Ratschen, essen, trinken, zammhocken, amüsieren: Das Retza Café hält, was es verspricht

Das Retza Café hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer „Rötzer Institution“ entwickelt. Seit der Eröffnung an Ostern hat es 39 Öffnungstage hinter sich.
Viele Rötzer und auch Gäste außerhalb der Gemeinde unterschiedlichen Alters besuchen gerne das ehrenamtlich geführte Generationencafé in der Sporthalle.
Die Verantwortlichen haben es in kurzer Zeit geschafft, einen lockeren und generationenübergreifenden Treffpunkt einzurichten. Selbst die Helfer des Cafés wurden überrascht vom Erfolg dieser Einrichtung, für die die Stadt Rötz die Trägerschaft übernommen hat.
Die gastronomische Leiterin Rike Heringhaus-Barth, dritter Bürgermeister Karl Heinz Hofmann und Stadtrat Markus Dirscherl freuen sich über die Entwicklung des sozialen Projekts. Schon die beiden Eröffnungstage am Ostersonntag und Ostermontag versprachen eine positive Entwicklung, die dann tatsächlich eintrat.
Fleißige Helfer und Bäcker
Ein ehrenamtlicher Helferkreis aus unterschiedlichen Altersgruppen – von 17 Jahren bis zum Rentenalter – schultert den Dienst im Café, die anfallende Arbeit und die Vorbereitungen. Die Kuchenbäckerinnen sorgen für den abwechslungsreichen kulinarischen Genuss. Viel Arbeit – immerhin öffnet das Retza Café jeden Freitagnachmittag und jeden ersten Sonntag im Monat.
Rike Heringhaus-Barth hatte schon lange den Traum, ein solches Projekt in Rötz zu unterstützen. Sie war es auch, die vor zwei Jahren in einer öffentlichen Informationsveranstaltung aufstand und sich für die Leitung bewarb. Heute ist sie IHK geschult und inzwischen als verantwortliche Wirtin eingetragen – gut, dass sie schon früher als Gastronomin gearbeitet hat.
Ob in der Termintafel der Zeitung genannt oder in sozialen Medien beworben, heißt es: „Das Generationencafé lädt jeweils ab 14 Uhr zum Besuchen, Genießen und zum Austausch bei Kaffee, Kuchen und Getränken ein“, gemäß dem Motto des Retza Café-Logos. Die fünf Anfangsbuchstaben des Wortes „Retza“ gibt das Ziel und Motto des Cafés wieder: ratschen, essen, trinken, zammhocken und amüsieren.
Idyllische Terrasse genutzt
Das Jahr 2023 hat sich als Glücksfall herausgestellt, denn fast an allen Freitagen konnte dank der guten Witterung die idyllische Terrasse genutzt werden, was bei den Gästen besonders gut ankam.
Johanna besucht mit ihrer Mutter Julia Häusler regelmäßig vor den Trainingsstunden des Skiclubs das Café und genießt den leckerem Kuchen. Fragt man sie nach ihrem Lieblingsgebäck, muss die junge Turnerin nicht lange überlegen: „Die Käsesahne ist super“. So halten es inzwischen auch einige Mütter, die die Sportstunde ihrer Kinder mit einem Latte Macchiato und Kuchen überbrücken.
Auch die Familie Bernadette und Bernhard Gabler mit ihren Töchtern Magdalena und Johanna genießt das Angebot und das Flair des Cafés in der Rötzer Sporthalle. Die Kinder freut es zusätzlich, denn für sie stehen viele Spielsachen bereit.
„Wenn wir einen guten Kuchen kriegen, ist alles in bester Ordnung“, sagt Sieglinde Frank, die mit ihrem Ehemann Walter sowie mit Tochter und Schwiegersohn ins Café gekommen ist. Das Ehepaar Frank gehört schon zu den Stammgästen, da sie fast jeden Freitag kommen, um mit anderen Leuten zusammensitzen und sich zu unterhalten. Sie sind es auch, die als erste von der KAB einen Gutschein für das Generationencafé aufgrund ihrer langjährigen Mitgliedschaft geschenkt bekamen.
Maria Lembach und Hans Fuchs gehören ebenso zu den regelmäßigen Stammgästen. Sie loben diese Einrichtung und sagen, dass es für sie selbstverständlich ist, das Angebot zu nutzen, zur eigenen Freude, aber auch als Bestätigung und Dank für die Mitarbeiter, die ihre Freizeit dafür opfern. Vor allem freitags genießen beide Kaffee und Kuchen und danach trinkt Hans sein alkoholfreies Weißbier, Maria eine Johannisbeerschorle. „Uns gefällt es spitze, sonst gingen wir nicht her“, sagen Monika Graupner und Peter Gerl mit Begeisterung. Monika wohnt seit über 30 Jahren in Rötz, ihr Partner Peter ist erst kürzlich zugezogen.
Die beiden genießen oft die Atmosphäre im Café, den guten Kaffee und die Kuchen. Sie freuen sich immer wieder, mit anderen Menschen am Tisch angeregt zu „ratschen“, wie es eben das Café-Motto beschreibt. Wie viele Gäste ließ es sich auch Bürgermeister Stefan Spindler nicht nehmen, am Sonntag beim Weißwurst-Frühschoppen und auch noch am Nachmittag vorbeizuschauen. Er freut sich, dass mit dem Café das gastronomische Angebot in Rötz erweitert und ein Treffpunkt für Jung und Alt geschaffen werden konnte.
Besonders hob er das ehrenamtliche Engagement aller Helferinnen und Helfer hervor. Er hoffe, so Spindler, dass durch ihren Einsatz das Café noch lange aufrechterhalten werden kann.
Gleichzeitig sicherte er auch weiterhin die Unterstützung der Stadt bei diesem generationenübergreifenden Projekt zu.
wkh/wmd
Wer möchte das Projekt unterstützen?
Kontakt: Das Retza Café würde sich über weitere Helfer freuen. Je mehr Ehrenamtliche mitarbeiten, desto besser könnten Arbeit und Dienste auf mehrere Schultern verteilt werden. Deshalb sind alle Bürger aufgerufen, sich einen Ruck zu geben und mitzuarbeiten. Kontakte sind Rike Heringhaus-Barth (Tel. 01520-1757344), Karl Heinz Hofmann (Tel. 0177-5040267) oder Markus Dirscherl (Tel. 0162/1716996). Jederzeit können auch alle Helfer dazu angesprochen werden.
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