahlen für E-Autos bei den Herstellern – trafen Flabeg direkt durch rückläufige Bestellungen.
Lesen Sie außerdem: Bis 67 Jahre bei der Feuerwehr im Einsatz? – Das sagen Chamer Kommandanten