BMW von Krise bei E-Autos unbeeindruckt: Autobauer schafft 600 neue Stellen

In den Werken in Harting (Regensburg) und Wackersdorf (Landkreis Schwandorf) will man an den im März verkündeten Stellenzuwächsen festhalten. Die Krise auf dem Elektroauto-Markt wirkt sich nicht auf die Prognose für die Auslastung der Oberpfälzer Werke aus.
Die Angst geht um unter den deutschen Autobauern: China hat mit teils aggressiven Angeboten den europäischen Markt der Elektroautos in den Fokus genommen, die USA wehren sich mit extrem hohen Zöllen. Doch bei BMW bleibt man ruhig: Unkenrufen zum Trotz verwies eine Sprecherin der Werke Harting und Wackersdorf Gerüchten ins Reich der Fabeln, wonach es einen Stellenabbau geben könnte. Das Gegenteil ist der Fall, bekräftigte die Sprecherin Saskia Graser.
Sie verwies auf eine bereits im März auch gegenüber der Mediengruppe Bayern getätigte Aussage, dass sogar Arbeitsplätze in den Werken in Harting und Wackersdorf geschaffen werden. Demnach stellt BMW 600 Mitarbeiter in diesem Jahr neu ein. Knapp 240.000 Fahrzeuge wurden im vergangenen Jahr in der Oberpfalz produziert. Durch eine zusätzliche Nachtschicht soll die Kapazität bis auf 300.000 Fahrzeuge gesteigert werden. Werkssprecherin Graser sagt, an dieser Prognose habe sich auch nichts geändert: „Für 2024 rechnen wir mit einer weiteren Stückzahlensteigerung in der Regensburger Fahrzeugproduktion“, so die Sprecherin.
Produktion von Elektromodellen soll kräftig wachsen
„Konkret sind wir in der Lage, bei entsprechender Marktnachfrage deutlich über 300.000 Einheiten in diesem Jahr zu fertigen.“ Insbesondere die Produktion von Elektromodellen soll dabei kräftig wachsen. „2024 soll mindestens jeder dritte BMW aus den bayerischen BMW Group Fahrzeugwerken ein Elektroauto sein – so auch aus Regensburg.“ Derzeit arbeiten an den ostbayerischen Standorten Regensburg und Wackersdorf 9250 Mitarbeiter.
Allein im vergangenen Jahr wurden 500 neue Mitarbeiter eingestellt, hieß es weiter. Weiterhin setzt BMW aber darauf, Zeitarbeit flexibel in den Werken einzusetzen. „Zeitarbeit ist eines der Instrumente, mit dem Unternehmen flexibel auf die hohe Volatilität der globalen Wirtschaft reagieren können“, so Graser. Die BMW Group brauche dauerhafte Flexibilität, „die unter anderem durch den variablen Einsatz von Zeitarbeitskräften erreicht wird“.