Stadt Roding investiert viel Geld in Freibad-Sanierung und Feuerwehr-Gebäude

Über vier Stunden hat sich der Stadtrat am Donnerstag ein Bild von aktuellen Baumaßnahmen gemacht. Erster Halt war im Rodinger Freibad. Die Sanierung kostet rund 13,9 Millionen Euro und ist damit das teuerste Projekt. Die Abbrucharbeiten sind erledigt, die Konturen der Becken zeichnen sich schon ab.
In eineinhalb Wochen werden die gröbsten Arbeiten am Nichtschwimmerbecken abgeschlossen sein. Parallel wird bald das 50 Meter lange Schwimmerbecken in Angriff gekommen. Auch das neue Technikgebäude, das 50 mal zwölf Meter groß ist, nimmt Formen an. Vom Ausmaß zeigten sich einige Stadträte überrascht. Beim Sprungbecken gibt es laut Planer ein Problem mit der Betonwand, da sie sich in einem schlechten Zustand befindet. Doch auch für diesen Bereich laufen die Planungen, ein Lösung ist in Sichtweite. Das Konzept für das neue Kinderland steht.
Zwei Rutschen
Auch der Erdwall für die Rutschen ist bereits modelliert. Die 1,7 Meter hohen Fundamente für die Breitwellenrutsche sind betoniert. Wie 2. Bürgermeister Reinhold Schoierer mitteilte, sei die Halbschalenrutsche ausgeschrieben. Dafür hatte sich der Stadtrat relativ kurzfristig ausgesprochen, nach dem mehr Geld zur Verfügung stand. Darüber hinaus wird das Springerbecken mit einer Kletterwand ausgestattet.
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Änderung wird es auch beim Bestandsgebäude geben, wie Richard Fischer von den Städtischen Betrieben erläuterte. Die Toiletten bleiben im Untergeschoss, sollen aber erweitert werden, da man nach dem Umzug der Technik mehr Platz hat. Die Umkleiden sollen die Besucher künftig in der Wärmehalle finden. Ferner werden noch Optionen für eine barrierefreie Verbindung zum Obergeschoss ausgelotet. Die Fertigstellung der Freibad-Sanierung ist im August 2024 angepeilt.
Viel Geld nimmt die Stadt auch für die Feuerwehren in die Hand. Die Mitterdorfer Wehr hat jetzt einen Anbau – eine Halle mit drei Stellplätzen – erhalten. Baubeginn war im Dezember, Fertigstellung im August. Die Kosten belaufen sich auf rund 400000 Euro. Die Mitglieder haben eine große Eigenleistung erbracht und die Geräte in den vergangenen zwei Jahren privat untergestellt, sagte Kommandant Thorsten Kreis. In der neuen Stahlbetonhalle sind die Ölsperre, das Rettungsboot und das LUF60 untergestellt. Den Bereich vor der Halle können die Aktiven, insbesondere die Kinderfeuerwehr, als Übungsfläche nutzen, so Kreis.
Alte Unterkunft abgerissen
Ein weiteres, kleines Gebäude ist für den Oldtimer des Burschenvereins und die Geräte der Mitterdorfer Gartler entstanden. Die Ersatzbauten waren nötig geworden, weil das alte Feuerwehrhaus wegen der neuen Brücke und der Hochwasserschutzmaßnahme weichen musste. Dort waren die Maschinen bisher untergebracht.
Ein neues Feuerwehrhaus mit vier Stellplätzen, zweigeschossigem Sozialbau, Werkstatt sowie Technik- und Lagerflächen erhalten die Kollegen in Altenkreith. Der Neubau, der Ende 2024 fertig sein soll, kostet insgesamt 3,5 Millionen Euro. Sowohl Architekt Florian Brunner als auch Reinhold Schoierer lobten die hohe Eigenleistung der Feuerwehrleute. Baubeginn war im Juli 2023, mit der Fertigstellung rechnet die Stadt Ende 2024.

