Das neue Lokal Tulum in Cham öffnet am Valentinstag mit Neuheiten auf der Karte

Ausgerechnet am Aschermittwoch öffnet das neue Lokal seine Pforten. „Das ist heuer aber gleichzeitig der Valentinstag“, sagt Ivana Lefebvre. Irgendwie, meint sie, sei es vielleicht Schicksal, dass das Tulum nun genau an dem Tag eröffnet, an dem vor einem Jahr auch ihr anderes Restaurant in Cham, das La Esquina, eröffnet wurde. „Jetzt kann ich künftig immer einmal gemeinsam Geburtstag feiern“, grinst die Gastronomin.
Ein paar Tage vor der großen Eröffnung zeigt ein kleiner Rundgang durchs Restaurant, dass Lefebvre den Räumen ihren ganz eigenen kreativen Stempel aufgedrückt hat. Zusammen mit dem Raumkonzept-Unternehmen Riedl aus Roding hat sie eine ganz eigene Atmosphäre geschaffen. „Vor allem hell und gemütlich sollte es werden“, sagt sie. Holzvertäfelungen mussten dafür weichen, da, wo früher der große wuchtige Thekenbereich samt Pizzaofen stand, sorgt heute eine Dekowand mit ausgewählten Objekten für besondere Ästhetik. Im Restaurant herrschen Weiß und warme Farben wie Braun und Terrakotta vor. Herzstück im unteren Gastzimmer ist eine große Tapete, die Lefebvre an Thailand erinnert hat. „Die Farben sind beruhigend.“
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Im oberen Restaurantbereich, zu dem ein paar Stufen hinaufführen, sorgen neben einer riesigen Gräserwand Lampen und Leuchten mit kleinen Äffchen für Akzente. „Das soll auch an Thailand und Mexiko erinnern; ich mag Affen, ich bin auch im chinesischen Sternzeichen Affe, das passt“, erklärt Ivana Lefebvre, die eigentlich schon Anfang Februar eröffnen wollte.
Verzögerungen beim Umbau
Probleme in der Küche und mit der Elektrik haben den Zeitplan um ein paar Wochen zurückgeworfen. „Wir mussten Rohre und Leitungen ersetzen, außerdem haben wir ein Gasleck entdeckt, das beim Auszug entstanden ist, und mussten erst wieder auffüllen.“ Dabei sitzen der Restaurantbesitzerin ihre Mitarbeiter schon seit Wochen im Nacken. „Ich bin so froh, wenn ich endlich wieder arbeiten kann“, sagt Kellnerin Jasmin, die gerade zum Helfen gekommen ist. Und auch der Koch schreibt seiner Chefin täglich, wann es endlich wieder losgeht. In der Zwischenzeit packen die Kellner des La Esquina und des früheren Baloo kräftig beim Umbau mit an. Einige sind Studierende am Campus und jobben neben dem Studium. Auf ihre Angestellten lässt Lefebvre nichts kommen. „Mein Personal ist super.“
Erst einmal will Lefebvre fast alles so belassen wie früher im Baloo. Öffnungszeiten, das Angebot – bis auf ein paar wenige Gerichte, die von der Karte gestrichen wurden, bleibt alles beim Alten. „Die meisten Sachen haben sich bewährt. Ein paar Gerichte bieten wir nicht mehr an, wir wollen Qualität, und unsere Karte ist ohnehin sehr groß.“ So groß, dass Getränke und Speisen nicht einmal auf eine gemeinsame Karte passen, sagt sie. Außerdem sei der Lagerplatz hier im roten Haus an der Scheurer-Kreuzung deutlich kleiner als vorher in der Oberen Regenstraße.
Ausbauen will Lefebvre das Frühstücksangebot, und neu ist außerdem ein ganz spezielles Getränk: „Wir haben künftig bunten Latte“, verrät die Chefin. Mit natürlichen Farbstoffen werde das Getränk eingefärbt. „Sieht toll aus und schmeckt auch“, sagt Kellnerin Jasmin, die seit über einem Jahr bei Lefebvre arbeitet. Neu im Angebot ist im Tulum außerdem Augustiner Bier. „Das ist in Cham ziemlich beliebt, habe ich festgestellt.“
Übrigens: Wer sich dauerhaft Erinnerungsstücke vom Baloo sichern will: Lefebvre plant, etliche Dekoartikel online über Kleinanzeigen zu verkaufen oder zu versteigern.
Baloo-Deko wird verkauft
„Da ist noch so viel übrig, die Räume hier sind ein bisschen kleiner, und es sollte ja auch nicht ganz genauso aussehen wie vorher.“ Erst einmal steht aber am morgigen Mittwoch die Eröffnung an. „Eröffnung am Valentinstag zeigt: das ist hier alles mit Liebe gemacht“, lacht die Gastronomin.

