Überraschung: Bei der Polizeiinspektion Furth im Wald dreht sich das Personalkarussell

Von Alexander Frimberger · 20. Februar 2024 um 17:00

Johann Schächtl, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Furth im Wald, geht bekanntlich in Ruhestand. Doch das ist nicht die einzige Personalie, die in den kommenden Wochen bei der Further Polizei ansteht.

Mit seinem 60. Geburtstag endet für den Ersten Polizeihauptkommissar nach 43 Jahren der Dienst als Staatsbeamter. PI-Leiter Sven Buhl freute sich beim Abschlussgespräch mit unserer Zeitung für seinen Stellvertreter, dass der in den wohlverdienten Ruhestand gehen kann. „Aber wir verlieren einen verdienten Mitarbeiter und hervorragenden Kollegen. Für die Zukunft wünsche ich ihm vor allem Gesundheit.“

Ein Wechsel steht an

Wie jetzt bekannt wurde, ist Buhl die zweite Personalie, die in den kommenden Tagen ansteht. Corinna Wild, Pressesprecherin im Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg, bestätigt, dass der derzeitige Leiter der PI Furth im Wald in die Domstadt wechselt. Allerdings muss das nicht für immer sein. Sven Buhl sagt, er wird nach Regensburg abgeordnet. Das ist in der Beamtenfachsprache zunächst einmal eine befristete Maßnahme, die allerdings auch zum dauerhaften Wechsel führen kann. Buhl wird beim Polizeipräsidium in das Sachgebiet E2 wechseln. Das ist die Abteilung Einsatz. Dort ist er für „Ordnungsschutzaufgaben Verkehr“ zuständig. Sein Posten bei der PI Furth im Wald wird zunächst einmal nicht neu besetzt.

Anders verhält es sich Johann Schächtl. Der stellvertretende Leiter der PI quittiert Ende des Monats Februar den Dienst, heißt, er geht in den Ruhestand. Im Alter von damals 16 Jahren hat er ein Praktikum bei der PI Cham begonnen, fünf Monate später begann er seine Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei Eichstätt , war dort vier Jahre, wechselte dann an den Tegernsee zur Grenzpolizei Kreuth am Achenpass.

Um 1986 ging er nach Regensburg und war dort bis ins Jahr 1992 tätig. In dieser Zeit wechselte die Abteilung Landesfernmeldezug von München nach Regensburg. Hintergrund waren die Großdemonstrationen in Wackersdorf. Auch dort war er ein halbes Jahr im Führungsstab als Funksprecher tätig. Im Gespräch mit unserer Zeitung verriet er, dass damals sein ganzer Freundeskreis aus Atomkraftgegnern bestand. „Nicht einfach, sich dauernd rechtfertigen zu müssen.“

Es folgte eine zweijährige Aufstiegsfortbildung in den gehobenen Polizeidienst, ehe er 1994 erstmals in Furth Dienst tat, zunächst bei der Grenz-Kriminalpolizei. 1999 gab es noch mal einen Abstecher ins Polizeipräsidium Regensburg, ehe er 16 Jahre Dienstgruppenleiter in Furth war. Am 1. Januar 2020 wurde Johann Schächtl Leiter der Grenzpolizei Furth im Wald, und seit 1. Juni 2021 hat er seine heutige Position inne.

Nachfolger aus Bad Kötzting

Die übernimmt jetzt Polizeihauptkommissar Josef Weindl, der im Jahr 1995 seinen Dienst antrat und ab 2019 stv. Leiter in der PI Bad Kötzting tätig war. 2020 wechselte er für eine Weiterbildung zur Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. 2021 kehrte er auf seinen Posten bei der PI Bad Kötzting zurück.

Josef Weindl fährt jetzt nach Furth im Wald an seinen neuen Arbeitsplatz. Foto: Archiv Christina Hainzinger-Feigl
Leiter Sven Buhl – hier bei der MZ-Gala 2021 – wird Furth im Wald verlassen. Foto: Lex/Archiv