Zwei neue Clubs in der alten Dompost: Schimmerlos wird Onkel Samson, das Nox heißt Coco

Alles neu am Domplatz: Hinter der gelben Fassade des Gebäudes, in dem einmal die Dompost untergebracht war, haben sich in den vergangenen Wochen mehrere Clubbetreiber in Stellung gebracht, die die Szene ab jetzt aufmischen wollen.
Das sind einmal Kevin Freigang und Martin Lambert. Sie haben das ehemalige Schimmerlos übernommen, das erst vor wenigen Wochen seine Pforten schloss und jetzt Onkel Samson heißt. Nebenan hat Daniel Heß die Regie im ehemaligen Nox inne, das sich nun Coco nennt.
Neue Clubs in Regensburg: Am Samstag geht es los
Freigang und Lambert wollen Onkel Samson am Samstag zum ersten Mal öffnen. Und das ausnahmsweise auch gleich sehr lange: Von 20 Uhr abends bis 8 Uhr am Sonntagmorgen – nur zwischen 5 und 6 Uhr müssen sie wegen der Putzstunde kurz schließen. Am 20. Oktober geht Heß mit dem Coco zum ersten Mal an den Start. Beide Clubs sollen erst einmal freitags und samstags geöffnet haben.
Lambert und Freigang sagen, dass sie die Entscheidung, das ehemalige Schimmerlos zu übernehmen, recht kurzfristig getroffen hätten. Die Betreiber wollen den Schwerpunkt auf Techno und elektronische Musik legen. Als DJ habe er schon einige Erfahrung in der Veranstaltungsszene sammeln können, sagt Freigang. Den Club jetzt zusammen mit Lambert übernehmen zu können, sei für ihn die Erfüllung eines Traums. Deswegen auch der Name. Samson, das höre sich so ähnlich an wie „same son“ und sein neuer Geschäftspartner ähnle ihm schon ziemlich, erzählt Freigang.
Seit Wochen schuften sie und ihre Freunde in den Räumen mit einer Fläche von 160 Quadratmetern, in denen bis zu 340 Menschen feiern können. Neben der fluoreszierenden Wanddekoration aus der Spraydose dürfte den Gästen im Club vor allem das massive DJ-Pult ins Auge stechen, das die Betreiber aus 2,8 Tonnen Stahlbeton gießen ließen. Ansonsten haben die beiden die Wände getüncht und die Beleuchtung erneuert.
Auch nebenan tut sich etwas. Augenfälligste Veränderung ist die riesige, glitzernde Diskokugel, auf die Heß so stolz ist. Er bezeichnet sich als Creator und stammt aus einer Gastronomenfamilie. Was ihn am Nox gereizt hat, sei die Lage am Dom. „Das haben nur wir“, sagt er. Zudem gebe es hier keine Probleme mit den Anwohnern. Des weiteren sei es doch schade um so einen Club wie das Nox. An den Freitagabenden werde Heß seinen bis zu 500 Gästen mit Mashup einheizen, am Samstag mit Black, R'n'B und Hiphop.
Schlagzeilen vom Domplatz
Das Nox hatte im Mai 2022 Eröffnung gefeiert. Zuvor war dort der Club Helga untergebracht. Das Schimmerlos hatte 2018 an dieser Stelle Residenz bezogen und sorgte mehrfach für Schlagzeilen. 2022 rückte die Polizei mit 150 Einsatzkräften für eine Drogenrazzia an. In diesem Jahr mussten sich vier Türsteher des Clubs vor dem Schwurgericht verantworten.



