In Trausnitz sollen 29 Chalets entstehen: Holzkugel-Chef Tom Zeller will Nachhaltigkeit fördern

Von Philipp Breu · 17. Februar 2024 um 05:00

Kaum sind die neuen Relax-Chalets am Steinberger See bezugsfertig, plant Tom Zeller schon die nächsten. Doch nicht in Steinberg, sondern in Trausnitz bei Pfreimd (Landkreis Schwandorf). Denn Zeller ist Teil einer Gruppe, die das „Natur Resort Seeblick“ am Pfreimdtalstausee plant.

Mit seiner inMotion Park Seenland GmbH ist er der neue Partner an der Seite von Hans-Peter Forster aus Pittersberg, Jens Otto aus Frankfurt und Hubert Niederländer aus dem Saarland, die das Projekt gemeinsam angehen wollen.

29 Wohneinheiten sollen in Trausnitz entstehen. Wenn alles glatt geht, könnten die ersten Gäste im Frühsommer 2025 einziehen. Zeller, bekannt als Chef der Holzkugel, spricht auf Nachfrage von einem „glücklichen Zufall“. Er habe schon in der Vergangenheit damit geliebäugelt, den Campingplatz an der Trausnitztalsperre zu übernehmen, der seit mehr als vier Jahren still steht. „Doch angesichts unserer großen Baustellen hier am Steinberger See wäre das parallel einfach nicht machbar gewesen“, sagt er.

Neue Perspektive im vergangenen Oktober

Nun sei er über Umwege doch noch mit eingestiegen – als weiterer Gesellschafter. Hans-Peter Forster, Chef der Firma SANS GmbH mit Sitz in Ebermannsdorf, kontaktierte Zeller im Oktober vergangenen Jahres. „Wir haben noch einen Experten in Sachen Tourismus gesucht“, erklärt Forster. Die bisherige Zusammenarbeit laufe reibungslos. „Man merkt, dass er das Geschäft kennt.“

Zeller selbst sei von der Idee sofort angetan gewesen, wie er betont. „Die Trausnitztalsperre ist wirklich ein wunderbares Naturidyll, das Menschen einen Rückzugsort zum Durchatmen bietet.“ Immer mehr Zeitgenossen suchten eine Auszeit von ihrem Alltag. „Der Ort ist perfekt dafür.“

Das Einzugsgebiet ist groß: Keine Konkurrenz zum Steinberger See

Eine Konkurrenz zu seinem eigenen Herzensprojekt, dem Resort am Steinberger See, sieht Zeller indes nicht. „Das sind zwei verschiedene Zielgruppen“, sagt er. In Trausnitz gehe es wirklich um Erholung pur, bei der Holzkugel in Steinberg stehe die Bewegung mehr im Vordergrund. „Außerdem haben wir ja hier ein riesiges Einzugsgebiet“, sagt Zeller mit Blick auf den Landkreis Schwandorf, die benachbarten Kreise und Gäste, die mittlerweile auch aus Tschechien oder Österreich anreisen würden, um hier Urlaub zu machen. „Da fällt es nicht wirklich ins Gewicht, wenn es an anderer Stelle auch noch einmal 29 Ferienwohnungen gibt.“

Die Einheiten werden laut Zeller in Holzständerbauweise geplant, und sollen auf Punkt- und Schraubfundamenten stehen. Mit der Bauweise am Steinberger See hätten die Häuschen nicht viel gemein. „Die Einheiten in Trausnitz stechen optisch schon ein wenig mehr hervor“, sagt Zeller.

Um die Planung kümmerten sich das in Oberviechtach ansässige Büro Schönberger Architekten sowie die Hammerer Architekten aus der Schweiz. Letztere seien für ihre „Himmelchalets“ bekannt.

Bunte Vielfalt in unterschiedlichen Größen in Trausnitz

In Trausnitz sollen verschiedene Häuschen entstehen. Sogenannte „Nest-Houses“ seien ebenso geplant wie „Panorama-Houses“, „Lake Houses“ und „Bird-Houses“, die an ein Vogelhaus erinnern. Die Wohneinheiten seien zwischen zehn und 55 Quadratmeter groß. Ergänzt sollen diese durch sogenannte „Wellness-Cubes“ werden, die über eine Sauna sowie einen Whirlpool verfügen.

Außerdem soll es mit dem restaurierten Rezeptions- und Gastronomiegebäude einen zentralen Treffpunkt und Veranstaltungsort geben. Geplant seien Thementage wie Grillabende oder Verkostungen aber auch regelmäßige Yoga- und Pilates Workshops sowie Vorträge. Beim Bau der neuen Gebäude legten die Unternehmer wert auf zwei Dinge: Naturnähe und die Verwendung nachhaltig zertifizierter Materialien. Ein Thema, das vor allem Zeller von Anfang an sehr wichtig gewesen sei. „Beim ökologischen Aspekt habe ich noch etwas mit angeschoben“, sagt der neue Gesellschafter mit einem Grinsen. Deshalb heiße das Projekt auch nicht mehr „Seeblick Resort Trausnitz“, sondern „Natur Resort Seeblick“.

Im Herbst soll es losgehen: Zehn Millionen Euro sollen investiert werden

Derzeit warten die Initiatoren noch auf die Baugenehmigung. Läuft alles nach Plan, können im Herbst diesen Jahres die Maschinen anrollen. Zuvor soll der Campingbereich auf Vordermann gebracht werden. 40Caravan-Stellplätze sollen bis Ende Juli 2024 auf dem Areal nämlich ebenso entstehen.

Die Pläne sind ambitioniert, das Investment dementsprechend stattlich. Zeller und Forster rechnen mit Kosten in Höhe von etwa zehn MillionenEuro.Um auch die Trausnitzer über die aktuellen Entwicklungen auf dem laufenden zu halten, ist im Juni ein Infotag geplant.