Es war einmal ein Freibad: Abrissarbeiten laufen, Sanierung bisher im Zeitplan

Wo ist das Rodinger Freibad hin? Diese Frage stellt sich, wenn man zur Zeit auf das Areal schaut, denn fast alles wurde im Zuge der Generalsanierung abgerissen. Bisher ist das rund 14 Euro Millionen teure Projekt im Zeitplan.
Das Rodinger Freibad ist nicht mehr da. Jedenfalls zeitweise. Eine riesige Baustelle ist momentan anstatt der gewohnten Badelandschaft des „Platschare“ zu sehen. Keine Badegäste, dafür drehen große Bagger ihre Runden. Aber: Bevor im Zuge der Generalsanierung des Bads etwas Neues entstehen kann, muss viel vom Bestehenden erst einmal weg.
Bisher liegt das Großprojekt im Zeitplan, wie die Vorstände der Städtischen Betriebe Roding, Manfred Janker und Richard Fischer, bei einer Baustellenbesichtigung mitteilen.
Charme soll erhalten bleiben
Das Ziel: Zur Badesaison 2024 sollen die Besucher wieder ins Bad dürfen und die neuen Attraktionen nutzen.
Auch wenn es momentan relativ schwer vorstellbar ist: Der Charme und das Ambiente des Bades sollen erhalten bleiben, sagt Janker. Deshalb bleiben unter anderem mehrere wichtige Bäume stehen, auch an der grundsätzlichen Aufteilung der Becken und der Außenanlage wird sich nichts ändern. „Die Gäste werden sich sicher gleich wieder zurechtfinden und die neuen Anlagen genießen“, ist sich Janker sicher.
Bodenwassertanks kommen im Juni
Bereits verlegt wurden neue Wasser- und Gasleitungen wie Abwasserrohre durch das Freibad-Gelände, quasi als Vorsichtsmaßname, denn die alten waren bereits an die 50 Jahre alt. „Es ist gut, dass das schon erledigt ist und nicht gleichzeitig mit der eigentlichen Sanierung passiert“, sagt Janker. Aktuell laufen die Abbrucharbeiten der Badeplatte mit den Becken und der dazugehörigen Wassertechnik. Etwa zwei Wochen lang werde dies noch dauern, schätzt Janker, die Arbeiten kämen bisher gut voran.
Ab Juni werden dann der Boden vorbereitet, die neuen Bodenwassertanks eingebracht, die Fundamente ertüchtigt und die Beckenwände erstellt, blickt der Vorstand der Städtischen Betriebe in den Ablaufplan der Sanierung. Diese Arbeiten werden wohl bis zum August dauern.
Im September und Oktober soll dann unter anderem die Leitungen der Badewassertechnik (Steuerung, Elektro und so weiter) folgen. Außerdem soll der neue Aufsichtsturm dann aufgestellt werden, ebenso stehen die Fertigstellung der Wände im ebenfalls neuen Technikgebäude sowie die Einbringung der Filter für das Badewasser an.
„Wird sich viel rühren“
Zum Schluss in diesem Jahr sind im November und Dezember die Fertigstellung des Badewasser-Gebäudes, der Innenausbau und die Beckenumgänge geplant.
„Es wird sich viel rühren in den nächsten Wochen und Monaten“, sagt Janker, der hofft, dass der Zeitplan eingehalten werden kann und in Roding nur eine Badesaison „ins Wasser fällt“. Zumindest bisher ist er optimistisch, dass dies gelingen kann, es gäbe aber noch viele Unwägbarkeiten, die teilweise auch nicht beeinflusst werden könnten.
Webcam installiert
Kamera installiert: Wer den Baufortschritt der Sanierung des „Platschare“ kontinuierlich verfolgen, aber nicht immer extra zum Bad fahren möchte, kann auf eine Webcam auf der Homepage der Städtischen Betriebe Roding (www.sb-roding.de) zurückgreifen. Die Kamera ist im Eingangsgebäude installiert.
„Wirklich praktisch“: „Das ist wirklich praktisch“, findet der Vorstand der Städtischen Betriebe Roding, Manfred Janker, der sich so auch selbst immer auf dem Laufenden hält, aber trotzdem auch öfter, neben der Projektleiterin Sabine Weixel (Stadt Roding) und Technischen Vorstand Fischer, vor Ort auf der Baustelle zu finden ist.