Aktenzeichen XY-Fall: Ermittler suchen im Wald bei Sinzing nach Vermisster Kerstin Langley

Von André Baumgarten · 31. Juli 2024 um 11:32

Seit Mittwoch sucht die Kripo Regensburg wieder nach der seit 17 Jahren vermissten Frau. Teile einer Polizei-Hundertschaft durchkämmen aktuell den Paintner Forst, unweit des Sinzinger Ortsteils Kohlstadt. Dort verortet ein Hellseher die sterblichen Überreste von Kerstin Lee Langley.

Seit dem Sommer 2007 wird die damals 39-Jährige vermisst. Was damals wirklich geschah, konnte die Polizei bis heute nicht aufklären. Kerstin Langley war wenige Wochen, nachdem sie für einen Mann nach Regensburg gezogen war, verschwunden. Die Liebe zum neuen Freund schien bald Kratzer zu bekommen: Von „blankem Horror“ und Kontrollzwang war die Rede, wie ein Angehöriger berichtete.

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Mitte Juli wurde der mysteriöse Vermisstenfall aus Regensburg in „Aktenzeichen XY vermisst“ vorgestellt. Im Studio saß der jüngere Bruder von Kerstin Langley – ihn hatte die Frau, die heute 54 Jahre alt wäre, kurz vor ihrem Verschwinden um Hilfe angebettelt. Zum Umzug, für den der Bruder alles organisiert hatte, kam es jedoch nicht mehr.

Spürhunde suchten schon 2012 nach Kerstin Langley

Weder der Bruder noch ihr damals 17-jähriger Sohn hörten je wieder von ihr. Eine SMS, die Monate später von ihrem Handy gekommen sein soll, konnte die Kripo nie sichern. Sie wurde gelöscht. 2012 hatten die Ermittler den Fall wieder aufgenommen – Hinweise, dass ihr Ex sie und eine weitere Frau getötet haben könnte, verliefen im Sande, ebenso die Suche mit Spürhunden im Raum Neumarkt.

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Der Mann, für den sie einst nach Regensburg zog, sagte den Ermittlern, sie habe sich urplötzlich getrennt, sei ausgezogen und mit einem dunklen Auto mit Deggendorfer Kennzeichen davonfahren. Sowohl den „alten Freund“ am Steuer als auch das Fahrzeug konnte die Kripo nie ausfindig machen. Hinweise auf ein Verbrechen fanden sie auch nicht, betonte Chef-Mordermittler Stefan Halder bei „Aktenzeichen XY“.

Ex-Freund stand im Verdacht – Ermittlungen eingestellt

Was der Beitrag in der Sondersendung sehr wohl offenbarte: Den Ex von Kerstin Lee Langley hatte die Kripo im Visier. In dieselbe Richtung zielte auch der Hinweis eines Sehers, der sich nach der Sendung meldete – er ist überzeugt, dass sie getötet und im Paintner Forst vergraben wurde. An den Koordinaten, die der Mann aus Nordrhein-Westfalen per E-Mail schickte, suchen jetzt Teile einer Hundertschaft der Bereitschaftspolizei.

Wir sind bei der Suchaktion vor Ort und berichten später ausführlich.