Bei der Hochzeitsmesse in Neustadt blühte die Liebe auf

In der Gärtnerei Guttenberger drehte sich alles um das Thema Hochzeit. Rund 180 Besucher holten sich Inspirationen für „den schönsten Tag des Lebens“ und übertrafen die Erwartungen der Organisatorinnen.
Normalerweise grünt und blüht es in den verschiedensten Farben in den Gewächshäusern der Gärtnerei Guttenberger in Neustadt. Doch an diesem Sonntagnachmittag, 21. Januar, blüht hier die Liebe. Künftige Brautpaare, Freundinnen oder ganze Familien lassen sich auf der Hochzeitsmesse inspirieren, damit „der schönste Tag im Leben“ perfekt wird.
Unter ihnen ist Rosemarie Huber. Ihr Freund hat am 25. November um ihre Hand angehalten. „Zufällig am Hochzeitstag meiner Eltern“, erzählt die Kelheimerin begeistert. Die sind mittlerweile seit mehr als 30 Jahren verheiratet. Kalt sei es damals gewesen, aber wunderschön, erinnert sich Mama Rosa Huber an ihren großen Tag. Sie gibt ihrer Tochter den Tipp, sich bei den Vorbereitungen helfen zu lassen.
Band gibt Kostprobe
Doch noch hat Rosemarie Huber Zeit. 2025 soll das große Fest sein. „Ich möchte mich entspannt umschauen“, sagt sie und hat zur Unterstützung auch ihre beiden Trauzeugen, Schwester Karoline und Bruder Franz, mitgebracht. Ihr gefällt an der Hochzeitsmesse, dass sie keine Großveranstaltung, sondern klein und übersichtlich ist.
18 Aussteller haben ihre Stände in den Gewächshäusern aufgebaut. Die künftigen Brautpaare können sich hier über eine Feuershow genauso informieren wie über Dekoration, Brautkerze oder Brautstrauß. Während eine A-cappella-Band gerade eine Kostprobe ihres Könnens gibt, unterhalten sich Katharina Schels und Andreas Kopfmüller aus Ihrlerstein mit Fotografin Mirjam Landfried. 2025 wollen die beiden heiraten. Für 2024 sei sie so gut wie ausgebucht, 2025 gebe es wieder freie Termine, sagt Landfried. Gerade explodiere förmlich ihr Postfach mit Anfragen. „Man merkt Weihnachten und Silvester“, sagt sie. Gerade in dieser Zeit würden viele Anträge gemacht.
Brautmodenschau als Höhepunkt
Am 28. September wollen Maria Westermeier und Markus Loidl aus Sandharlanden zueinander „Ja“ sagen. Sie stehen am Stand von Corina Marré und bestaunen Brautkleider. Sie wollen auf der Hochzeitsmesse Eindrücke sammeln, sagen die beiden. Und auch wenn sie gerade traditionelle Brautkleider betrachten, steht für sie fest: „Wir heiraten in Tracht.“
Die Hochzeitsdirndl können sie bei einer der Modenschauen bestaunen, dem Höhepunkt der Veranstaltung. Inzwischen ist vor dem Laufsteg kaum noch ein Durchkommen. 15 ehemaligen Bräute präsentieren noch einmal ihre Hochzeitskleider. Maria Wittmann und Rosemarie Toth haben sich einen Platz mit guter Sicht auf die Models gesichert. Die beiden Neustädterinnen sind beide jeweils seit mehr als 40 Jahren verheiratet. Auch sie haben Tipps für die künftigen Brautpaare parat. „Nur nicht stressen lassen“, sagt Toth und Witmann ergänzt, dass es jeder so machen müsse, wie es für ihn am besten passe.
Rund 180 Besucher bei der Hochzeitsmesse
Das gilt auch bei der Wahl der Hochzeitstorte. Trends hin oder her, man sollte bestellen, was einem am besten gefällt und natürlich schmeckt, sagt Anja Biebl, die an ihrem Stand verschiedene Tortenkreationen und Pralinen präsentiert. Aktuell im Trend seien Torten mit Wischtechnik: Hierfür würden Farben gewählt, die sich auch in der Dekoration oder im Brautstrauß wiederfänden. Im Kommen seien auch Acrylbehälter, die bei mehrstöckigen Torten eine Etage ersetzen. „Diese kann man dann mit Blumen oder etwas Süßem füllen“, erklärt sie. Die meisten Paare wollen auf Nummer sicher gehen und bestellen bei ihr die Torte ein halbes bis ein Jahr vor der Hochzeit.
Erwartungen der Organisatorinnen übertroffen
Am Ende des Tages waren es rund 180 Besucher, die sich auf der Hochzeitsmesse informierten. „Es war super. Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, sagt Julia Guttenberger, die mit Corina Marré und Susanne Frühauf die Messe organisiert hatte. Es seien tolle Gespräche geführt worden und auch von den Ausstellern habe sie positive Rückmeldungen bekommen. Viele hätten auch nach dem Termin 2025 gefragt. „Der steht noch nicht fest“, sagt Guttenberger. Aber sie könne sich sehr gut wieder einen Termin im Januar vorstellen.




