So viele Regensburger haben Anträge auf Soforthilfe nach dem Hochwasser gestellt

Von Heike Haala · 26. Juni 2024 um 19:00

Noch bis Ende August können Menschen, denen das Hochwasser Anfang Juni übel mitspielte, staatliche Soforthilfe beantragen. Ebenso lange haben auch Regensburger Zeit, Formulare für städtische Soforthilfe bei Grundwasserschäden einzureichen.

Getan hat das bisher laut Auskunft von Juliane von Roenne-Styra, Pressesprecherin der Stadt, eine Hand voll Betroffener. „Fünf Anträge sind eingegangen“, sagt sie. Die Stadt hatte das Hilfspaket geschnürt und vom Stadtrat absegnen lassen, weil es bei dem Hochwasser am Anfang des Monats in Regensburg weniger die Überschwemmungen waren, die bei der inzwischen abgeflossenen Flut Probleme machten, sondern Fälle, in denen das Wasser von unten in die Häuser eindrang.

Als Einsatzschwerpunkte nannte Iris Krimm, Leiterin des Amts für Katastrophenschutz, während einer Pressekonferenz mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz etwa Keilberg, den Stadtosten oder Burgweinting. Die Einsatzkräfte wurden während des Hochwassers laut Katrin Butz von der städtischen Pressestelle rund 130 Mal zu überschwemmten Kellern gerufen. Als Folgen davon nannte sie etwa Schäden am Gebäude und an der Bausubstanz durch Feuchtigkeit sowie an Mobiliar und Elektrogeräten oder den Verlust von Dokumenten.

Die Schadenssummen, die bei der Stadt gemeldet wurden, liegen laut von Roenne-Styra zwischen 1000 und 7000 Euro, wobei die maximale Auszahlungshöhe bei 5000 Euro festgelegt ist. Bei einem Antrag gehe es um Grundwasserschäden, bei denen das Wasser von unten in die Gebäude hereindrückte. Weil diese Schäden nicht von der staatlichen Soforthilfe abgedeckt sind, behandle die Stadt die Schadensmeldung als einen Antrag auf städtische Zuwendung. Dafür seien inzwischen noch fehlende Informationen angefordert worden.

Stadt rechnet mit weiteren Anträgen

Sie berichtet von weiteren Nachfragen, die die Verwaltung inzwischen zum Soforthilfeprogramm für Grundwasserschäden erreicht hat. Deswegen rechnen die Zuständigen bei der Stadt mit weiteren Anträgen. Eine erste Auszahlung sei in Bearbeitung. Je nach Bankarbeitstagen könne bis Ende dieser oder Anfang nächster Woche mit einem Geldeingang gerechnet werden.

Das Geld für das städtische Soforthilfeprogamm stammt von einem Konto, auf dem Spenden für Hochwasseropfer liegen: insgesamt 159000 Euro. Butz bezeichnet es sowohl kommunal- als auch steuerrechtlich als zulässig, mit zweckgebundenen Hochwasser-Spenden auch Betroffene von – durch das Hochwasser indirekt ausgelöste – Grundwasserschäden finanziell zu unterstützen.