Letzte Vorbereitungen für die Innengastronomie: Salzfriedl-Eröffnung in Rötz rückt näher

Bei einem Blick in die Innenräume der Museumsschänke Salzfriedl in Hillstett (Rötz, Landkreis Cham) sieht man: Die Vorbereitungen befinden sich eindeutig auf der Zielgeraden – und auch einen Termin für einen „Probelauf“ gibt es schon.
An diesem sommerlichen Dienstag lässt es sich gut aushalten im Schatten der Linden, direkt neben der Museumsschänke und mit einem wunderschönen Ausblick auf den Eixendorfer See. Manche Gästen sagen, ihnen reicht da schon voll und ganz der Biergarten zu ihrem Glück, erzählt Simon Wellnhofer mit einem Schmunzeln.
Es ist aber doch die überwiegende Mehrheit, die neugierig ist, wann der neue Salzfriedl-Pächter denn die Innengastronomie eröffnen wird. Genau festlegen möchte er sich allerdings noch nicht, denn: „Schon der erste Eindruck muss sitzen.“ Deshalb will er, dass alles perfekt vorbereitet ist für die Eröffnung.
„Probelauf“ mit Rehessen
Aber man sieht bei einem Blick in die Innenräume: Die Vorbereitungen befinden sich eindeutig auf der Zielgeraden – und auch einen Termin für einen Probelauf gibt es schon.
Das Haustelefon ist angeschlossen, der Thekenbereich hat mehr Beleuchtung bekommen, passendes grünes Kaffeegeschirr wartet dort auf die Gäste, die Terrasse ist mit leuchtend roten Geranien bepflanzt: Die Vorbereitungen sind weit fortgeschritten, vor allem seit er sich seit Anfang Juni gemeinsam mit Luca Pregler voll und ganz seiner neuen Aufgabe als Salzfriedl-Wirt widmen kann, sagt Wellnhofer. Mit Pregler, mit dem er seit langem befreundet ist und der wie er aus Winklarn stammt, wird er künftig für die Gäste in der Museumsschänke kochen.
Bis dahin werden diese ausschließlich im Biergarten, der dieses Jahr erstmals am Vatertag geöffnet hatte, gut versorgt, zumeist mit Bratwürsten, aber auch Wurstsalat und Obazda sind super angekommen, hat Wellnhofer festgestellt. Den Biergarten wird es weiterhin geben, dort soll das bewährte System mit Selbstbedienung beibehalten werden, auch dann, wenn die Innengastronomie inklusive Terrasse in wenigen Wochen eröffnet werden soll.
Dafür peile er Ende Juli an, sagt Wellnhofer, aber je nachdem, wann die letzten Vorbereitungen für „drinnen“ abgeschlossen sind, könne es auch etwas früher oder später sein. Ein Termin steht auf jeden Fall schon jetzt: Am 21. Juli findet, im Rahmen einer geschlossenen Gesellschaft, ein Rehessen der Hillstetter Jagdgenossen in der Museumsschänke statt. Das sehe er, wie gesagt, als eine Art Probelauf für den offiziellen Startschuss, der kurze Zeit später erfolgen soll, sagt der Salzfriedl-Pächter.
Viele helfende Hände
Bis dahin sei noch viel Papierkram zu erledigen, die mit dem Betrieb einer Gaststätte zusammenhängen. Zum Glück gibt es viele helfende Hände: Bei der Buchhaltung bekomme er zum Beispiel viel Unterstützung von seinen Eltern, sagt Wellnhofer. Momentan ist er mit dem Kassensystem beschäftigt, das zwar vorhanden ist, aber noch ins Laufen kommen muss.
Er selbst habe für Organisatorisches meist nur von Montag bis Mittwoch effektiv Zeit, da er sich dann schon wieder um den Biergartenbetrieb kümmern müsse. Der Garten hat freitags, samstags und sonntags bei schönem Wetter geöffnet, auch auf der Homepage der Museumsschänke und bei Google sind die Öffnungszeiten angegeben. Auf der Facebook-Seite wird außerdem darüber informiert, wenn der Biergarten bei schlechter Witterung nicht geöffnet hat.
Public Viewing im Biergarten
Sonntags kämen besonders viele Gäste, auch der Samstag laufe gut, während es Freitagabends manchmal noch etwas ruhiger sei, hat Wellnhofer festgestellt – wohl auch, weil es abends heuer oft vergleichsweise kühl gewesen sei. Eine Ausnahme war natürlich der vergangene Freitag: Ein Bekannter hatte das benötigte Equipment zur Verfügung gestellt, so dass Public Viewing im Biergarten angeboten werden konnte. Dabei war der Biergarten fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Perfekt wäre es gewesen, wenn Deutschland das Spiel gewonnen hätte...
Am Freitag waren es erwartungsgemäß überwiegend Fußballfans. Ansonsten kommen viele Radfahrer und Wanderer in den Biergarten, viele Rötzer, Hillstetter, aber auch Bekannte – seien es ehemalige Arbeitskollegen oder Feuerwehrler, erzählt Wellnhofer, der zweiter Vorstand der FFW Winklarn ist.
Eine der großen Herausforderungen in der Museumsschänke war in der Vergangenheit die Personalsituation gewesen. Wellnhofer und Pregler werden künftig beide in der Küche arbeiten, so dass es hier zu keinen Engpässen kommen sollte. Auch ansonsten komme er mit dem vorhandenen Personal gut zurecht, sagt der Salzfriedl-Wirt; sobald der genaue Eröffnungstermin für die Innengastronomie feststehe, werde er sehen, in welchem Rahmen noch weiteres benötigt werde.
Am besten reservieren
An der Außenwand des benachbarten Handwerksmuseums, auf Biertischen des Salzfriedls, über der Theke und über dem Stammtisch prangen Schriftzüge, die der Neunburger Kalligraph Johann Maierhofer in schwung- und kunstvollen Buchstaben angebracht hat. Verschiedene Stammtische hätten übrigens ebenfalls schon ihr Interesse bekundet, berichtet Wellnhofer. Grundsätzlich gibt er schon jetzt den Tipp, für die Innengastro und auf der Terrasse zu reservieren, wenn es dann so weit ist.
Auch neben der Tür zur „Waidler-Stubn“ prangt ein Schriftzug. Die urige Stube sei sein persönlicher Lieblingsraum in der Museumsschänke, verrät der Salzfriedl-Wirt.