Von Mutterwitz bis Abschiedsschmerz – Fünf Tipps zu „Regensburg liest ein Buch“

Lesungen, Filme, Vorträge, Theater oder Ausstellungen – Das Projekt „Regensburg liest ein Buch“ hat viele Facetten. Fünf Tipps geben einen Einblick in die Veranstaltungen rund um das Buch Titos Brille von Adriana Altaras.
Generationen – Ausstellung in der Stadtbücherei
Im Buch „Titos Brille“ von Adriana Altaras wird deutlich: Jeder von uns wählt Geschichten aus, um das eigene Leben zu beschreiben. Manches lassen wir weg, verändern es zu unserem Vorteil. Dieses Familien-Narrativ beeinflusst auch das Leben unserer Nachkommen und bringt sie zum Staunen oder Zweifeln. Die Stadtbücherei greift dieses Spannungsfeld auf und veranstaltet unter dem Stichwort „Generationen“ einen Fotowettbewerb. Die eingereichten Beiträge sind bis 16. März in der Stadtbücherei am Haidplatz zu sehen. Die Besucher können für ihr liebstes Bild abstimmen. Die Fotografie mit den meisten Stimmen gewinnt den Publikumspreis: Eine eigene Ausstellung in der Lesehalle der Stadtbücherei. Der Gewinner wird bei der Finissage am 14. März um 19.30 Uhr bekannt gegeben.
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Kenne ich dich? – Lesung in der Volkshochschule
Die vier Autoren Gerda Stauner, Lisa Pensenstadler, Rolf Stemmle und Theresa Klinz lesen Texte über die Wahrheit und das Geheimnis eines Menschen. Darin werden Fragen angesprochen wie: Warum gibt es Geheimnisse? Wie verändert eine winzige Information das Bild eines Menschen? Was entwickeln sich Schuld- und Schamgefühlen im Schweigen? Sind Geheimnisse etwas Gutes? Und sind sie tatsächlich so besonders, wie wir meinen? Aufhänger ist das Buch „Titos Brille“, denn die Autorin vergöttert ihren Vater, einen charmanten und eloquenten Mann. Nach seinem Tod erfährt sie von seinen diversen Liebschaften, die teils in einem Doppelleben mit gemeinsamen Häusern und Kindern endeten. Die Lesung in der Volkshochschule im Thon-Dittmer-Palais (Raum 219) findet morgen statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Anmeldung per E-Mail an veranstaltungen.stadtbuecherei@regensburg.de.
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Adieu Elternhaus – Vortrag von Christina Erdmann
Das Elternhaus auflösen. Wo fange ich bloß an? Was kann weg, was darf bleiben? Und: Wie soll ich das nur schaffen? Diese und viele andere Fragen beschäftigen fast alle, die die Wohnung oder das Haus der Eltern, der Mutter oder des Vaters auflösen müssen. Was darf ich überhaupt? Was tue ich, wenn ich mit Geschwistern in Streit gerate? Was, wenn ich auf böse Überraschungen stoße? Und wie gehe ich mit meinen Gefühlen um? Die Autorin Christina Erdmann beschreibt zwölf zentrale Schritte, mit denen Betroffene das Auflösen des Elternhauses umsichtig und ohne Stress bewältigen. Ihr Buch mit Handlungsempfehlungen, Checklisten und psychologische Tipps stellt sie am Donnerstag, 7. März, bei Bücher Pustet (Gesandtenstraße) vor. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Karten zum Preis von zwölf Euro (ermäßigt neun Euro) sind in der Bundhandlung beziehungsweise über regensburg@pustet.de erhältlich.
Im Tohuwabohu – Lesung in der jüdischen Gemeinde
Leidenschaftlich, mitreißend und witzig erzählt Adriana Altaras in „Doitscha – eine jüdische Mutter packt aus“ mitten aus dem jüdischen Leben heute in Deutschland. Vom Jüngsten, der lieber „Germany`s next Topmodel“ sähe, als zuzuschauen, wie sich seine Mutter in Talkshows über die Beschneidung und die „schönen Schmocks“ ihrer Söhne auslässt. Von tragikomischen Identitäts- und Religionskonflikten, die sich an einer rissigen Salatschüssel entzünden, von unkonventionellen Gedenkreden, vom Erben und Vererben. Und nicht nur das: Die ganze Familie kommt zu Wort, das ganze Tohuwabohu. Katharina Solzbacher (Ensemblemitglied des Theaters Regensburg liest am 11. März in der jüdischen Gemeinde (Am Brixener Hof) aus „Doitscha“. Die Autorin ist anwesend. Beginn ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter info@jg-regensburg.de oder (0941) 57093.
Mein Führer – Hitlerparodie im Ostentor Kino
Die letzten Tage im Führer-Hauptquartier: Um den stimmlich und gesundheitlich angeschlagenen Hitler für eine seiner letzten Brandreden auf Vordermann zu bringen, wird ein jüdischer Theaterdirektor vom KZ Sachsenhausen in die Reichskanzlei verfrachtet, um seinem ehemaligen Schüler, den er schon vor der „Machtergreifung“ betreute, erneut charismatische Flötentöne beizubringen. Das Ostentor Kino zeigt die Hitlerparodie am 17. März um 16.30 Uhr. Adriana Altaras spielt eine der Hauptrollen.