Einladung zur Fasenacht an Waltraud und Mariechen und die Altneihauser Feierwehrkapell‘n

Von Stefanie Bauer · 11. Januar 2024 um 13:00

„Unsere Einladung für Faschingsdienstag steht...“ Das Faschingskomitee „Immer dieselben“ um dessen Präsident Frank Gazinski hat es nicht vergessen.

Vor zwei Jahren hatten Volker Heißmann und Martin Rassau bei ihrem Auftritt in der BR-Sendung „Fastnacht in Franken“ die steile These aufgestellt, dass die Stadt Rötz nur schön sei, wenn es dunkel ist.

Die fränkischen Comedians, unter anderem bekannt als Waltraud und Mariechen, waren für die abwesende Altneihauser Feierwehrkapell‘n eingesprungen. Rötz war nicht die einzige Oberpfälzer Ortschaft, die das Fürther Duo auf die Schippe nahm – bei den „schönsten Ortsnamen“ der Oberpfalz fiel der Name „Rötz“ als Erstes. Die beiden Franken dankten den Oberpfälzern – und zwar für all die schönen Städte, Orte und Gemeinden wie Rötz, Gleiritsch, Pirk, Poppenricht und Weiden sowie Theisseil, Etzenricht und Ursensollen. Dort sei es doch „ned schee“, funkte Heißmann mit fragendem Blick dazwischen. „Wenn‘s dunkel is schon“, entgegnete Rassau.

Einladung aus Rötz an die Franken

Doch nicht nur in Franken weiß man mit einem Augenzwinkern Fasching zu feiern. Mit Rötz hatten die Comedians sich nämlich ausgerechnet eine Stadt ausgesucht, die mit der Althistorischen Rötzer Fasenacht eine echte Faschingshochburg im Landkreis Cham ist. Deshalb hatte die humorvolle Retourkutsche an die Franken vor zwei Jahren auch nicht lange auf sich warten lassen: In einem Video wandte sich der Präsident des Rötzer Faschingskomitees an die lästernden Franken. „Rötz hat auch an hellen Tagen so viel Schönes anzubieten, davon ihr träumt in fränkischen Gebieten“, ließ Gazinski Heißmann und Rassau wissen. „Ein Berg, ein Fluss und einen See: Alloi d‘Natur macht Rötz scho‘ schee“, dazu „a kloane Brauerei mit dem besten Hellen, Rauch- und Zoiglbier kinnan se do hint o‘stellen“, das ist für die Rötzer glasklar. Erwähnt wurde natürlich nicht zuletzt die Althistorische Rötzer Fasenacht, verbunden mit einer Einladung: „Gerne laden wir euch, Waltraud und Mariechen, ein, beim nächsten Mal, 2024, dabei zu sein“, und verbunden mit dem Angebot einer Annonce der Franken in der Rötzer Faschingszeitung, „touristisch eine Riesen-Chance für (fränkische) Orte, die noch ganz unbekannten“.

Das Video des Rötzer Fasenachts-Präsidenten hatte es damals sogar auf die Facebook-Seite von Heißmann und Rassau geschafft: Mit den Worten „Das ist sehr nett von Euch! Vielen Dank nach Rötz!“, bedankten sich Waltraud und Mariechen für die Einladung. Und auch an die Altneihauser Feierwehrkapell‘n war eine Einladung gegangen: „Sollten sich Heißmann und Rassau drücken, laden wir Euch gerne ein, uns als Waltraud und Mariechen zu verzücken!“, grad umgekehrt also wie bei der Fastnacht in Franken.

Fasenachts-Vorbereitungen laufen in Rötz

„Kommandant“ Norbert Neugirg hatte umgehend geantwortet, mit einem Dank für die gereimte Salve in Sachen Fastnacht in Franken. Rötz sei nun dank eines „fränkischen Brandschutt-Quintetts“ in aller Munde. „Wappnen Sie sich schon mal für einen Touristen-Tsunami!“

Im Zuge der Fasenachts-Vorbereitungen aktualisierte Gazinski nun seine Video-Einladung an Heißmann und Rassau, versandte sie auch per E-Mail und wartet nun gespannt auf Antwort. Auch wenn er – gerade bei einem Termin zur Faschingszeit – die Chancen nicht allzu hoch einschätzt, dass einer der Comedians die Reise nach Rötz antreten wird: Egal, ob Waltraud und Mariechen oder die Altneihauser Feierwehrkapell‘n, verkleidet als ebendiese beiden Damen – das wäre für die Franken als auch die Windischeschenbacher die Gelegenheit, sich zu überzeugen, wie schön es auch am helllichten Tage in Rötz ist.