100 Gewinner: The Boss Hoss spielen Unplugged-Konzert im Velvet Room

Rockstars, die ansonsten große Arenen füllen, mal hautnah bei einem Unplugged-Konzert erleben zu können – diese seltene Gelegenheit bekamen am Freitagabend in Regensburg 100 glückliche Gewinner vom Radioprogramm „Rock Antenne“ ermöglicht.
Alec „Boss Burns“ Völkel und Sascha „Hoss Power“ Vollmer von The Boss Hoss waren im Regensburger Club Velvet Room am Petersweg zu Gast, um ihren Auftritt in der Donau-Arena am 24. September zu bewerben. Dort werden sie dann als siebenköpfige Formation auftreten und neben den großen Hits aus mittlerweile 19 Jahren Bandgeschichte Songs vom aktuellen Album „Electric Horsemen“ zum Besten geben. Dann wird auch der aus Regensburg stammende Percussionist Tobias Fischer mit dabei sein, durch den die Band eine besondere Beziehung zur Domstadt hat. „Wir haben gute Nächte hier gehabt. Ich kann mich zwar nicht an Details erinnern, aber es war gut“, sagte Sänger Alec dazu.
Publikum im Velvet Room war durchmischt
Die Boss-Hoss-Chefs, auch aus dem TV durch ihre Rolle als Juroren bei den „The Voice of Germany“-Formaten bekannt, hatten merklich Lust auf die Show. So war der Abend alles andere als ein liebloser Promotion-Auftritt. Über eine Stunde begeisterten die beiden das gemischte Publikum im Club. „Ich war sehr beeindruckt von der Stimmung und der Art und Weise, wie Alec und Sascha den Velvet Room musikalisch abgerissen haben“, freute sich Sascha Al-Mahmoud, einer der Teilhaber des im März eröffneten Clubs.
„Die Jungs haben vor einigen Jahren hier, damals war es noch die Suite 15, eine After-Show-Party gefeiert. Sie sind einfach gern in der Domstadt“, brachte Al-Mahmoud etwas Licht ins Dunkel der gemeinsamen Vergangenheit. „Ich besuche immer wieder ihre Konzerte und habe seit damals losen Kontakt gehalten.“ Für den Velvet Room als Veranstaltungsort sei es ein „gelungener Startschuss“ gewesen. „Da kommt noch was“, versprach Al-Mahmoud vielsagend.
„Jolene“ und „Don‘t gimme that“ ließen das Publikum mitsingen
Der Auftakt von The Boss Hoss hinterließ jedenfalls große Fußstapfen, denn auch als „Light-Version“ waren die beiden Musiker eine Schau und rissen das Publikum vom ersten Song an mit. Spätestens bei den Hits „Jolene“ und „Don’t Gimme That“ hatten Alec und Sascha einen hundertköpfigen Chor an der Seite. Neben dem virtuosen Gitarrenspiel von „Hoss Power“ überzeugten die beiden auch als Entertrainer: Sei es mit konsequenten Bairisch-Versuchen, dem selbstironischen Anpreisen ihres Regensburger Konzerts in Vertreter-Manier oder mit der gespielten schlechten Laune nach der übermittelten 2:0-Führung von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Heidenheim. Vollmer ist gebürtiger Heidenheimer, Völkel stammt aus Ost-Berlin.
Die begeisterten Zuschauer forderten mehrere Zugaben. Anschließend wurde im „Secret Club“ des Velvet Rooms gemeinsam die After-Show-Party begangen. Dort blieben „Boss Burns“ und „Hoss Power“ gewohnt lange – die Laune hatte sich nach dem Heidenheimer Ausgleichstreffer ohnehin nochmal verbessert.