Facebook-Gruppe „Regensburger damals“: Auch der Kulturreferent ist ein Fan

Über 9000 Mitglieder zählt die Facebook-Gruppe „Regensburger damals“. Auch der Kulturreferent ist dabei.
Zeitfresser, Deppenmagnet, Verblödungsportal – diese und viele negative Beinamen mehr begleiten Facebook seit jeher. Dass das soziale Netzwerk aber auch zahlreiche positive Aspekte haben kann, steht außer Zweifel. Die Plattform „Regensburger damals“ mit ihren aktuell 9250 Mitgliedern ist ein Musterbeispiel dafür.
Seit nunmehr 13 Jahren bietet diese Facebook-Gruppe eine einzigartige Mischung aus Wissensvermittlung, Erfahrungs- und Erinnerungsaustausch und Flucht aus dem Alltag mittels des unerschöpflichen Themas Regensburg. Am vergangenen Samstag fand das letzte Gruppentreffen dieses Jahres statt – mit reichlich Andrang. 53 Teilnehmer hatten sich in der Gaststätte Herrmann in Ziegetsdorf eingefunden und bewiesen an diesem netten und kurzweiligen Abend, dass die virtuelle Gemeinschaft auch zu ganz traditionellen Wirtshausbesuchen führen kann.
Bei der Begrüßung konnte Bernd Edtmaier, einer der Administratoren der Gruppe, einen besonderen Gast willkommen heißen: den Regensburger Kulturreferenten Wolfgang Dersch. Er ist seit Jahren Mitglied dieser Gruppe und outete sich in einer kurzen Wortmeldung als Fan von „Regensburger damals".
Kein Wunder, denn diese Community hat durchaus einen kulturellen Wert. Schon das Gruppenthema „Regensburger Geschichte und Geschichten über Regensburger“ beschreibt den Anspruch: Hier treffen sich Liebhaber dieser Stadt und tauschen sich fundiert über sie aus. Diese Kompetenz führt immer wieder zu „handfesten“ Produkten. Am Samstag zum Beispiel machten die 2024er-Kalender von Edtmaier und Nikolas Lustig sowie ein brandneues Buch die Runde.
Dieses heißt „Dechbetten, Ziegetsdorf und Königswiesen“, einer der beiden Autoren ist Fritz Rehbach, der Co-Administrator von „Regensburger damals“. Dazu passend lieferte Marieluise Lindner noch eine Hommage an das Haus Herrmann, das nicht nur eine Institution in Ziegetsdorf ist, sondern auch als Heimat für die Treffen der Gruppe dient. Bis 23 Uhr dauerte dieses Mal der Austausch über die Stadt sowie Gott und die Welt. Das nächste Treffen der Mitglieder von „Regensburger damals“ ist für Februar 2024 vorgesehen.