500 Menschen schweigen für das Donaustaufer Krankenhaus

500 Bürger beteiligten sich am Samstag an einem Schweigemarsch vom Bürgerhaus in Donaustauf (Landkreis Regensburg) in Richtung Krankenhaus. Es sollte ein Zeichen gegen die drohende Schließung der Fachklinik sein.
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Neben vielen Betroffenen wie Patienten, Krankenschwestern, Pflegern und Ärzten beteiligten sich Politiker aller Couleur an dem Schweigemarsch, den Donaustaufs Bürgermeister Jürgen Sommer initiiert hatte.
Neben der Bundestagsabgeordneten Caroline Wagner (SPD) und Peter Aumer (CDU) gingen MdL Staatssekretär Tobias Gotthart (FW), MdL Patrick Grossmann sowie Landrätin Tanja Schweiger und viele Bürgermeister der umliegenden Gemeinden und Markträte mit auf diesen Weg. Sommer appellierte an die Verantwortlichen, die morgen über das Schicksal der Klinik und ihrer rund 280 Beschäftigen verhandeln: „Bitte lassen Sie die Klinik Donaustauf nicht im Stich“.
„Die Fachklinik muss erhalten bleiben“
MdB Wagner sähe in der drohenden Schließung „ein schlechtes Bild für die Patientenversorgung in Ostbayern gerade mit diesem speziellen Fachgebiet der Lungenheilkunde“. Deswegen sei es wichtig die Klinik hier zu erhalten. MdL Gotthart gab das klare Ziel vor: „Die Fachklinik muss erhalten bleiben“. MdL Großmann sah in dem Schweigemarsch ein Zeichen der Geschlossenheit sowohl der Gemeinde als auch der Politik. „Ich kann nur sagen: Im Hintergrund glühen die Drähte und es wird verhandelt. Ich bin vorsichtig optimistisch“.
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Landrätin Tanja Schweiger zeigte sich über den Rückhalt und die Solidarität zum Erhalt der Klinik sehr beeindruckt. Für die Verhandlungen hofft sie, dass „die Grenzen, die es jetzt gibt, noch ein wenig zusammengeschoben werden und man einen Kompromiss findet“. Sie habe das Gefühl, dass sowohl Verkäufer als auch Käufer wollen, dass es gut weiter gehe.
„Wollen auch weiterhin für die Patienten da sein“
Der Medizinischer Direktor Dr. med. Maximilian Malfertheiner richtet sich zu guter Letzt an die 500 Unterstützer: „Wir wollen auch weiterhin für die Patienten da sein und machen, was wir leisten können“: Er dankte dem Träger der Klinik, der Deutschen Rentenversicherung, die den guten Ruf der Klinik Donaustauf über Jahrzehnte hinweg mitaufgebaut habe und zu einem Zentrum hat wachsen lassen, die für so viele spezielle Patientengruppen da sei.
„Unsere große Hoffnung ist es, dass es so weiter geht und wir diese Spitzenmedizin auch weiterhin anbieten können. Und wir für unsere Patienten aus der Region da sein können“. Dafür wolle man nicht lauthals demonstrieren, sondern habe sich für den Schweigemarsch entschieden.