Zweiter Teil der B299-Sanierung startet: Autofahrer und Anwohner brauchen weiter gute Nerven

Von Bernhard Neumayer · 10. Juli 2024 um 17:00

Gut ein Drittel haben Verkehrsteilnehmer und Anwohner bei der Sanierung der B299 nahe Berching bereits überstanden. Ab Mitte nächster Woche müssen sich Autofahrer nun aber auf neue Umleitungen einstellen.

Wie berichtet, erneuert das Staatliche Bauamt Regensburg seit 24. Juni die Fahrbahn der Bundesstraße zwischen Berching und der Einmündung der Staatsstraße 2251 in Richtung Wallnsdorf. Das Projekt ist in drei Abschnitte unterteilt.

Der erste Teil neigt sich nun dem Ende entgegen, wie Stefan Feuerer vom Staatlichen Bauamt auf Nachfrage mitteilt. „Aktuell sind wir voll im Zeit- und Kostenrahmen.“ Am Montag und Dienstag haben Bauarbeiter die Asphaltbinderschicht aufgetragen. Gestern wurde die Asphaltdeckschicht eingebracht.

„Nach dem Asphaltieren diese Woche finden nächste Woche noch Restarbeiten statt.“ Unter anderem werden noch die Bankette gerichtet. „Am Dienstag wollen wir mit den Markierungsarbeiten fertig sein“, sagt Feuerer.

Dann könne Mitte der nächsten Woche wie geplant der zweite Bauabschnitt starten, der unmittelbar in nördlicher Richtung an den ersten Abschnitt anschließt. Während im ersten Teil die Fahrbahn zwischen der Einmündung Richtung Wallnsdorf und dem Netto-Markt saniert wurde, ist jetzt der Abschnitt vom Netto weiter Richtung Neumarkt dran – und zwar bis zur Einmündung der Krankenhausstraße in Berching.

Der Netto-Markt sowie die Krankenhausstraße zur Reha-Klinik können aber an- beziehungsweise befahren werden, teilt Feuerer mit. Dadurch kann auch die Berchinger Feuerwehr ganz normal von der Wache aus wegfahren.

Sanierung der B299: Sondergenehmigung für BRK

Und für das BRK gibt es nach Angaben von Bereitschaftsleiter Markus Kirsch eine Sondergenehmigung, dass die Einsatzfahrzeuge den parallel zur B299 verlaufenden Geh-/Radweg nutzen dürfen. Denn die normale Ein-/Ausfahrt zum Roten Kreuz kann während des zweiten Bauabschnitts nicht genutzt werden.

Das Straßenbauamt leitet den Verkehr von Neumarkt kommend bereits ab Pollanten über die Kreisstraßen NM2 und NM13 bis nach Holnstein um. Von dort aus führt die Staatsstraße 2251 über Wallnsdorf zurück auf die B299. Ein durchaus weiter Umweg für Autofahrer, wie Feuerer gesteht. „Aber nur diese Kreisstraßen können das Verkehrsaufkommen der Bundesstraße stemmen.“

Er appelliert an die Vernunft der Autofahrer, nicht auf die Navigationsgeräte zu hören, sondern die offiziell ausgeschriebene Umleitung zu nutzen. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass viele durch die Vorstadt Berchings fahren.

„Da haben wir durchaus schon einige Anrufe von Berchingern bekommen, dass der Verkehr über das Kopfsteinpflaster laut ist“, sagt Feuerer. Auch wenn die Anzahl der Beschwerden verglichen mit anderen Baustellen gering ausgefallen sei. Das Staatliche Bauamt sei im engen Austausch mit der Stadt. Allerdings lasse sich der Verkehr über die Schleichwege nicht ganz vermeiden.

Läuft alles nach Plan, soll der zweite Bauabschnitt bis 2. August abgeschlossen werden, wobei witterungsbedingte Verzögerungen nie ausgeschlossen seien, teilt das Bauamt mit.

Sanierung der B299: Bauarbeiten bis Ende August

Danach folgt der dritte und letzte Schritt, bei dem die Asphaltdeck- und binderschicht ab der Einmündung der Staatsstraße 2388/Nordtangente bis zur Krankenhausstraße erneuert werden.

Aus Richtung Neumarkt kommend ist die Straße „An der Alten Schleuse“ und somit auch die Tankstelle anfahrbar. Die Umleitung für diesen Bauabschnitt verläuft ab Pollanten über die Kreisstraßen NM2 und NM13 bis nach Holnstein. Ab dort führt sie über die Staatsstraße 2251 bis zum Kreisverkehrsplatz bei Oening, um von dort über die Kreisstraße NM3 /Winterzhofener Straße zurück auf die Bundesstraße zu führen.

Auch der parallel zur Bundesstraße verlaufende Radweg zwischen der Straße „An der Alten Schleuse“ und der Winterzhofener Straße ist während des dritten Bauabschnitts gesperrt. In einem Teilbereich werde er verlegt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Umleitung für Radfahrer (voraussichtlich ab 5. August) verläuft durch Berching entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals und der Bahnhofstraße.

Kommt nichts dazwischen, sollen alle Arbeiten und damit das Gesamtprojekt bis 23. August abgeschlossen sein. Dann sollen Auto- und Radfahrer wieder freie Fahrt haben.