Neues Event-Haus an der Holzkugel geplant: Bald soll hier getagt und geheiratet werden

Feriendorf, Klettertrail, Gastronomie und nicht zuletzt die nach eigenen Angaben größte begehbare Holzkugel der Welt: Direkt am Ufer des Steinberger Sees haben Tom Zeller und mehrere Gesellschafter viel Zeit und Geld investiert, um Touristen aus nah und fern anzulocken. Nun soll das Areal wieder Zuwachs bekommen.
Gerade erst wurden die fünf neuen Relax-Chalets in Ufernähe bezugsfertig gemacht, nun steckt Zeller schon wieder mitten in den Planungen für das nächste Projekt. „Die Feriensiedlung ist jetzt erstmal komplett“, sagt der Geschäftsführer der Holzkugel und des dazugehörigen Chalet-Ressorts sichtlich zufrieden. Zeit also, sich auf etwas Neues zu konzentrieren. Bereits im vergangenen Jahr habe sich laut Zeller herauskristallisiert, dass das Holzkugel-Areal durch seine Lage, die Gastronomie und Zusatzangebote wie Adventure-Golf, Segway-Touren oder Bogenschießen eine gern gebuchte Örtlichkeit für Veranstaltungen sei.
Um zeitgleich aber auch die Tages- und Übernachtungsgäste ohne Einschränkungen versorgen zu können, bräuchte es weitere Räumlichkeiten. Und genau da setzen die neuen Planungen nun an. Neben der bestehenden Kugelwirtschaft soll ein neues Seminarhaus entstehen – für die ganze Region. „Etwas Vergleichbares gibt es hier eigentlich bisher nicht“, sagt Zeller.
Mit der Kugelwirtschaft verbunden
Das Haus soll direkt an der Kugelwirtschaft anschließen und mit dieser durch einen Durchgang verbunden sein. Auch die Architektur des neuen Gebäudes soll sich nahtlos in die Umgebung einfügen. „Innen würden wir es aber gerne noch etwas rustikaler gestalten“, sagt Zeller.
Auf rund 450 Quadratmetern sollen hier dann zukünftig Firmen-Feiern, Vorträge, Seminare, Kurse oder auch Hochzeiten stattfinden. Letztere seien bisher nur intern möglich gewesen und scheinen den Kugel-Chef nun aber angefixt zu haben. „Hochzeiten am See – das wäre schon irre“, sagt er. Auch befreundete Hochzeitsplaner seien schon häufiger mit dieser Idee an ihn herangetreten. Mit dem Steg, der direkt ins Wasser reiche oder auch oben an der Kugelplattform hätte man „spektakuläre Möglichkeiten“, um eine freie Trauung abzuhalten. Mit den Chalets stünden dann auch noch genügend Schlafmöglichkeiten zur Verfügung.
Zeller betont, dass es sich bisher aber lediglich um grobe Planungen handle. Das neue Bauprojekt müsse erst einmal genehmigt werden. Der Kugel-Chef sei schon beim Gemeinderat vorstellig geworden. Das Gremium sei vom Konzept durchaus angetan gewesen. Zeller hofft deshalb auf einen Baubeginn im Herbst. Im Frühjahr 2025 soll das neue Seminarhaus dann fertig sein. Zu den Kosten könne er noch nicht viel sagen. „Wir rechnen aber mit einer Summe von über einer Million Euro“, so der Geschäftsführer.
Doch damit nicht genug. Auch in Sachen Bewegung soll sich in Zukunft noch einiges auf dem Areal tun. „Unsere inMotion Park Seenland GmbH trägt ja die Bewegung schon im Namen. Dem wollen wir noch mehr gerecht werden“, erklärt Zeller. Die grundsätzliche Intention sei es, Menschen nach draußen zu bringen. Deshalb soll es bald auch noch eine neue sportliche Attraktion geben. Ursprünglich habe der Kugel-Chef damit geliebäugelt, eine neues Element in die Holzkugel zu integrieren. Doch das hätte große Herausforderungen in Sachen Statik mit sich gebracht. „Außerdem würde sich das Erscheinungsbild der Kugel erheblich verändern. Das schaut dann einfach nicht mehr schön aus. Die Kugel soll schließlich eine Kugel bleiben“, so Zeller.
Ein Hochseilgarten wäre denkbar
Deshalb sei man von der Idee abgewichen. Stattdessen könnte nun eine neue, frei stehende Attraktion in unmittelbarer Nähe zur Holzkugel entstehen. Wie diese genau aussieht, müsse aber noch geklärt werden. Denkbar wären laut Zeller aber beispielsweise ein Hochseilgarten mit Klettergurt oder ein sogenannter Ninja-Warrior-Trail – angelehnt an die beliebte RTL-Show. Wann oder ob hier aber mit einer Realisierung zu rechnen ist, stehe noch in den Sternen.
