Rund 30000 Zuschauer kamen zur Rötzer Fasenacht – Lob von Polizei und Rettungsdienst

Schon 2020 war es eine sensationelle Besucherzahl gewesen: Rund 25000 Menschen aus allen Himmelsrichtungen wollten damals bei der Althistorischen Rötzer Fasenacht den größten Faschingszug der Region sehen. Diese Zahl wurde jetzt noch einmal getoppt.
Diesmal gab es im Gegensatz zu den vergangenen Jahren keine offizielle Zahl von Seiten der Polizei, informierte Fasenachts-Präsident Frank Gazinski beim traditionellen Aschermittwochstreffen des Faschingskomitees. Bei einer gemeinsamen Schätzung war man zu dem Ergebnis gekommen, dass es „massiv mehr“ Zuschauer gewesen seien als vor vier Jahren, die Tendenz liege wohl gut zwischen 25000 und 30000 Besuchern und bewege sich tatsächlich Richtung 30000. Wohl auch aufgrund des traumhaften Wetters waren viele auch nach dem Faschingsumzug und dem Ausspielen zur Party auf dem Marktplatz geblieben.
Nichts zu beanstanden
Angesichts dieser Größenordnung ist das Lob von Polizei und Rettungskräften umso gewichtiger: „Man kann es kurz halten“, so ein Sprecher der zuständigen Polizeistation Waldmünchen: Alles sei störungsfrei verlaufen, alle hätten sich vorbildlich verhalten. Weder Trunkenheitsfahrten noch Körperverletzungen habe man festgestellt, auch bei den Themen der Wagen habe es nichts zu beanstanden gegeben. „Auch aus polizeilicher Sicht eine sehr gelungene Veranstaltung.“
Die gleiche Information habe er vom Malteser Hilfsdienst Rötz bekommen, so Gazinski. Insgesamt habe es während des Faschingszuges acht Einsätze gegeben und während der anschließenden Party neun, wobei es sich um keine gravierenden Vorfälle gehandelt habe. „Bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung ist das ein Dankeschön und ein Lob wert“, so der Fasenachts-Präsident, „nicht nur an Polizei und Rettungsdienste, sondern auch an alle disziplinierten Teilnehmer.“
Aufräumen nach der Party
Malteser aus der ganzen Diözese und das BRK Neunburg unterstützten den MHD Rötz im Sanitätsdienst, die Gliederung Cham und SEG Betreuung versorgte Rettungsdienst und Sanitäter, Polizei und Feuerwehr mit Essen und Getränken – „ein tolles Zusammenspiel des Ehrenamts“, ist auf der Facebook-Seite des Malteser Hilfsdienstes im Landkreis Cham zu lesen.
Beim Faschingsumzug hatten neben den Rötzer „Waldraut und Marichen“ Wirtschafts-Staatssekretär Tobias Gotthardt, MdB Marianne Schieder, MdB Martina Englhardt-Kopf, MdL Julian Preidl, Bürgermeister Dr. Stefan Spindler, Kreisrat Ludwig Reger und Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko auf dem Wagen der Ehrengäste Platz genommen.
Der aus München gecharterte Helikopter, mit dem „Waldraut und Marichen“ eingetroffen sind, wurde von Feuerwehrkommandant Mike Dommer, der seit etwa zwei Jahren seinen Flugschein besitzt, gemeinsam mit einem Co-Pilot geflogen. Martin Hofstetter steuerte später den Promi-Wagen und machte einen kurzen Abstecher zum denkmalgeschützten, aber abbruchreifen Sodler-Haus, damit seine Fahrgäste sich einen Eindruck von dessen Baufälligkeit machen konnten. Der Staatssekretär habe ihm zugesagt, sich zu diesem Thema noch austauschen zu wollen, so Hofstetter.
Noch am Dienstagabend sorgte das Team des Stadtbauhofs dafür, dass die Durchfahrtstraßen, die bis 22 Uhr gesperrt waren, wieder befahrbar wurden. Am Aschermittwochs-Vormittag wurde dann der Marktplatz gesäubert und die Spuren der großen Party getilgt. Hauptsächlich Flaschen, im Ganzen oder in Scherben, und darunter natürlich die an Fasching obligatorischen Klopfer und Plastikbecher, wurden zusammengefegt, so Stadtbauhofleiter Klaus Dirscherl. Bei den Deckeln, die sich im Boden „festkrallen“ und sich nicht kehren lassen, ist das Aufsammeln besonders mühsam.
Beim Aschermittwochstreffen wurden, wie es Tradition ist, auch die Büchsen mit den Einnahmen der „Zädungsdandler“ geöffnet. Da so gut wie alle der 3500 Faschingszeitungen unter die Leute gebracht worden sind, konnte man bereits vor dem Geldzählen sagen: „Ihr habt einen super Job gemacht.“ Der Erlös geht wie immer an Vereine und Institutionen im Rötzer Gemeindegebiet. Gazinski schloss mit den Worten: „Es war gigantisch – und kaum noch zu toppen.“


