Neues Technikgebäude wächst: Freibad-Sanierung in Roding liegt im Zeitplan

Rohre, Erdhügel, Hochkran, Minibagger sowie Leitungen zwischen den Fundamenten des künftigen Nichtschwimmerbeckens prägen derzeit das Bild auf der Freibad-Baustelle im Nanzinger Weg in Roding. Außer dem Eingangsgebäude sei fast nichts übrig geblieben, bemerkt Richard Fischer von den Städtischen Betrieben beim Blick von der Terrasse über die komplette Baustelle.
Seit Ende Februar herrscht Betrieb auf der Baustelle, wobei zuerst von der Firma Strabag die 60 Jahre alte Wasserleitung und der Regenwasserkanal neu verlegt und erneuert wurden, um künftig nicht zu stören. Anschließend wurde im Platschare bis auf das Eingangsgebäude alles platt gemacht, heißt, der Rückbau der kompletten Wasserfläche vom Nichtschwimmerbecken, 50-Meter-Becken und Sprungbecken wurde durch die Firma Steininger aus Neunburg vorm Wald durchgeführt. „Teile der Fundamente können für den Neuaufbau genutzt werden“, betont der technische Vorstand.
Rutsche und Kletterwand
Auch das vielgeschätzte „Kinderland mit Wasserlauf“ ist verschwunden, wobei die Spielgeräte auf der bisherigen Liegewiese eingelagert werden und bei Bedarf verfügbar sind. Am Hang der bisherigen Schlangenrutsche ist nur Schotter zu sehen. Dort werden sich künftig die Badegäste an einer Breitrutsche erfreuen, und der Stadtrat habe aufgrund der günstigen Ausschreibungen auch noch eine neue Schlangenrutsche und eine Kletterwand genehmigt, freut sich Fischer.
Richtet man seinen Blick Richtung „Spitzer-Siedlung“ ist inzwischen das Ausmaß des Technikgebäudes mit circa 50 mal zwölf Metern, das in Betonbauweise erstellt wird, erkennbar. „Läuft alles nach Plan, was fast ein Muss ist, dann werden in der Kalenderwoche 39 die großen Wasserfilter geliefert, die von oben in das Gebäude eingehoben werden“, gibt sich Fischer optimistisch.
Im Oktober werde durch die Firma Mühlbauer aus Bad Kötzting der Dachstuhl aufgesetzt, damit während der Wintermonate die Inneninstallation erfolgen kann. Derzeit laufe die Fundamentierung der Beckenbereiche, und die Edelstahlwände würden durch die hsb group aus Vöcklamarkt in Österreich aufgesetzt. Parallel laufe die Vorkonfigurierung der Ver- und Entsorgungsleitungen durch die Wassertechnik Wertheim GmbH & Co.KG aus Baden Württemberg, um zeitnah anschließen zu können.
„Solange das Wetter mitspielt, werden die Handwerker hämmern, bohren und schneiden“, gibt sich Fischer zuversichtlich. So sollen auch heuer noch die Stufenanlagen zwischen den beiden Beckenbereichen durch die Dobsch Bau GmbH aus Zeitlarn errichtet werden.
Spricht man Fischer auf den Zeitplan an, meint er ganz gelassen, dass der ziemlich eingehalten werde könne. Mache das Wetter keinen Strich durch die Rechnung, könne das Vorgenommene umgesetzt werden. Das Eingangsgebäude bleibe ja erhalten, und nur der Bestand an Sanitäranlagen, Duschen und Umkleiden werde ertüchtigt, wobei neue barrierefreie Bereiche dazukämen.
Zu 100 Prozent Erneuerbare
„Das Dach wird erneuert und mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Zudem werden wir mit Fernwärme von der Agrarenergie versorgt, die 2024 die Leitung zum Freibad bauen wird“, erläutert Fischer. Zudem werde auf dem Technikgebäude die Vorrichtung für einen Solarabsorber zur Vorwärmung des Badewassers vorgesehen. Beim Wärmebedarf werde das Bad zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie versorgt. Beim Strom müsse zuerst der Eigenbedarf beobachtet werden, um dann eine wirtschaftliche Lösung ermitteln zu können.
Da die Wiedereröffnung des Bades für August 2024 angepeilt werde, könne es sein, dass manche Arbeiten noch peu à peu in den Saisonpausen zu erledigen sind. Für den Gastro-bereich lägen Bewerbungen vor, es sei aber noch nichts vergeben, sagt Richard Fischer. Interessenten können sich bei den Städtischen Betrieben melden.

