Schüsse in der Tiefgarage – War Fluchtwagen in Regensburg voll Drogen?

Floh ein Mann aus dem Landkreis vor der Polizei, weil er den BMW voller Drogen hatte? Diesem Verdacht gehen Ermittler nach der Festnahme von zwei mutmaßlichen Dealern nach.
Die Regensburger Kripo hatte die 39 und 43Jahre alten Männer aus dem Landkreis Regensburg über Wochen im Visier – und griff im Oktober zu. Der Ältere ist kein Unbekannter: Zivilpolizisten schossen im Februar auf das Auto, mit dem er ihnen davon raste. Zwei Wochen später stellte er sich damals mit seinem Anwalt und der Haftbefehl wurde ausgesetzt. Nun kam er am Gefängnis nicht mehr vorbei.
14 Objekte durchsuchte die Kripo in der Stadt und im Landkreis Regensburg, in Nürnberg und im Landkreis Ansbach. Dabei fanden die Ermittler mehr als drei Kilo Haschisch und Marihuana, Heroin und Methamphetamin. So teilte es das Polizeipräsidium am Dienstag mit. Wie Sprecherin Corinna Wild bestätigte, lebten die zwei verhafteten Männer im nördlichen und im westlichen Landkreis. Die Razzia fand aber bereits Anfang Oktober statt.
Der 43-Jährige, der dabei ins Netz ging, hat nach MZ-Recherchen 15 Vorstrafen und steht unter Bewährung. Auch schon im Februar, als er in Regensburg für einen Großeinsatz sorgte: Am 28. Februar flüchtete er vor einer Kontrolle durch Zivilfahnder. Bei dem Versuch, sich im Parkhaus des Finanzamtes an der Galgenbergstraße zu verstecken, stellten sie ihn.
Als ein Beamter in der Tiefgarage an den silbernen BMW trat, gab der 43-Jährige Vollgas, rammte die Einsatzwagen und raste davon. Die Polizisten eröffneten das Feuer und schossen auf die Reifen des silbernen BMW. Auf Felgen kam er nicht mehr weit: Etwa 300 Meter weiter endete die Fahrt dann in der Franz-Meyer-Straße. Von dort flüchtete er zu Fuß weiter.
Nun kommt wohl eine weitere Anklage dazu: Gegen ihn und seinen Komplizen wird wegen Drogenhandels in nicht geringen Mengen ermittelt. Zudem stehen 21 ihrer Abnehmer aus der ganzen Region im Fokus, wie Polizeisprecherin Corinna Wild bestätigte.


