Hochseilgarten entsteht an der Holzkugel – Wohl ab Mai 2025 kann dort geheiratet werden

Von Philipp Breu · 8. Mai 2024 um 05:00

Entspannung und Bewegung – diese zwei Punkte will inMotion Park-Geschäftsführer Tom Zeller direkt am Steinberger See im Landkreis Schwandorf vereinen. So ist an dessen Ufer neben einem Klettertrail, einem Balancierpfad und der begehbaren Holzkugel auch ein Feriendorf mit 22 Luxus-Chalets entstanden. Im sportlichen Sektor soll es schon bald eine weitere Attraktion geben – in luftiger Höhe.

„Unsere inMotion Park Seenland GmbH trägt ja die Bewegung schon im Namen. Dem wollen wir noch mehr gerecht werden“, erklärt Zeller. Schon beim Pressegespräch im Februar hat der Unternehmer mit einer neuen Investition geliebäugelt. Denn das Feriendorf sei nun erst einmal komplett. Zeit also, sich auf etwas Neues zu konzentrieren.

Der Plan sei es zunächst gewesen, ein neues Element in die Holzkugel zu integrieren. Doch das hätte große Herausforderungen in Sachen Statik mit sich gebracht. „Außerdem würde sich das Erscheinungsbild der Kugel erheblich verändern. Das schaut dann einfach nicht mehr schön aus. Die Kugel soll schließlich eine Kugel bleiben“, so Zeller. Schnell war also klar, dass es eine neue, freistehende Attraktion brauche. Hier sei man auf die Firma Kristallturm GmbH & Co. KG aufmerksam geworden, ein führender Hersteller von Klettergärten mit Sitz in Oberbayern.

Steinbergs Gemeinderat hat den neuen Kletterturm genehmigt

„Wir wollten ein fertiges System haben, das erprobt und beliebig erweiterbar ist. Das ist eigentlich der einzige Anbieter, der so etwas im Portfolio hat – und dann noch aus Bayern“, sagt Zeller. Zusammen mit Kristallturm wurde dann an einem Konzept gefeilt, das im April den Steinberger Gemeinderäten vorgestellt wurde. Aus dem Gremium gab es schnell grünes Licht, auch das Landratsamt habe das Unterfangen mittlerweile genehmigt. Damit sei laut Zeller der Weg frei.

Der Kletterturm soll direkt neben der Kugelwirtschaft gebaut werden. Dort steht momentan der Klettertrail, der dann näher an die Kugel heranrückt und neu angeordnet wird. Rund 17 Meter wird der geplante Hochseilgarten groß sein. Wie man es auch von anderen Modellen kennt, sind die Kletterer hier mit einem Seil samt Gurt gesichert. Die Konstruktion besteht aus sieben Stahlrundrohrstützen, drei Kletterebenen, 36 Stationen und einer Erschließungstreppe. Optisch und thematisch soll der Kletterturm an den Steinberger See angepasst werden. So können sich die Gäste später beispielsweise über ein Kanu hangeln.

Hochseilgarten könnte vielleicht schon vor den Sommerferien stehen

Rund eineinhalb Stunden dauert es, um von unten nach ganz oben zu kommen. „Jeder, der etwas sportlich ist, schafft das. Aber man braucht schon Kraft,“ sagt Zeller. Bis zu 50 Personen können gleichzeitig klettern. Aus Sicherheitsgründen sei die Benutzung aber erst ab einer Körpergröße von 1,40Metern zulässig. Zeller hofft, den Hochseilgarten noch vor den Sommerferien aufstellen zu können. Andernfalls werden die Baustellen über den Herbst/Winter laufen.

Etwa zwei bis drei Monate dauert die Produktion. Um die Konstruktion dann aufzustellen, seien etwa weitere drei Wochen nötig. „Wir haben dann zwei große Baustellen, weil wir den Klettertrail ja auch noch versetzen müssen“, erklärt Zeller. Rund 550.000 Euro werde die neue Attraktion kosten.

Und noch eine weitere Investition soll bereits in diesem Jahr angepackt werden. Wie berichtet, entsteht am Kugel-Areal auch ein neues Eventhaus für Firmen-Feiern, Vorträge, Seminare oder auch Hochzeiten. Letztere seien bisher nur intern möglich gewesen, doch sollen nun zu einem neuen Geschäftsmodell werden.

Hochzeitsmesse am 15. August

Mit dem Steg, der direkt ins Wasser reiche oder auch oben an der Kugelplattform, hätte man laut Zeller „spektakuläre Möglichkeiten“, um eine freie Trauung abzuhalten. Für Verpflegung sei mit der Kugelwirtschaft bestens gesorgt. Und mit den Chalets stünden dann auch noch genügend Schlafmöglichkeiten zur Verfügung. Wie die Kugel-Hochzeiten später einmal aussehen könnten, wurde kürzlich bei einem ersten Fotoshooting getestet. Für den 15. August sei zudem eine Hochzeitsmesse geplant.

Für die Organisation habe man sich bereits eine Partnerin mit ins Boot geholt, die freie Trauungen anbietet und Hochzeiten plant. „Das wird eine schöne Geschichte. Heiraten am See ist schon ein Highlight“, so Zeller.

Bis zu 220 Gäste könnten hier zusammen mit dem Brautpaar feiern. Bis es aber soweit ist, muss erstmal das Event-Haus fertig sein. Auch hier wäre ein Baubeginn Stand jetzt diesen Herbst geplant. Ab Mitte Mai 2025 könnten dann voraussichtlich die ersten Hochzeiten starten.

Das Ferienresort ist ein Volltreffer

Start: Im Mai 2021 fiel der Startschuss für den Bau eines Luxus-Ferienresorts direkt neben der Kugel. Im Februar 2022 wurden die ersten Chalets eröffnet.

Entwicklung: Mittlerweile gibt es dort 22Häuschen in ökologischer Bauweise, allesamt mit Terrasse, Sauna und teils mit Whirlpool ausgestattet.

Erfolg: Die Feriensiedlung ist seit ihrer Eröffnung bei den Urlaubern sehr beliebt: „Wir haben mittlerweile viele Stammgäste, die teils fünf bis sechs Mal im Jahr zu uns kommen“, sagt Resortleiter Sebastian Höppe.

Auszeichnung: Wegen der vielen ausgezeichneten Bewertungen wurde die Anlage vom Bewertungsportal Holiday Check kürzlich mit einem Zertifikat (5,9 von sechs Punkten) ausgezeichnet: „Diese Unterkunft gehört zu den bestbewerteten weltweit“, steht darauf.

Ein Blick ins Innere eines Chalets. Mittlerweile übernachten im Ferienresort auch viele Stammgäste. Foto: Andreas Fuchs
Heiraten direkt am Wasser: Ab Mitte 2025 sollen sich Paare auch an der Holzkugel das Ja-Wort geben können. Foto: Jennifer Bruckner