Holzkugel in Steinberg am See: Ein Geschäftsführer macht plötzlich Schluss

Von Philipp Breu · 14. April 2023 um 15:26

Seit mehr als sechs Jahren kannte man Tom Zeller und Kim Kappenberger vor allem im Doppelpack, nun ist damit Schluss. Denn die beiden Betreiber der Erlebnisholzkugel samt Wirtschaft und Ferienhaussiedlung gehen fortan getrennte Wege – zumindest beruflich.

Denn wie das Unternehmen auf Nachfrage nun bekanntgibt, brichtKappenbergerin wenigen Tagen seine Zelte in der Freizeitanlage ab. „Wir können bestätigen, dass Herr Kappenberger nach über sechs Jahren Mitte April aus persönlichen Gründen sowie aufgrund neuer Projekte in anderen Bereichen aus dem Unternehmen ausscheiden wird“, heißt es. Bis zuletzt kümmerte sich Kappenberger als Geschäftsführer der inMotion Park Seenland GmbH vor allem um den Betrieb der Holzkugel und der dazugehörigen Kugelwirtschaft.

Der Abschied fällt ihm hörbar schwer. „Die Freizeitanlage am Steinberger See ist mein Baby, deswegen bleibe ich dem Unternehmen natürlich emotional verbunden“, sagt Kappenberger am Telefon und ist sich zeitgleich sicher, dass die bisher eingeschlagene Ausrichtung von Kugel- und Ferienhaus-Areal nahtlos weitergehen wird.

Tom Zeller übernimmt das Ruder und steht an der Spitze des gesamten Komplexes

Denn sein guter Freund und Geschäftspartner Tom Zeller, seines Zeichens Geschäftsführer der Chalet Resort Seenland GmbH und seitEröffnung der Ferienhaussiedlung mit derzeit insgesamt 17 Chaletsim Frühjahr 2022 vor allem für diese verantwortlich, wird künftig an der Spitze des gesamten Komplexes stehen. „Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Herr Tom Zeller wieder als Geschäftsführer der inMotion Park Seenland GmbH zurückkehren wird. Er wird sich weiterhin für den Ausbau des naturnahen Freizeitparks und dessen Transformation zu einem nachhaltigen Resort einsetzen“, heißt es seitens der inMotion Park Seenland GmbH.

Für Zeller bringt Kappenbergers Ausscheiden natürlich einen gewissen Mehraufwand mit sich, doch neu ist diese Tätigkeit für ihn keineswegs. Denn auch wenn Kugelareal und Ferienhaussiedlung auf dem Papier geschäftlich getrennt sind, gehen die jeweiligen Aufgabenbereiche nahtlos ineinander über. „Ich habe den Betrieb von Erlebnisholzkugel und Kugelwirtschaft eh schon operativ mit begleitet, somit traue ich mir das auch zu, dass ich nun die Verantwortung über das gesamte Areal habe“, so Zeller.

Zeller und Kappenberger bleiben weiter Freunde, sagen sie

Dass sein langjähriger Geschäftspartner nun der Freizeitanlage den Rücken kehrt, kommt für ihn indes nicht überraschend. „Wir haben ja jeden Tag Kontakt, sind seit 2015 fast wie ein Ehepaar“, scherzt Zeller, der ohnehin schon seit längerem den Trend beobachte, dass sich Menschen aus seinem persönlichen Umfeld noch einmal beruflich oder privat verändern möchten. „Viele Menschen denken derzeit einfach neu, da haben Corona und der Ukraine-Krieg bestimmt auch ihren Teil dazu beigetragen“, mutmaßt er. Somit habe er für Kappenbergers Schritt auch Verständnis. „Ich nehme ihm das nicht übel. Wir bleiben weiterhin Freunde und regelmäßig in Kontakt“, sagt Zeller.

Wird es einen internen Nachfolger geben?

Auch am derzeitigen Betrieb sowie den bereits geplanten Projekten, wie der Errichtung von acht weiteren Chalets, soll sich nichts ändern. „Ich schaffe das“, sagt Zeller selbstsicher, denkt aber mittelfristig auch über einen neuen Geschäftspartner nach – vielleicht sogar aus den eigenen Reihen. „Wir haben durchaus Mitarbeiter in unserem Team, die ein großes Potenzial haben“, sagt er.