Vorbereitungen für das Freizeitbad in Cham laufen auf Hochtouren – Öffnung verschiebt sich

Jährlich ist das Freizeitbad in Cham ein Magnet mit mehr als 70.000 Badegästen. Die können sich dort im Schwimmer-, Spring-, oder Wellenbecken austoben. Doch bevor die Saison beginnen kann, muss alle Jahre wieder einiges erledigt werden.
Dass es an diesem Vormittag im April regnet, ist auch außerhalb des Freibad-Betriebs nicht allzu gut. „Eigentlich bräuchte man zwei Wochen ohne Regen. Das war die vergangenen Wochen ganz gut, als es schön war, aber jetzt im Finale der ganzen Arbeiten ist es wieder blöd“, sagt Andreas Vogt, Meister für Bäderbetriebe im Chamer Freizeit- und Hallenbad, bei einem Rundgang durch die städtische Einrichtung in der Badstraße 4.
Denn im Wellenbecken müssten so manche Fugen neu gemacht werden, weil sie durch den Frost im Winter aufgeplatzt sind. Damit das Silikon gut trocknen kann, wäre schönes Wetter ohne Regen besser. „Jetzt müssen wir halt mit dem Bunsenbrenner nachhelfen“, sagt Vogt.
Jährliche Wartungen nach dem Winter
Arbeiten wie das Erneuern von Fliesen oder Fugen seien jährliche Wartungen nach dem Winter. Die Durchschreitebecken habe man deswegen nun durchgängig betoniert, weil das laut Vogt „pflegeleichter“ ist.
Bis alleine das Wellenbecken komplett sauber ist, dauere es etwa eine Woche. Zumindest bei diesen Arbeiten sei der Regen hilfreich, weil er die Reinigungsmittel besser verteilen würde. Wohingegen diese bei Sonnenschein eher vertrocknen würden.
Zudem müssten unter anderem noch das Schwimmerbecken sowie die Umkleiden und Barfuß-Bereiche gereinigt werden, bis man sie mit Wasser auffüllt und es endlich wieder mit dem Badespaß unter dem freien Himmel der Kreisstadt losgehen kann.
Mithilfe des Gerüsts, das das Gebäude des Freizeitbads im Moment von außen umrahmt, werden das Blechdach erneuert und eine Photovoltaikanlage angebracht, sagt Vogt.
Unterstützung für Motoren der Wellenmaschine
Diese unterstütze die Motoren für die Wellenmaschine. „Bis die anlaufen, brauchen sie total viel Strom. Danach aber nicht mehr. Die PV-Anlage soll das Anlaufen auffangen – und alles, was man sonst noch so verbraucht“, sagt er. Das könnten beispielsweise der Strom für den Kiosk oder für die Beleuchtungen sein.
Die Arbeiten für die neue Freibadsaison beginnen nach Aussage von Vogt an dem Tag, an dem das Freizeitbad über die Wintermonate geschlossen wird. „Und so läuft das auch parallel im Hallenbad.“ Das Ganze dauere dann auch den ganzen Winter – oder beim Hallenbad eben den ganzen Sommer – über an.
Ursprünglich habe man geplant, das Freibad am 9. Mai, also an Christi Himmelfahrt, zu öffnen. Doch aufgrund der Wettersituation sowie der noch anstehenden Arbeiten peilen Andreas Vogt und sein Team für den Saisonstart nun den 18.Mai an.
Die vergangene Saison sei „nicht schlecht“ gewesen, obwohl vor allem anfangs und auch im August das Wetter teilweise nicht so gut war. „Die heiße Endphase hat’s rausgerissen“, so Vogt. Der Wert von mehr als 70.000 Gästen sei für das Chamer Freizeitbad normal. „Mal schauen wie’s heuer wird.“
Informationen für Besucher
Öffnungszeiten: Das Chamer Freizeitbad öffnet voraussichtlich am 18. Mai und hat täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Um 19 Uhr ist Kassen- sowie Einlassstopp.
Preise: Erwachsene zahlen vier Euro für die Tageskarte. Mit Feierabendtarif ab 17 Uhr zahlen sie drei Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen drei Euro für die Tageskarte und ab 17 Uhr 2,20 Euro. Familien zahlen zehn Euro für die Tageskarte und ab 17 Uhr sieben Euro.
Ermäßigt: Es gibt Vergünstigungen für schwerbehinderte Erwachsene, Schüler, Studenten, Personen die einen Bundesfreiwilligendienst oder ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren und für Inhaber der Sozialcard. Für Kinder unter sechs Jahren sowie für schwerbehinderte Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (gegen Ausweis) ist der Eintritt frei.
Weitere Tarife: Es gibt auch Zehner-, Saison-, oder Kombikarten und Gruppentarife. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Stadt Cham unter der Kategorie „Bäder & Wellness“.

